Weizen: Landhandel gegen Kontrakt an der Eurex
Privater Landhandel erteilt zweitem Weizen-Kontrakt für Europa eine Absage
Topagrar.com (27.06.11) - Der private Landhandel sieht keine Notwendigkeit für einen zweiten europäischen Terminkontrakt auf Weizen. Der an der Matif gehandelte Mahlweizen sei in der Branche akzeptiert und äußerst liquide, argumentierte Konrad Weiterer vom Landhandel Weiterer vorige Woche beim Getreidehandelstag auf Burg Warberg.
Zwar liege der Matif-Weizen qualitativ unter dem deutschen Brotweizen. Jedoch könnten die Preise für Qualitätsweizen über entsprechende Prämien von der Matif abgeleitet werden. „Wir brauchen deshalb keinen zweiten Kontrakt, einer reicht“, so das Fazit des Landhändlers.
Nach Ansicht von Ernst Bielefeldt von ATR Landhandel ist Liquidität unabdingbar für den Erfolg eines Terminkontraktes. „Wir sollten nicht erneut einen deutschen Kontrakt basteln und versuchen, damit die Welt zu erobern“, so Bielefeld mit Blick auf den erfolglosen Versuch, an der früheren Warenterminbörse Hannover (WTB) einen Kontrakt auf Brotweizen zu etablieren. Notwendig sei ein europäischer Kontrakt mit großer Liquidität.
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Die Grafik zeigt die erheblichen Preisschwankungen für Weizen in Paris und die besonders seit Mitte 2010 erheblichen Umsätze an der Börse.