Richard Ebert
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Weizen: Russlands Ernte wird drastisch kleiner geschätzt

Weizen - Wettersorgen treiben den Preis

Von Christof Leisinger

Frankfurter Allgemeine Zeitung / FAZ (27.07.10) - Wetterkapriolen in Europa treiben den Weizenpreis. Spekulative Marktteilnehmer mussten aus diesem Grund Wetten auf fallende Preise ausgleichen. Andere bauen trotz komfortabler Versorgungslage auf knappheitsgetriebene Preissteigerungen.

Ein kühles, verregnetes Frühjahr gefolgt von einer Hitzewelle in Europa treibt den Weizenpreis.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.faz.net/s/Rub58BA8E456DE64F1890E34F4803239F4D/Doc~EE0A1F55320434F4AB5C189ADB068E34F~ATpl~Ecommon~Sspezial.html)

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Kassamarkt: Russlands Ernte immer kleiner

Die weltweiten Ernteschätzungen fallen immer niedriger aus. Aus Russland wird von brütender Hitze und Missernten in einem Gebiet der Größe Portugals berichtet. Nach ersten russischen Ernteschätzungen von 94 Millionen Tonnen wird aktuell von einer Ernte unterhalb 70 Millionen Tonnen ausgegangen.

Terminmarkt: 5 % Tagesgewinn und Jahreshoch an der Terminbörse Paris

Bei riesigen Umsätzen von über 39.000 Kontrakten schloss November Weizen heute mit einem Kursanstieg von 8,75 auf das Jahreshoch von 189,50 Euro. Die Kurse schwankten dabei zwischen 181,25 und 190 Euro.

Im Optionshandel in Paris wurden November 190er Calls mit 13,80 Euro und 200er Call mit 10,30 Euro gehandelt. 185er Puts (= auf fallende Kurse) wurden mit 12,10 Euro umgesetzt.

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Geschrieben von Richard Ebert am
Saubauer
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@ Richard Ebert [#1]

Heute Morgen wurde auf N TV ein Bericht von den "Trocken - heißen Zustände" um Moskow berichtet. Jahrhunderthitze hat riesige Flächen verdürren lassen.
Eine Fläche in der Größe von Sachsen am Rand von der Metropole ist verdürrt und brennt teilweise.

Ab morgen wurden 42 Grad gemeldet somit dürfte das Getreide der Ernte 2010 zumindest trocken geerntet werden !

Wenn jetzt noch der Regen (EL Ninja)in Australien wegbleibt, dann explodieren die Notierungen! ODER ?

Ach ja, der IGC hat die Gerteide - Schätzungen gestern auch um ca 4% gesenkt auf 26 Mio To.

Schönes WE wünscht
Saubauer

Richard Ebert
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Dürre rafft die russische Getreideernte dahin

Von Eduard Steiner unserem Korrespondenten EDUARD STEINER (Die Presse)

DiePresse.com, Moskau (02.08.10) - Die größte Hitzewelle seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Russland zieht nicht nur eine verheerende Brandkatastrophe nach sich. Mit jedem Tag wird offensichtlicher, dass auch die landwirtschaftliche Ernte zerstört ist, wie kaum jemals zuvor. „Einen wetterbedingten Ernteausfall in diesem Ausmaß hat Russland noch nicht gesehen“, sagt Dmitrij Rylko, Generaldirektor des Instituts für Agrarmarktkonjunktur.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://diepresse.com/home/wirtschaft/eastconomist/585144/index.do?direct=584987&_vl_backlink=/home/index.do&selChannel=120)

Richard Ebert
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Russland Weizenernte auf 60 Millionen Tonnen gesenkt

Focus.de (09.08.10) - In Russland wird wegen der Brände der Weizen knapp. Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin erklärte, das Export-Verbot für Weizen werde bis zum Jahresende nicht aufgehoben. [u]Die Weizenernte wird auf 60 Millionen Tonnen, und damit um ein Drittel, gesenkt werden.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/russland-weizenernte-auf-60-millionen-tonnen-gesenkt_aid_539562.html)

Muehlenbach
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Weizen in der Politik?

