Richard Ebert
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Weizen: Marktlage weitaus besser als vor Jahresfrist dargestellt

Vor der Getreideernte sind die Lager geräumt

LPD (24.06.10) - Mit recht zuversichtlichen Erwartungen sehen die Ackerbauern der Getreideernte entgegen. An Ertragsprognosen wollte sich bei der Getreiderundfahrt des Landvolkes Niedersachsen im Raum Osnabrück noch niemand wagen, zu unsicher sind auch kurz vor Erntebeginn weiterhin die Einflüsse der Witterung. Allerdings rechnen die Praktiker auf jeden Fall mit einer gut durchschnittlichen Ernte in bester Qualität.

Im Gedankenaustausch zwischen Landhandel, Genossenschaften, Mühlen, Verbandsvertretern und Praktikern äußerte Landvolkpräsident Werner Hilse die Einschätzung, dass sich die Marktlage weitaus besser darstellt als vor Jahresfrist. „Wir wachsen in einen Nachfragemarkt hinein“, fasste er globale und regionale Entwicklungen zusammen. Danach profitiert hierzulande die Getreidenachfrage von einer stärkeren Nachfrage nach Futtergetreide durch die Tierhalter sowie der Verwertung in der Bioenergieschiene. Daneben begünstigten die jüngsten Währungsverschiebungen mit dem schwächeren Euro Exporte in Drittlandsstaaten.

Die im vergangenen Herbst befürchteten Lagerbestände an Getreide zumindest wurden dank dieser Effekte abgebaut, aktuell meldet die Getreidewirtschaft ausverkaufte Lager. Die Landwirte rechnen sich daher für den Ernteauftakt durchaus eine positivere Grundtendenz aus als im Vorjahr. Und, fügen sie an, die sei nach zwei Jahren mit Verlusten dringend notwendig. Allerdings müssen sich die Landwirte nach den agrarpolitischen Weichenstellungen in der Europäischen Union zu „mehr Markt“ auf stärkere Preisschwankungen einstellen. Auf langfristig beständige Notierungen dürfen sie nicht mehr vertrauen. Vielmehr müssen sie vor jedem Verkauf tagesaktuell die Preise vergleichen und bewerten. Dazu bietet das Landvolk Niedersachsen seinen Mitgliedern Hintergrundinformationen, die über die Kreisverbände abonniert werden können.

Beim Weizen als wichtigster Verkaufsfrucht setzen Niedersachsens Ackerbauern sowohl auf Qualität als auch Masse. Mit der bei Mühlen gefragten Aufmischware wird Weizen für die Brotherstellung erzeugt, der besonders hohen Qualitätsanforderungen genügen muss. Allerdings zahlt sich die hohe Kunst des Ackerbaus nicht unbedingt über entsprechende Aufschläge aus, hier könnten neuere Schnelltests und eine Abstimmung über gewünschte Sorten aus landwirtschaftlicher Sicht Abhilfe schaffen. Auch zwischen Düngungsniveau und Proteinqualität der Ernte müssen offensichtlich die Ansprüche neu austariert werden, dazu wollen Landwirte und ihre Kunden sich weiter austauschen. Die Getreideanbaufläche wurde in Niedersachsen 2010 gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent auf 855.000 ha reduziert, wichtigste Frucht bleibt der Winterweizen mit einer Anbaufläche von 445.000 ha.

(Quelle: http://landvolk.net/Presseservice/LPD-Meldungen/2010/06/1024/Getreideernte.php)

Bild entfernt.

Geschrieben von Richard Ebert am
Ackerspezi
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Mit jedem weiteren trockenen Tag gehen die Erträge gen Süden. Gerste reift rasend schnell ab, Roggen wird zunehmend weiß, selbst Weizen zeigt schon an, wo der Boden nicht genug Feuchtigkeit gespeichert hat.

Mein Tipp, wenn es nächste Woche tatsächlich nicht regnen soll:

Getreide in Nord(-west)deutschland minus 10%. Inzwischen wird für alterntige Triticale 12,5€ geboten- Tendenz steigend.

Wie sieht die Wasserversorgung in den anderen Regionen aus??

Muehlenbach
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@ Ackerspezi

Mein Tip hier aus dem Nord-Westen: Gerste minus 10%; Roggen und Triti minus 20%; Weizen minus 30%.

Ich hab schon den ersten Mais gesehen hier um die Ecke; der schläft schon.

Kartoffeln? Kannst du dir denken.

Dazu immer schön Wind aus Norden.

Perfekt.

Weizen ab Ernte mein Tipp: ab 15 Euro /dt.

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Ackerspezi
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@ Muehlenbach [#3]

Ich wollte es nicht zu negativ darstellen, aber in unserer Gegend( Nordhannover) werden wir eine sehr schlechte Ernte bekommen. Die ersten Gerstenschläge werden diese Woche gedroschen werden; wenn es die nächsten Tage wirklich so heiß werden soll bei null Niederschlag, dann hat auch der Weizen keine Chance mehr, auf den leichtren Böden rollt der Mais tatsächlich schon- nachdem er endlich mal angefangen hat, zu wachsen.
Die Futtermittelfirmen sind momentan dankbar über jeden LKW Getreide, den sie abholen dürfen- Preis steigend.

Saubauer
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Wir hatten doch noch vor dem 13.06 20-35 mm Niederschläge im ganzen Jura!
Für unser Feuerwehrfest wurden LKW weise Hackschnitzel angefahren um nicht im Schlamm zu stehen!

Ertragserwartungen liegen bei Raps und Weizen stabil, WG und Tritticale mind. + 10 % keine Krankheiten und noch genügend Bodenwasser!

Nur der Mais macht Sorgen in der ganzen Region Jura - Altmühltal ,denn durch die kühle Witterung ( auch wegen dem vielen Regen) ist er für Ende Juni mit ca. 40 cm sehr Zwergenwüchsig.

Teilweise durch Herbizideinsatz verursacht meist bei den Topsorten, Lilablau Verfärbungen mit Wachtumsdepression, wie P- Mangel !

WG Preise für alte Ware nur leicht steigend 10,50 auf 10,80 Eur KW26

Schöne Woche allen

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