Börsenbriefe: Die Formel für das schnelle Geld / Beispiel De Beira

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Börsenbriefe: Die Formel für das schnelle Geld

Von Christian Kirchner, Daniel Zwick

Handelsblatt (05.05.06) - Mehr als 100 Millionen Euro hat die Deutsche Bank mit den Zertifikaten nach der geheimen TSI-Formel eingesammelt. Inwieweit die Zeitschrift „Der Aktionär“ rund um ihren schillernden Verleger Bernd Förtsch davon profitiert, bleibt im Dunkeln.

Dies ist eine Geschichte über Geld. Und es ist eine Geschichte über Journalisten, die die Grenzen ihres Metiers sprengen und sich ganz wohl dabei fühlen.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.handelsblatt.com/pshb?fn=tt&sfn=go&id=1235853)

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"Focus"-Tipp im Doppelpack

von Markus Zydra und Claus Hecking, Frankfurt

Financial Times Deutschland, FTD (01.07.06) - Das Magazin "Focus" hat sich von seinem Finanzredakteur Christian Euler wegen seiner Doppeltätigkeit als "Focus"-Journalist und Herausgeber eines Börsenbriefs getrennt. Damit ändert das Blatt seine Linie gegenüber Interessensverquickungen von Redakteuren.

"Die Chefredaktion meinte, dass der Ruf des Blattes durch mich geschädigt werden könnte. Dann haben wir uns auf einen Auflösungsvertrag geeinigt", sagte Euler der FTD.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.ftd.de/boersen_maerkte/geldanlage/91310.html?nv=cd-rss-500)

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Ein Artikel, der morgen im "Spiegel" erscheinen wird; ist heute nur für Abonnenten abrufbar, wurde jedoch auch schon auf w:o gepostet:

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BaFin prüft Kursrallye nach "Focus"-Tipp

Die Aktie der De Beira Goldfields Ltd. sorgt bei vielen deutschen Anlegern für Panik. An der Frankfurter Börse legte der Wert der Minengesellschaft mit Hauptsitz in Nevada innerhalb von nur vier Wochen mehrere hundert Prozent zu - und stürzte dann vor knapp drei Wochen in die Tiefe. Vor wenigen Tagen setzte gar eine kanadische Börsenaufsicht den Handel mit De-Beira-Aktien aus. Vorstandsvorsitzender Klaus Eckhof und sein Partner hatten die dort vorgeschriebenen geologischen Reports nicht eingereicht.

Nun kümmert sich auch die deutsche Aufsichtsbehörde um die Zockeraffäre. Der Fall "blieb nicht unbemerkt", bestätigt eine Sprecherin der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), derzeit laufe eine erste Analyse. De Beiras Aufstieg funktionierte nach einem perfekten Drehbuch, glauben Insider. Bereits im Februar erzählte Eckhof dem damaligen "Focus"-Redakteur Christian Euler von seinem De-Beira-Projekt. In Vorbereitung einer beruflichen Auszeit kümmerte sich der Journalist schon zu diesem Zeitpunkt um den Aufbau seines Internet-Börsenbriefs "Blueskylevel" mit Firmensitz in Birmingham.

Noch in den Diensten des Münchner Magazins platzierte Euler am 15. Mai im redaktionellen Teil eine erste Empfehlung für De-Beira-Aktien, die er kurz darauf bei einem Kurs von rund zwei Euro pro Aktie auch ins private Depot buchte. Am 22. Mai legte er den Titel erstmals den Abonnenten seiner Anlegerpostille "Blueskylevel" ans Herz. Am Montag, dem 3. Juni, erschien in "Focus" ein mehrseitiger Artikel zum "glänzenden Comeback" von Gold - inklusive erneutem Lob für Eckhof und De Beira. Was "Focus"-Leser nicht erfuhren: Mitautor Euler fungierte gleichzeitig als Aktionär und Börsenbriefschreiber.

"Blueskylevel" und weitere Börsenbriefe wie "Bullvestor" und "Rohstoffraketen" bombardierten die Anleger mit Jubelmeldungen und Kaufempfehlungen. Der Preis stieg am 16. Juni auf über 14 Euro - um Stunden später auf 6 Euro abzustürzen. Noch einen Tag zuvor hatte Euler die Stimmung angeheizt: "Grenzen nach oben sind hierbei kaum gesetzt", bekamen seine Abonnenten zu lesen. Jetzt gibt es Gerüchte über Kursmanipulationen. Und Euler hat seinen Job bei "Focus" verloren. Mit Chefredakteur Uli Baur habe man sich "auf einen Aufhebungsvertrag geeinigt". Baur will zu "Mitarbeitern und Interna keine Stellung nehmen". Geologe Eckhof hat nach eigenen Angaben keine Aktien verkauft und glaubt, dass "der Kurs wieder steigen wird".