Mittlerweile wird davon ausgegangen; dass das Exportverbot Russlands wieder fallen könnte; man will die "Ernteerwartungen" abwarten.
Ein Grund für den event. Wandel Russlands ist in deren Politischem Umstand zu "verdanken".
So musste Ägypten mittlerweile eine zugesagte Menge von 220000 to. Weizen nun anstatt wie immer aus Russland von den USA einkaufen; unterstützt von der Weltbank.
Auch andere Nord-Afrikanische Länder müssen ihre Mengen nun woanders suchen; wie in West-Europa oder ebendfalls über den Teich.
Und wiederum diese Umstände sind Politisch Gift für Russland; weil man keine Abhängigkeit erzeugen kann; besonders wenn es um weitreichende Entscheidungen im Weltsicherheitsrat geht.

Die Frage ist; was passiert eigentlich auf der Welt; wenn es in China solche Katastrophen gibt; wenn dazu noch Probleme in Indien ( 30% der Weltbevölkerung) kommen; dann sind unsere "Dürren" doch ein kleines Licht..
Russland hat eigentlich versucht; mit dem Exportstopp Internationalen Druck auszuüben ( die Geschichte von der Landesversorgung vergesst mal ganz schnell; die ist denen vollkommen egal; denn ansonsten würden die Schweine hier 3 Euro kosten..); was leider nicht geklappt hat.
Wer mehr zusammenhänge erfahren möchte; muss mal nach Beiträgen über " Seltene Erden" nachlesen; dort betreibt China grade eine Restrektionspolitik..

In dem Sinne
MFG
Mühlenbach

Richard Ebert
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Russland erwägt Aufhebung von Weizen-Exportverbot

KleineZeitung.at (11.08.10) - Nach Telefonaten mit hochrangigen Vertretern Ägyptens, Israels und der Türkei überlegt Russland nun, das Getreide-Exportverbot wieder aufzuheben. Die drei Länder beziehen ihr Getreide hauptsächlich aus Russland.

Die Regierung werde die Möglichkeit prüfen, den Ausfuhrstopp nach vollständiger Erfassung der Ernteeinnahmen wieder zurückzunehmen, sagte Subkow laut einem Bericht der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti vom Dienstag.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/wirtschaft/2440875/russland-erwaegt-aufhebung-weizen-exportverbot.story)

Richard Ebert
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Russland: Möglicherweise Verlängerung des Exportstopps

Landwirtschaft.ch / lid (12.08.10) – Die russische Regierung erwägt eine Verlängerung des vorerst bis Ende Dezember geltenden Exportverbots für Getreide.

Die Entscheidung über die Dauer des Exportverbots werde in Abhängigkeit vom Ernteergebnis getroffen, schreibt aiz.info.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.landwirtschaft.ch/de/aktuell/agronews/detail/article/2010/08/11/russland-moeglicherweise-verlaengerung-des-exportstopps/)

Richard Ebert
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Auch die Ukraine erwägt Drosselung der Weizen-Exporte

Reuters.com, Kiew (12.08.10) - Die Entscheidung darüber werde in der kommenden Woche fallen, teilte die Regierung in Kiew am Mittwoch mit. Harter Winterfrost und die Hitzewelle des Sommers haben in dem Land - wie auch in Russland - zu großen Ernteausfällen geführt. Händlern zufolge könnte sich als nächstes Kasachstan anschließen und Ausfuhren in Länder außerhalb des Gebiets der früheren Sowjetunion limitieren.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEBEE67B02020100812)

Saubauer
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@ Richard Ebert [#8]

Die Ukrainer selbst werden die Ernte nochmal nach unten schätzen wenn sie mit der Ernte fertig sind!!
Auch der Mais steht gelb und trocken in weiten Regionen da !

