Weniger Schlachtschweine in Dänemark !
Der dänische Sauenbestand schrumpft. Am 1.Juli dieses Jahres wurden im Vergleich zum Vorjahr überraschenderweise 1,7 % weniger Sauen gezählt. Der Anteil deckfähiger Jungsauen ging sogar um 2,6 % zurück.
Der Dachverband der dänischen Schlachtereien "Danske Slagterier" geht deshalb davon aus, daß in den ersten vier Monaten des kommenden Jahres (2003) insgesamt 3,9 % weniger Schweine geschlachtet werden als in der gleichen Periode dieses Jahres.
Unter dem Strich sagen die Marktexperten ein Minus von 623.000 Schlachtungen voraus. Ob dieser Trend dauerhaft ist oder nur durch die derzeit schlechten Preise verursacht wird, muß sich jedoch erst noch zeigen.
Warten wir unsere deutschen Prognosen ab. Ich persönlich gehe auch bei unseren Viehzählungsergebnissen von rückläufigen Zahlen aus.
Gruß
Bernd D.
Auch bei uns sind die Anzahl der Schweine und der Betriebe rückläufig.
Quelle: http//ticker-grosstiere.animal-health-online.de/20020908-00000/
Daher scheinen die Terminkurse für das kommende Jahr unterbewertet zu sein.
Gruß
Bernd
Hier der korrekte Link:
Quelle : http://ticker-grosstiere.animal-health-online.de/20020908-00000/
Wenn bei uns die Anzahl der Betriebe rückläufig ist, heißt das noch lange nicht das weniger Schweine gehalten werden.
Laut einer Studie reichen in 20 bis 30 Jahren 1000 Sauenbetriebe mit etwa 1000 Sauen je Betrieb und 900 Mastbetriebe mit etwa 10.000 Plätzen je Betrieb aus um die Bundespepublik mit ausreichend Fleisch zu versorgen.
MfG
JBH
Hallo JBH,
wenn du Dir den Beitrag einmal richtig durchliest, wirst du feststellen, das die Anzahl "Schweine insgesamt" ebenfalls rückläufig sind.
Im Zeitalter der QS-Auditierung werden auch noch einige Schweinemäster ihre Produktion einstellen, da sie nicht mehr bereit sind, sich diesem zusätzlichen Aufwand zu stellen. Ferkelerzeuger, die keine entsprechenden Gruppengrößen am Markt anbieten können, werden aufgrund zu geringer Ferkelerlöse die Produktion einstellen.
M.f.G.
Bernd
Hallo
In dem Gutachten "Nachhaltige Sicherung des Veredlungsstandortes Westfalen-Lippe" der Stiftung Westfälische Landschaft wird festgestellt, daß
1. in Westfalen-Lippe von 1990 bis 1997 4,6% mehr Mastschweine standen
2. in Deutschland 5,4% weniger
3. zwei von drei Betrieben keinen Hofnachfolger haben
4. Betriebsgrößen entstehen, die mit 1,5 Arbeitskräften bewältigt werden können
5. Kostendegressionen ab 1500 Mastplätzen nur noch einen geringen Einfluß haben.
Fazit:
In Deutschland wird bei Fortschreibung der Trends die Anzahl der Schweine abnehmen, da die Bestandsgrößen nicht in den Himmel wachsen werden.