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Vorsicht - selbsternannte Börsen-„Experten”

Frankfurter Allgemeine Zeitung (02.01.06) - 02. Januar 2006 Kennen sie den Unterschied zwischen einem Bäcker und einem „Experten”? Ganz einfach, will man sich Bäcker nennen, muß man eine solide Ausbildung vorweisen können. „Experte” dagegen kann jeder werden, der halbwegs vernünftig mit der deutschen Sprache umgehen kann. Der Begriff ist nicht geschützt.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.faz.net/s/Rub48D1CBFB8D984684AF5F46CE28AC585D/Doc~EA3C9D109F1054DA7B6D3B330723D5F1E~ATpl~Ecommon~Sspezial.html)

(bitte beachten: Beitrag wurde vor 6 Monaten geschrieben)

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Vorsicht Falle - wie Börsenbriefe Kurse machen

Börse ARD (03.07.06) - Reich werden mit Newslettern? Klar, wer will das nicht. Doch der Fall De Beira Goldfields zeigt: Es ist Vorsicht angesagt. Schon ein Blick in die so genannten Disclaimer zeigt mögliche Interessenkonflikte auf. Die Disclaimer sind also auf jeden Fall Pflichtlektüre.

So heißt es etwa im Haftungsausschluss des Newsletters "HotStock-Kurier": "Die auf den Webseiten und den Newslettern vom HotStock-Kurier veröffentlichten Interviews und Informationen zu Wertpapieren und Unternehmen werden grundsätzlich von den jeweiligen Unternehmen vergütet. Nach dem geltenden Recht liegt hier ein Interessenkonflikt vor, auf den wir sie hiermit ausdrücklich hinweisen wollen. Aber auch wenn unsere Informationen und Analysen nicht unabhängig sind, sind sie dennoch von strengen fachmännischen Qualitätskriterien geprägt."

Bis zur Lektüre des "Kleingedruckten" scheinen die meisten Anleger allerdings gar nicht erst zu kommen. Das Spiel mit der Psychologie hebelt den gesunden Menschenverstand aus. Oft genug glaubt man sich in den Wilden Westen versetzt. Kein Wunder, denn oftmals rücken „Gold-Werte“ in den Fokus dieser Briefe. Die weltweiten Rohstoff-Vorkommen stoßen auf Engpässe – was also spricht gegen eine Investition in Öl- oder Goldaktien? Wer will schon "einmalige Chancen" verpassen, zumal dann, wenn "gewaltige News" anstehen?

Spiel mit der Anleger-Fantasie

Unter Verweis auf grenzenlose Wachstumsperspektiven wird arglosen Anlegern der Kauf nahezu unbekannter Explorationsunternehmen nahegelegt: California Oil & Gas, De Beira Goldfields, Cascade Energy, Texola Energy, Aurora Gold, Barnabus Energy, um nur einige dieser Titel zu nennen. Dass die meisten dieser Unternehmen keine nennenswerten Erlöse erwirtschaften und zudem oft über eine schwache Kapitalausstattung verfügen, interessiert die Autoren kaum. Im Gegenteil: Die Tatsache, dass sich das Geschäft der besprochenen Unternehmen gerade erst entwickelt, soll den Tippgebern zufolge die Grundlage für astronomische Aktiengewinne abgeben.

So verspricht der "HotStock Kurier" vollmundig, dass die Öl-und Gasprojekte der Texola Energy Corp. "allesamt potentielle Weltklasseresourcen" seien. Der Newsletter "Finanzen und Börse" leitet seinerseits eine Empfehlung der britischen Transatlantic Capital per E-Mail weiter. Angepriesen wird darin der Penny-Stock Cascade Energy, der in der kanadischen Provinz Alberta nach Gasvorkommen sucht. Mit diesem Wert könne der Anleger an den "exzellenten Aussichten des Rohstoffsektors" partizipieren, heißt es. Dass es mit dem Papier unlängst steil abwärts ging, wird zugleich als Kurschance umgedeutet: "Die Aktie hat nach massivem Kurseinbruch nun enormes Aufwärtspotenzial."

Aufmerksamen Beobachtern der Börsenbrief-Szene ist nicht entgangen, dass sich Newsletter wie Bullinvestor, Börsenspion, Commodity Stock Investor, Blue Sky Level, Markus Frick und Rohstoffraketen mitunter sogar gegenseitig zitieren. Einige senden bis zu drei Mal die Woche Updates ihrer Empfehlungen per E-Mail. Anleger werden mit Tipps also förmlich torpediert.

De Beira und California Oil & Gas

Die oben angeführten "Interessenkonflikte" lagen offensichtlich auch im Falle der Spekulationen in Aktien von De Beira Goldfields und California Oil & Gas vor. Im Mittelpunkt steht hier der Börsenbrief "Blue Sky-Level" und sein Redakteur Christian Euler. Besonders brisant: Erst kürzlich hat sich das Magazin "Focus", für das Euler ebenfalls schrieb, von seinem Finanzredakteur getrennt.