MfG Saubauer

Richard Ebert
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Experten - Russland braucht Millionen Tonnen Weizen

Reuters.com, Moskau (19.08.10) - Nach der schweren Dürre muss der eigentliche Weizengroßexporteur Russland möglicherweise erstmals seit zehn Jahren wieder Getreide im größeren Umfang importieren.

Im Erntejahr 2010/2011 dürfte sich der Bedarf auf 1,5 bis 2,2 Millionen Tonnen erhöhen, schätzten Experten des Instituts für Landwirtschaftliche Marktstudien (IKAR) in Moskau. Die Wirtschaftszeitung "Wedomosti" schrieb am Donnerstag sogar von mindestens fünf Millionen Tonnen.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE67I0CE20100819)

Richard Ebert
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Kein Import von Getreide in Russland

Vienna.at (19.08.10) - Trotz Dürre und Waldbränden prüft Russland keine zusätzlichen Getreide- Importe. "Nichts dergleichen steht zur Diskussion hier", sagte eine Sprecherin des Ministeriums zu Berichten, der Weizen- Exporteur müsse seine Einfuhren in diesem Jahr kräftig erhöhen. Der Pariser Weizen- Future gab daraufhin einen Teil seiner Kursgewinne wieder ab.

Russland drohen hohe Ernteausfälle

Experten hatten den Importbedarf zuvor auf bis zu 2,2 Mio. Tonnen geschätzt. Die Wirtschaftszeitung "Wedomosti" berichtete sogar von mindestens 5 Mio. Tonnen. Die Hitzewelle hat in Russland nach Schätzungen ein Viertel der Getreideernte zerstört. Daraufhin hat die Regierung die Weizenexporte bis Jahresende gestoppt.

(Quelle: http://www.vienna.at/news/wirtschaft/artikel/kein-import-von-getreide-in-russland/cn/apa-1132740322)

Richard Ebert
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Russland: Kein Weizenexport für ein ganzes Jahr

Von Eduard Steiner

DiePresse.com, Moskau (03.09.10) - Der russische Premierminister Wladimir Putin verlängert den Exportstopp für Weizen bis mindestens September 2011. Durch die Ernteausfälle nach der langen Dürre werden auch Obst, Gemüse und Beeren immer knapper.

Die dürrebedingten Ernteausfälle in Russland und Moskaus Reaktionen darauf führen zu immer größerer Nervosität auf den Märkten.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://diepresse.com/home/wirtschaft/eastconomist/592099/index.do?_vl_backlink=/home/wirtschaft/index.do)

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Saubauer
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So jetzt korrigiert die Ukraine die Ernteergebnisse nochmal nach unten von 42 Mio to auf 40.5 Mio to. Meldung 9.9.2010 Top Agrar.

Dann noch 5 % Lagerverluste weil das "Dach" etwas abgezwackt hat usw. Somit kann mit weiter steigenden Getreidepreisen gerechnet werden.

Eine Katastrophe für Viehalter aller Gattungen ! Oder ?

Mfg
Saubauer

Richard Ebert
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@ Saubauer2 [#13]

Eine Katastrophe für Viehalter aller Gattungen ! Oder ?

Es war lange genug Zeit, sich per Forwardvertrag beim Handel oder am Terminmarkt bei Futures oder Call-Option gegen die "Katastrophe" abzusichern.

Schöne Grüsse, Richard Ebert

Saubauer
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@ Richard Ebert [#14]

Ich sehe die Probleme nicht nur kurzfristig sondern alles immer langfristig!

Wir finanzieren immer mehr Betriebsstoffe vor,z.B. es ist der Weizen 2010 noch nicht geerntet und es wird schon Dünger für die Ernte 2011 vorgekauft und dieses Getreide wird im Winter 2011/12 an die Tiere verfüttert und Geld dafür gibts erst im Juni 2011 usw.

