Richard Ebert
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Weizen: FAO warnt vor neuem Rostpilz

Scienceticker.Info (20.02.07) - Getreidebauern müssen in diesem Jahr mit Ernteverlusten rechnen: Zum einen begünstigt der milde Winter den Pilzbefall, zum anderen werden die Pilzstämme zunehmend resistent gegen Pflanzenschutzmittel. Den Getreideschädlingen kommen kleine Erbgut-Mutationen zugute, berichten Wissenschaftler der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (BBA).

Die Forscher verzeichnen eine stetige Zunahme von Pilzstämmen, die resistent gegenüber Strobilurinen und Triazolen werden. Pflanzenschutzmittel beider Wirkstoffklassen waren bisher der Schlüssel, um die Pilzkrankheiten erfolgreich vom Feld zu verbannen.

Verantwortlich für die Resistenzen sind zwei verschiedene minimale Veränderungen im Erbgut der Pilze. “Das Besondere ist, dass wir jetzt bereits bei den DTR-Blattfleckenerregern Stämme finden, die schon beide Veränderungen im Erbgut aufweisen”, sagt Bernd Rodemann von der BBA in Braunschweig. Der Wissenschaftler aus dem Institut für Pflanzenschutz im Ackerbau hat sowohl in Feldversuchen verschiedene Mittelkombinationen gestestet als auch in Laborversuchen die Resistenz der Pilze bestimmt.

Demnach ist der Resistenzgrad der so genannten Septoria Blattdürre (Septoria tritici) mit über 70 Prozent bereits sehr hoch. Im Falle einer zweiten gefährlichen Getreide-Krankheit, der Drechslera-Blattdürre, müssen die Forscher noch weitere Feldversuche durchführen, um genaue Aussagen über die Resistenzverbreitung treffen zu können. Nur die Kombination mehrerer Wirkstoffe werde die Entwicklung weiterer resistenter Erreger verhindern, vermuten die Wissenschaftler.

Blattdürre äußert sich darin, dass der Pilzbefall zum Absterben und Welken der Blätter der Weizenpflanze führt. Eine effektive Fotosynthese ist dann nicht mehr möglich und das Korn verkümmert. Die BBA-Forscher untersuchten die Pflanzenkrankheit im Rahmen eines dreijährigen europäischen Forschungsprojektes, an dem 12 wissenschaftliche Einrichtungen aus sieben Ländern beteiligt waren.

Forschung: Institut für Pflanzenschutz im Ackerbau und Grünland, BBA Braunschweig

(Quelle: http://www.scienceticker.info/2007/02/20/weizen-von-resistenten-pilzen-bedroht/)

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Geschrieben von Richard Ebert am
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Weltgetreidemarkt: FAO warnt vor neuem Rostpilz beim Weizen

Agrarheute / AgE, Rom (10.03.08) - Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hat vor einem aggressiven Getreiderost gewarnt, der sich von Ostafrika ausgehend, seinen Weg nach Asien bahnt.

Der Pilz der Gattung Puccinia graminis, der ursprünglich in Ostafrika und im Yemen zu finden gewesen sei, habe jetzt den Weg zu bedeutenden Weizenanbaugebieten im Iran gefunden, berichtete die FAO vergangene Woche in Rom. Die Länder östlich des Irans, also Afghanistan, Indien, Pakistan, Turkmenistan, Usbekistan und Kasachstan, alles Weizenerzeuger, seien besonders gefährdet und sollten äußerst wachsam sein. Schätzungen zufolge seien rund 80 Prozent aller Weizensorten, die in Asien und Afrika angebaut würden, anfällig für diesen Schädling. Dessen Sporen würden durch den Wind über weite Distanzen hinweg transportiert.

Der Nachweis des Weizenrostes im Iran sei sehr besorgniserregend, erklärte der für den Bereich Pflanzenbau und -schutz zuständige FAO-Direktor Shivaji Pandey. Der Rostpilz breite sich sehr schnell aus und könnte die Weizenproduktion in den jetzt bedrohten Ländern erheblich beeinträchtigen, warnte Pandey.

Laut Angaben der FAO wurde der Erreger erstmals im Jahr 1999 in Uganda entdeckt, weshalb er die Bezeichnung Ug99 trägt. Der Schädling habe sich zunächst nach Kenia und Äthiopien ausgebreitet. Im vergangenen Jahr befiel er erstmals auch Weizenfelder im Yemen. Der dortige Ug99-Erreger sei bereits virulenter gewesen als der in Ostafrika, stellte die FAO fest. In Kenia und Äthiopien habe der Pilz im vergangenen Erntejahr zu deutlichen Ertragsausfällen beim Weizen geführt. (AgE)

(Quelle: http://www.agrarheute.com/index.php?redid=209370)

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