Weizen: Überdurchschnittlich hohe Ernte in Australien
Australien: Ernte soll im kommenden Wirtschaftsjahr überdurchschnittlich ausfallen
Von Dr. Detlef Römer
ZMP (02.07.07) - In der Juni-Schätzung veröffentlicht das australische Amt für wirtschaftliche Recherchen (ABARE) seine jüngsten Ernteprognosen für 2007/08. Aufgrund der besseren Vegetationsbedingungen - im zu Ende gehenden Wirtschaftsjahr wurde die australische Getreide-/Ölsaatenernte ja durch Dürre schwer geschädigt - und der größeren Anbauflächen bewegen sich die Ernteschätzungen für den kommenden Zeitraum nicht nur deutlich über dem Vorjahr, sondern auch teils deutlich über dem Fünfjahresdurchschnitt.
Allerdings wurden die erste Schätzung, besonders für Weizen, nach unten revidiert, denn in West-Australien könnte die Trockenheit doch zu größeren Ertragssausfällen führen als bislang angenommen. Gleichwohl bewegt sich die Ernteprognosen für Weizen mit 22,5 Millionen Tonnen noch über der jüngsten Schätzung des US-Landwirtschaftsministeriums von 22,1 Millionen Tonnen und deutlich über den 9,8 Millionen Tonnen aus dem Dürrejahr 2006.
Auch bei Gerste geht ABARE von einer spürbaren Erholung der Erträge aus, die zusammen mit einer Anbauflächenausdehnung um rund zehn Prozent in einer Produktionssteigerung um 5,3 Millionen Tonnen auf 9,05 Millionen Tonnen münden könnte.
Die Rapsernte wird sich 2007/08 mit geschätzten 1,4 (Vj.: 0,5) Millionen Tonnen voraussichtlich ebenfalls wieder dem Durchschnittswert der vergangenen Jahre annähern.
Erste Exportprognosen für Weizen bewegen sich bei 16,2 Millionen Tonnen, das wären 56 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Rapsausfuhren werden auf 0,91 Millionen Tonnen geschätzt, das entspräche einer Steigerung um das Dreieinhalbfache.
(Quelle: http://www.zmp.de/agrarmarkt/ackerbau/meldung_009.asp)