Der erfolgreiche Handel und Schlachter denkt in kurzen Zeitabständen und jammert schon wenn er mal etwas einfrieren muß!

Nur wenn wir die gestiegenen Kosten umsetzen können haben wir langfristig eine Chance.

Die meisten großen Mühlen haben sich auch nicht abgesichert, weil man auf fallende Getreidenotierungen setzte, da ja alle Läger noch vor der Ernte voll gewesen sei sollen!

Dem ist es aber nicht so!

MfG Saubauer

Richard Ebert
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@ [#15]

Die meisten großen Mühlen haben sich auch nicht abgesichert, weil man auf fallende Getreidenotierungen setzte, da ja alle Läger noch vor der Ernte voll gewesen sei sollen!

Jeder Marktteilnehmer, der börsengehandelte Produkte erzeugt, verkauft, handelt, kauft oder verarbeitet kann sich jeden Tag neu entscheiden, ob er sich gegen unerwünschte Preisschwankungen absichert.

Wer grundsätzlich keine Preise absichern möchte, muss sich künftig auf noch viel öfter vorkommenden Preisschwankungen einstellen, mit der Chance "Glück zu haben" oder dem Pech, Insolvenz anzumelden und sein Vermögen zu verlieren.

Kleine Preisschwankungen innerhalb von (früher üblichen) Interventionsgrenzen werden künftig ebenso der Vergangenheit angehören wie neue Subventionen oder Beihilfen zu Lasten aller Steuerzahler bei schlechten Ernten. Die Staatskassen sind mehr als leer.

Schöne Grüsse, Richard Ebert

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halbsoschlau
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Ja wenn das so einfach wäre ... und hinterher ist man immer schlauer.

Nehmen wir mal an einer der viel Pech mit dem Wetter hatte und nur Auswuchsweizen geerntet hat (was vielen passiert ist) hätte im Frühjahr einen Kontrakt gemacht für 12 Euro. wie wäre es dem ergangen?

Die Chancen es richtig zu machen sind kaum größer als 50 Prozent.

Wir konnten zum Beispiel 600 to Braugerste nicht liefern die wir unter Vertrag hatten. Zum Glück war es ein Anbauvertrag den wir bei eindeutig nicht selbst verschuldeten Qualitätsmängeln nicht beliefern mußten.

Auch zu einem Warenterminkontrakt brauche ich physisch gesunde Ware, sonst kann ich gleich zweimal verlieren.

Die größte Gefahr besteht als Verkäufer wenn ich in der unteren Preisspanne handle, wo ich ja gerade so einen geringen DB erwirtschafte, und dann kommt so eine Phase wie sie gekommen ist.

Soll bitte keiner sagen das war absehbar.

Gruß Halbsoschlau

Geno-Bauer
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@ halbsoschlau [#17]

Man kann es drehen und wenden wie man will, wir werden immer das Anbau - und Ernterisiko tragen - in den letzten 30 - 40 Jahren kannten wir aber immer den Mindestpreis, den wir bekommen würden. Dem ist nach dem Abschmelzen des Aussenschutzes nicht mehr so.

Der Handel muss sich genauso umstellen. Interventionspreis als Leitpreis adé.

MfG
Geno-Bauer

Richard Ebert
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@ [#17]

Was Sie schreiben ist absolut korrekt. Als Lösung bietet sich im Paris der Optionshandel auf Weizen, Mais und andere Produkte an - alleine oder im Kombination mit Termingeschäften.

So kann zum Beispiel eine Put-Option gekauft werden gegen Zahlung einer Prämie, die das Recht aber nicht die Verpflichtung gibt, sich zu einem Mindestpreis gegen fallende Preise abzusichern.

Gleichzeitig kann von einem Aufwärtstrend der Preise unbegrenzt profitiert werden, und zwar exakt für die Menge und Qualität der Ernte auf Ihren Feldern.

