Richard Ebert
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Weizen: Importländer sorgen für weiter feste Peise

Marokko stützt feste Tendenz am internationalen Weizenmarkt

Agrarheute / age, Bonn/Rabat (15.08.07) - Der internationale Weizenmarkt ist zuletzt auch von der Nachfrageseite gestützt worden.

Zu den Importländern gehörte auch Marokko, das bereits Ausschreibungen über fast eine Million Tonnen Weizen eröffnete. Bereits Ende Juni hatte die Regierung in Rabat angesichts der sehr schlecht ausgefallenen Inlandsernte die Einfuhrzollsätze für Weich- und Hartweizen um rund die Hälfte reduziert. Mit dieser Maßnahme hat die marokkanische Regierung nach Angaben der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle (ZMP), die sich dabei auf einen Bericht des US-amerikanischen Agrarattachés in Rabat beruft, die Hoffnung verbunden, einer Verknappung des Mehlangebots und dem rasanten Anstieg der Inlandspreise für Brotgetreide entgegenzuwirken. Ende Juli waren von Marokko zwei Tender über jeweils 250.000 t Weizen aus den USA und der Europäischen Union sowie eine Ausschreibung über 90.000 t Hartweizen eröffnet worden.

Bis Ende Juli wurden der ZMP zufolge schon Importlizenzen über fast 300.000 t EU-Weizen zur Lieferung im Zeitraum August bis Mitte Oktober erteilt. Dies deutet nach Einschätzung der Bonner Marktbeobachter darauf hin, dass Marokko im laufenden Wirtschaftsjahr noch mehr Weizen importieren wird als zu Beginn der Saison angenommen. Das Washingtoner Landwirtschaftsministerium veranschlagte die Weizeneinfuhren Marokkos in der Kampagne 2007/08 zuletzt auf 3,2 Mio. t, verglichen mit 1,5 Mio. t in der Saison 2006/07. Der US-Agrarattaché in Rabat rechnet sogar mit Einfuhren von 3,5 Mio t Weizen.

Die diesjährige Weizenernte Marokkos litt unter einer lang anhaltenden Trockenperiode im Frühjahr. Jüngsten Schätzungen zufolge brachten die Landwirte in dem nordafrikanischen Land lediglich rund 1,5 Mio. t Weizen ein, was im Vergleich zur sehr guten Vorjahresernte einen Rückgang um gut 4,8 Mio. t beziehungsweise 76 Prozent bedeutete. Der Weizenbedarf Marokkos im Wirtschaftsjahr 2007/08 wird auf 6,9 Mio. t veranschlagt. Ein nicht unerheblicher Teil des Angebotsdefizits wird voraussichtlich über die Bestände gedeckt, die zu Saisonbeginn gut 2,4 Mio. t umfassten. Im Verlauf dieser Saison wird mit einem Abbau dieser Bestände auf weniger als 400.000 t gerechnet.

(Quelle: agrarheute.com/index.php?redid=172653)

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Geschrieben von Richard Ebert am
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