Weizen: Künstlich hochgepuschte Preise in Österreich ?
Haberfellner Mühle warnt vor Preisexplosion
von Karl Leitner
Wirtschaftsblatt.at, Grieskirch (30.07.07) - Oberösterreich: Landwirte und Grosshändler sollen auf höhere Preise spekulieren und Getreide zurück halten, sagt Mühlen-Chef Markus Haberfellner.
Markus Haberfellner, Chef der grössten privaten Mühle Österreichs, warnt vor einer Preisexplosion bei Mehl in den nächsten Monaten. „Was sich derzeit am Rohstoffmarkt abspielt, war noch nie da," sagt Haberfellner.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.wirtschaftsblatt.at/home/news/bundeslaender/252365/index.do)
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Dreht der Weizenpreis nach unten ?
Dies ist typisch für manchen Verarbeiter, wie den Herrn Haberfellner.
In den vergangenen Jahren ließ gut und günstig aus den Überschüssen arbeiten. Man hatte sich elegant und bequem in die Ecke der jovial aufnehmenden Hand (wenn denn der Preis passt) eingerichtet. Dass Märkte sich ändern und damit eine veränderte Beschaffungsstrategie notwendig ist, haben viele Mehlmühlen nicht verinnerlicht. Sich dann in den Schmollwinkel zurückzuziehen und nach allen Seiten Schuldzuweisungen zu verteilen (nur nicht an sich selbst) ist nicht nur unprofessionell sondern für die weitere Entwicklung dieses Verarbeiters sehr gefährlich.
Natürlich kann jeder seine Ware zurückhalten wie es ihm gefällt, gleich aus welchen Gründen. Und dass es Missernten gibt (zufälligerweise in seiner Umgebung) ist auch nichts ungewöhnliches. Wenn einem dann garnichts mehr einfällt, schiebt man schnell der Biokraftstoffindustrie die Schuld zu; die allerdings in Deutschland nur noch zu einem geringen Teil arbeitet und auch an anderen Orten in absehbarer Zeit durch die nicht mehr gewinnbringenden Margen die Verarbeitung sehr zurückfahren wird.
Auch für Herrn Haberfellner gab und gibt es Absicherungsmöglichkeiten (Börse / Prämienkontrakte) die seinen Schmerz durchaus gelindert hätten. Aber wie gesagt - jammern alleine hilft nicht.