Beispiel, sehr stark vereinfacht: Weizen November 2011 Weizen, mit 14 (!) Monaten Laufzeit:

Weizen steht bei 193, Put-Option wurde gestern mit 26 gehandelt. Sie kaufen eine Put-Option und liegen immer dann besser, wenn der Weizenpreis unter 167 fällt oder über 219 steigt. Die 26 sind die "Versicherungsprämie", die nur dann verloren geht, wenn der der Weizenpreis sich überhaupt nicht nach unten oder oben bewegt, und das ist nach allen Erfahrungen ausgeschlossen.

Sie haben dann auch den von Geno-Bauer gewünschten "Mindestpreis" für die Weizen Ernte 2011 bei 167 Euro festgelegt, ohne sich verbindlich zur Lieferung verpflichten zu müssen.

Die Option ist täglich handelbar, d.h. Sie können Ihre Entscheidung täglich korrigieren.

Schöne Grüsse, Richard Ebert

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Richard Ebert
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Ukraine: Regierung weitet inoffizielle Exportbeschränkungen für Getreide aus

Von Aljona Golubewa

Ukraine-Nachrichten.de (16.09.10) - Die Regierung wird nicht nur den Export für Weizen, sondern auch für Mais beschränken. Gestern teilte das Agrarministerium mit, dass aus dem Land spürbar weniger Getreide exportiert werden könnte, als geplant war – 12,7 Mio. t gegenüber 15 Mio. t, in erster Linie aufgrund der schlechten Maisernte. Über diese Getreideart versuchten die Landwirte die Verluste aus dem nicht öffentlichen Verbot für den Weizenexport auszugleichen. Im Falle einer Exportbeschränkung für Mais sind die Unternehmen gezwungen die Wintersaatflächen einzuschränken, betonen Experten.

Im aktuellen Vermarktungsjahr (beginnt am 1. Juli) könnten ohne Gefährdung der Nahrungsmittelsicherheit aus der Ukraine lediglich 12,7 Mio. t Getreide exportiert werden, teilte gestern der Leiter der Abteilung für die Entwicklung des Agrarmarktes beim Agrarministerium, Anatolij Rasgon, der Presse mit. Vorher hatte Agrarminister Nikolaj Prisjashnjuk erzählt, dass die Regierung sich mit den Getreidehändlern darauf einigte, dass sie bis zu 15 Mio. t Getreide ausführen können (Ausgabe des “Kommersant-Ukraine“ vom 8. September). Außerdem informierte das Statistikamt über eine Verringerung der Übergangsvorräte bei Getreide – zum 1. September verringerten sie sich in Bezug auf den Vergleichswert im Vorjahr um 30 Prozent auf 18,2 Mio. t.

Die Exportprognose ist auf der Grundlage von operativen Daten zur Ernte aus den Regionen gesenkt worden, präzisierte Rasgon gegenüber dem “Kommersant-Ukraine“. Seinen Worten nach wurden in diesem Jahr 31,67 Mio. t Getreide gedroschen, wo es im letzten Jahr 37,68 Mio. t waren. „Am stärksten verringerte sich die Produktion von Mais, was zu dessen Teuerung geführt hat. Derzeit kostet er soviel wie Lebensmittelweizen – etwa 200 Dollar/t“, sagt der Leiter des Departments.

Die Regierung beabsichtigt eine Verringerung des Exports zu erreichen, dabei von den Exporteuren fordernd die Maiseinkaufsmengen zu senken, erzählte Rasgon: „Wir gehen von den Erwartungen für die Preise für Wurst, Eier, Milch (Getreide wird bei der Viehfutterherstellung verwendet) aus“. Tatsächlich ist die Prognose des Agrarministeriums keine endgültige und könnte erhöht werden – die endgültige Getreidebilanz wird im Dezember berechnet, konkretisierte Anatolij Rasgon.

