Zweierlei Maß
In den Fachzeitschriften, z.B. SUS kann man lesen, dass hauptsächlich westliche Investoren die Schweinehaltung in Russland in den letzten Jahren aufgebaut haben. Der größte ist Putins Freund Tönnies.
Sicherlich hochrentabel, da Russland kein Tierwohl kennt und so ziemlich alles erlaubt ist was bei uns längst verboten ist.
Jetzt gibt es aber seit der Krim Annektion doch ein Embargo des Westens gegenüber Russland.
Wir Bauern spüren das seit dem ersten Tag als wir den russischen Markt verloren haben.
Für unsere Technik unser Know how scheint das nicht zu gelten.
Auch andere Industriefirmen investieren munter jenseits des Ural.
Wenn es auch weh tut, ich trage die Sanktionen mit! Ich finde es aber zum kotzen wenn andere Milliarden verdienen dürfen.
Mfg
BB
Hallo,
ich kann Bauer Bernie nur zustimmen. Die Krux bei der Sache ist, dass wir nicht nach Russland liefern dürfen, die Russen aber demnächst den Weltmarkt beliefern könnten.
mfg
Bigpig
Hallo,
die deutschen Mäster werden, durch die immer höheren Auflagen und den dadurch folglich steigenden Kosten, weitere Marktanteile am Weltmarkt verlieren. Allein die Gülleproblematik stellt die Landwirtschaft vor großen Herausforderungen. Fläche ist begrenzt und rückläufig. Die Kosten pro erzeugter Einheit sind schwer zu kalkulieren. Da hat Russland große Vorteile. Dort ist das Futter, durch die enormen Ressourcen, günstiger, dazu kommen kaum vorhandene Auflagen usw.. Die Gülleproblematik gibt es dort nicht. Mein Fazit: Russland hat das Potenzial, durch Investoren aus dem Westen, einer der größten Player am Weltmarkt zu werden. Hier in Deutschland wird den Landwirten der Boden mehr und mehr unter den Füßen entzogen. Wie hat jemand, bei einer Bröring Veranstaltung vor einigen Jahren in Rheine, gesagt: Deutschland ist kein geeigneter Standort für die Veredelung.
mfg
Bigpig