Weizen: Russische Ernte fällt noch kleiner aus
Gute Exportchancen für Weizen
LWK Niedersachsen, Hannover (30.11.12) - Die meisten Mischfutterhersteller sind offenbar nur sehr knapp bevorratet und haben stetigen Zukaufbedarf. Auch in den Ackerbaugebieten haben die für Futtergetreide gebotenen Preise jetzt deutlich angezogen. Der höchste Anstieg war zuletzt bei Triticale zu beobachten. Rege gefragt ist im Hinblick auf die guten Exportaussichten Qualitätsweizen mit mindestens 13 % Protein, unter anderem auch für Lieferungen nach England.
Die russische Weizenernte soll mit 38 Mio. t sogar noch um 2,5 Mio. t kleiner ausgefallen sein als im Dürrejahr 2011. Auf Grund der relativ hohen Weltmarktpreise hat Russland dennoch schon viel Weizen exportiert. Im November gingen die Ausfuhrmengen wohl deutlich zurück, aber der Export läuft offenbar immer noch. Das hohe Ausfuhrtempo kann kaum noch wie in anderen Jahren in erster Linie mit fehlenden Lagerkapazitäten begründet werden. Eher könnte schon die Erwartung eines eventuellen erneuten amtlich verfügten Exportstopps eine maßgebliche Rolle spielen. Marktbeobachter halten es inzwischen für durchaus möglich, dass Russland vielleicht im Frühjahr 2013 schon wieder Importbedarf bei Weizen haben könnte.
(Quelle: http://www.lwk-niedersachsen.de/index.cfm/portal/6/nav/206/article/7177.html )
Für Weizen in Niedersachsen werden nahezu die höchsten Preise aller Zeiten bezahlt