Vorher hatte das Kabinett von den Getreidehändlern einen Verzicht auf den Aufkauf von Weizen über die Schaffung von künstlichen Hindernissen bei dessen Ausfuhr über die Häfen erreicht, erzählt man bei der Ukrainischen Agrarkonföderation. „Die Unternehmen melden, dass Gerste- und Maisfuhren die Häfen ohne Behinderung verlassen und beim Weizen ändert sie sich nicht. Acht Schiffe sitzen in den Häfen fest, unter ihnen sind jene, die positive Ergebnisse bei den Kontrollen des Zolls hatten“, erklärte man bei der Konföderation. Seit Ende Juli erlaubt der Zoll die Ausfuhr von Getreide erst nach der Durchführung zusätzlicher Expertisen für die Vorbeugung von Falschangaben der Exporteure über die Klasse des auszuführenden Weizens (siehe Ausgabe des “Kommersant-Ukraine“ vom 10. August). Den Daten der Konföderation nach, betrug der Gesamtexport an Getreide aus der Ukraine in den zwei Septemberwochen etwa 600.000 t gegenüber 2 Mio. t im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Die Situation in den Häfen wird sich bis zum Ende der Kommunalwahlen (finden am 31. Oktober statt) nicht ändern. Um eine Verteuerung der Lebensmittel nicht zuzulassen, wird man nicht nur den Export von Weizen, sondern auch von Mehl zurückhalten, teilte ein Informant des “Kommersant-Ukraine“ aus dem Agrarblock der Regierung mit. Vizepremier Wiktor Slauta äußerte ein weiteres Mal gegenüber dem “Kommersant-Ukraine“, dass es in der Ukraine keine künstlichen Hindernisse für den Weizenexport gibt: „Berücksichtigend, dass bereits 18 Mio. t (Weizen) geerntet wurden, kann man bis zum Ende des Vermarktungsjahres bis zu 5 Mio. t exportieren“. Doch wünschen die Getreidehändler, seinen Worten nach, selbst nicht Lebensmittelweizen zu kaufen: „Vor kurzem wurde beim Agrarministerium mit ihnen ein Treffen durchgeführt und sie versicherten, dass sie kein Interesse an Lebensmittelweizen haben“.

Lebensmittelweizen war die attraktivste Kultur für den Export, erzählt man bei den Exportunternehmen – Marktteilnehmer kauften ihn für 130 Dollar/t und derzeit kostete er auf dem Weltmarkt nicht weniger als 270-280 Dollar/t. Der Preis auf dem Binnenmarkt liegt unter etwa 200 Dollar/t. „Doch nach der Einführung der Einschränkungen bei Weizen für die Getreidehändler orientierten sich viele Unternehmen um auf den Kauf von Gerste und Mais, die in letzter Zeit ähnliche Preise wie Weizen haben“, sagt einer der Getreidehändler, der anonym bleiben wollte. Doch die aktuelle Erklärung der Regierung könnte davon zeugen, dass man jetzt von den Getreidehändlern auch die Einschränkung des Kaufs dieses Getreides fordert, meint der Direktor der Consultingagentur AAA, Sergej Naliwki, die Landwirte verlieren Einnahmen und werden daher gezwungen sein weniger Wintergetreide auszusäen.
Regierung weitet inoffizielle Exportbeschränkungen für Getreide aus

Die Regierung wird nicht nur den Export für Weizen, sondern auch für Mais beschränken. Gestern teilte das Agrarministerium mit, dass aus dem Land spürbar weniger Getreide exportiert werden könnte, als geplant war – 12,7 Mio. t gegenüber 15 Mio. t, in erster Linie aufgrund der schlechten Maisernte. Über diese Getreideart versuchten die Landwirte die Verluste aus dem nicht öffentlichen Verbot für den Weizenexport auszugleichen. Im Falle einer Exportbeschränkung für Mais sind die Unternehmen gezwungen die Wintersaatflächen einzuschränken, betonen Experten.

Im aktuellen Vermarktungsjahr (beginnt am 1. Juli) könnten ohne Gefährdung der Nahrungsmittelsicherheit aus der Ukraine lediglich 12,7 Mio. t Getreide exportiert werden, teilte gestern der Leiter der Abteilung für die Entwicklung des Agrarmarktes beim Agrarministerium, Anatolij Rasgon, der Presse mit. Vorher hatte Agrarminister Nikolaj Prisjashnjuk erzählt, dass die Regierung sich mit den Getreidehändlern darauf einigte, dass sie bis zu 15 Mio. t Getreide ausführen können (Ausgabe des “Kommersant-Ukraine“ vom 8. September). Außerdem informierte das Statistikamt über eine Verringerung der Übergangsvorräte bei Getreide – zum 1. September verringerten sie sich in Bezug auf den Vergleichswert im Vorjahr um 30 Prozent auf 18,2 Mio. t.

Die Exportprognose ist auf der Grundlage von operativen Daten zur Ernte aus den Regionen gesenkt worden, präzisierte Rasgon gegenüber dem “Kommersant-Ukraine“. Seinen Worten nach wurden in diesem Jahr 31,67 Mio. t Getreide gedroschen, wo es im letzten Jahr 37,68 Mio. t waren. „Am stärksten verringerte sich die Produktion von Mais, was zu dessen Teuerung geführt hat. Derzeit kostet er soviel wie Lebensmittelweizen – etwa 200 Dollar/t“, sagt der Leiter des Departments.

Die Regierung beabsichtigt eine Verringerung des Exports zu erreichen, dabei von den Exporteuren fordernd die Maiseinkaufsmengen zu senken, erzählte Rasgon: „Wir gehen von den Erwartungen für die Preise für Wurst, Eier, Milch (Getreide wird bei der Viehfutterherstellung verwendet) aus“. Tatsächlich ist die Prognose des Agrarministeriums keine endgültige und könnte erhöht werden – die endgültige Getreidebilanz wird im Dezember berechnet, konkretisierte Anatolij Rasgon.

Vorher hatte das Kabinett von den Getreidehändlern einen Verzicht auf den Aufkauf von Weizen über die Schaffung von künstlichen Hindernissen bei dessen Ausfuhr über die Häfen erreicht, erzählt man bei der Ukrainischen Agrarkonföderation. „Die Unternehmen melden, dass Gerste- und Maisfuhren die Häfen ohne Behinderung verlassen und beim Weizen ändert sie sich nicht. Acht Schiffe sitzen in den Häfen fest, unter ihnen sind jene, die positive Ergebnisse bei den Kontrollen des Zolls hatten“, erklärte man bei der Konföderation. Seit Ende Juli erlaubt der Zoll die Ausfuhr von Getreide erst nach der Durchführung zusätzlicher Expertisen für die Vorbeugung von Falschangaben der Exporteure über die Klasse des auszuführenden Weizens (siehe Ausgabe des “Kommersant-Ukraine“ vom 10. August). Den Daten der Konföderation nach, betrug der Gesamtexport an Getreide aus der Ukraine in den zwei Septemberwochen etwa 600.000 t gegenüber 2 Mio. t im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Die Situation in den Häfen wird sich bis zum Ende der Kommunalwahlen (finden am 31. Oktober statt) nicht ändern. Um eine Verteuerung der Lebensmittel nicht zuzulassen, wird man nicht nur den Export von Weizen, sondern auch von Mehl zurückhalten, teilte ein Informant des “Kommersant-Ukraine“ aus dem Agrarblock der Regierung mit. Vizepremier Wiktor Slauta äußerte ein weiteres Mal gegenüber dem “Kommersant-Ukraine“, dass es in der Ukraine keine künstlichen Hindernisse für den Weizenexport gibt: „Berücksichtigend, dass bereits 18 Mio. t (Weizen) geerntet wurden, kann man bis zum Ende des Vermarktungsjahres bis zu 5 Mio. t exportieren“. Doch wünschen die Getreidehändler, seinen Worten nach, selbst nicht Lebensmittelweizen zu kaufen: „Vor kurzem wurde beim Agrarministerium mit ihnen ein Treffen durchgeführt und sie versicherten, dass sie kein Interesse an Lebensmittelweizen haben“.

Lebensmittelweizen war die attraktivste Kultur für den Export, erzählt man bei den Exportunternehmen – Marktteilnehmer kauften ihn für 130 Dollar/t und derzeit kostete er auf dem Weltmarkt nicht weniger als 270-280 Dollar/t. Der Preis auf dem Binnenmarkt liegt unter etwa 200 Dollar/t. „Doch nach der Einführung der Einschränkungen bei Weizen für die Getreidehändler orientierten sich viele Unternehmen um auf den Kauf von Gerste und Mais, die in letzter Zeit ähnliche Preise wie Weizen haben“, sagt einer der Getreidehändler, der anonym bleiben wollte. Doch die aktuelle Erklärung der Regierung könnte davon zeugen, dass man jetzt von den Getreidehändlern auch die Einschränkung des Kaufs dieses Getreides fordert, meint der Direktor der Consultingagentur AAA, Sergej Naliwki, die Landwirte verlieren Einnahmen und werden daher gezwungen sein weniger Wintergetreide auszusäen.

(Quelle: http://www.ukraine-nachrichten.de/2717/regierung-weitet-inoffizielle-exportbeschr%C3%A4nkungen-getreide)

Richard Ebert
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Kasachstan liefert 1,5 Millionen Tonnen Weizen nach Russland

Agrarheute.com / AgE, Astana (29.09.10) - Kasachstan wird 1,5 Millionen Tonnen Brotweizen nach Russland liefern. Die russischen Teilrepubliken Tatarstan und Baschkortistan haben sich an die Regierung in Astana gewandt und um Lieferungen gebeten.

Ferner werde Georgien zwischen 300.000 Tonnen und 500.000 Tonnen Weizen aus Kasachstan beziehen, einen Teil davon als Mehl. Außerdem liefen derzeit Verhandlungen zwischen den Regierungen von Kasachstan und Jordanien über "reguläre kasachische Getreidelieferungen" in das vorderasiatische Königreich.

Derweil beklagte Kasachstans Landwirtschaftsminister Akylbek Kurischbajew erneut das Fehlen eines Zugangs zu einem Meereshafen. Die Schwarzmeerhäfen der Ukraine und Russlands seien nämlich nicht jederzeit zugänglich für kasachische Exporte, erklärte der Minister.

"Ernste Barriere" für kasachisches Getreide auf dem Weltmarkt

So hätten Russland und die Ukraine im Jahr 2009 nach ihren guten Getreideernten eine "sehr aktive Exportpolitik" betrieben, so dass ihre Schwarzmeerhäfen für kasachische Exporteure praktisch geschlossen gewesen seien. Auch deshalb seien im Wirtschaftsjahr 2009/10 rund 85 Prozent aller kasachischen Getreideexporte in die Staaten Zentralasiens und in die Länder der Kaspisee-Region gegangen, erklärte Kurischbajew.

Vorschlag zum Bau eines gemeinsamen Terminals vorgestellt

Unterdessen präsentierte der Vorsitzende des Komitees für Agrarfragen im kasachischen Parlament, Romin Madinov, Russland im Namen des Abgeordnetenhauses von Astana den Vorschlag zum Bau eines gemeinsamen Getreideterminals in der Fernostregion am Pazifik. Dieser solle über eine Kapazität von 200.000 Tonnen bis 300.000 Tonnen Getreide verfügen. Als Vorrausetzung für das gemeinsame Terminal nannte Madinov ermäßigte Eisenbahntarife Russlands für den Transport des Exportgetreides.

(Quelle: http://www.agrarheute.com/russlandweizen)

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