Der Fall der Minengesellschaft De Beira verlief nach Ansicht von Experten nach einem perfekten Drehbuch: Mehrere hundert Prozent stieg die Aktie des Goldsuchers mit Sitz in Nevada, dann kam der jähe Absturz. Viele deutsche Anleger, die den Börsenbrief-Empfehlungen folgten, sitzen jetzt auf massiven Verlusten. Mitte Mai dieses Jahres empfahl Euler im "Focus" die Aktie. Eine Woche danach erfolgte der Tipp in seinem Börsenbrief "Blue Sky-Level", den er über die britische Firma Grosvenor verschickt. Anfang Juni erschien dann im "Focus" ein mehrseitiger Artikel zu den angeblich glänzenden Aussichten von Gold-Investments – wiederum fiel der Name De Beira. Nur eines erfuhren die Leser des Münchener Magazins nicht: dass der Autor des Artikels die Aktie zugleich in seinem Börsenbrief empfahl.

Einen ähnlichen Interessenkonflikt gab es offenbar auch bei der Rohstoff-Aktie California Oil & Gas: Am 26. April empfahl Euler in "Blue Sky-Level" das Papier zum Kauf. Noch am selben Tag stufte "Focus-Money" das Papier als "Kursverdoppler" ein.

Gerüchten über Kursmanipulationen trat Euler entgegen. Er bestreitet einen Insiderhandel. Im Rahmen einer routinemäßigen Untersuchung schaut sich die BaFin zur Zeit den Handel in Aktien von De Beira an. Eine förmliche Ermittlung wurde bislang nicht eingeleitet, hieß es auf Anfrage. Ohnedies verliefen Ermittlungen der Börsenpolizei in der Vergangenheit oft im Sande.

(Autor: tf / Quelle: http://boerse.ard.de/content.jsp?go=meldung&key=dokument_172536)

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De Beira: "Man kann Kurse ja gar nicht so manipulieren"

von Oliver Grimm

Die Presse, Salzburg (05.07.06) - Riskante Aktien. Was eine kleine PR-Agentur aus Salzburg mit der mysteriösen Goldsuchfirma De Beira zu tun hat.

Pascal Geraths bringt nichts so schnell aus der Ruhe. Auch nicht die Untersuchung, welche die deutsche Finanzaufsicht Bafin rund um mögliche Kursmanipulationen der Aktien der Goldsuch-Firma De Beira Goldfields eingeleitet hat ("Die Presse" berichtete).

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=e&ressort=eo&id=569597)

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De Beira / Öffentliche Schlammschlacht: Kasperletheater um Empfehlung von Börsenbriefen

Aktien-blog (08.08.06) - Nachdem sich Armin Brack vom “Geldanlage Report” kritisch über den Werdegang der Aktie von De Beira Goldfields geäußert hatte (Aktien-Blog berichtete), schlägt nun Helmut Pollinger, Herausgeber des mehrmals täglich erscheinenden “Börseninformationsdienstes” Bullvestor, in einer offenen eMail mit dem Titel “Fauliges Brackwasser!” zurück:

“Haben Sie ein Kind, dass eine Lernschwäche hat? Haben Sie Angst über den weiteren beruflichen Werdegang! Keine Angst, denn mit diesen schlechten Voraussetzungen kann man in Deutschland jederzeit einen Börsenbrief herausgeben!”

Obwohl mitten im Glashaus sitzend, feuert Pollinger aus allen Rohren und eröffnet seinen offenen Brief standesgemäß. Weiterhin wirft Pollinger Brack vor, seine Kritik nicht selbst recherchiert, sondern einen Artikel aus der “Vancouver Sun” nahezu wörtlich übersetzt zu haben. Darüber hinaus erwähnt er, dass die Pleiten der De-Beira-Vorstände Eckhof und Gillard in Zeiten des Dot-Com-Hypes nur eine unter vielen gewesen seien. Hier hat Pollinger zwar recht, jedoch macht es einen merkwürdigen Eindruck, wenn vermeintliche Internet-Cracks gleichzeitig auch noch Star-Geologen sind - solch geballte Kompetenz kann und sollte hinterfragt werden. Die von Brack kritisierten fehlenden Ausweisungen der Rohstoffvorkommen nach dem NI43-101-Standard müssen selbstverständlich nicht bedeuten, dass besagte Liegenschaft über keinerlei Rohstoffe verfügt. Pollinger führt hier an, dass auch andere Unternehmen in der Vergangenheit ihre Resourcen nicht nach diesem Standard ausgewiesen hätten. Dies muss also kein Problem darstellen, wohl aber erweitern die nicht erfüllten Standards die Liste der Ungereimtheiten rund um De Beira Goldfields.

Pollinger geht mit seinen Aussagen deutlich zu weit. Er bezeichnet anerkannte Journalisten öffentlich als “eher erfolglos” und lässt es im Gegenzug vermissen, in seiner eMail alle Hintergründe bezüglich De Beira Goldfields sachlich und stringent darzulegen. Stattdessen poltert Pollinger drauflos. Bereits in der Vergangenheit hatte Pollinger Benutzer von Anleger-Foren öffentlich diffamiert, indem er in seinem Newsletter behauptete, diese Benutzer seien bereits wegen Kursmanipulationen vorbestraft.

Inwieweit Rechtsnormen wie der Persönlichkeitsschutz auch für Pseudonyme im Internet gelten, sei einmal dahingestellt. In jedem Fall muss es objektiven Beobachtern erlaubt sein, in diesem Zusammenhang von schlechtem Stil zu sprechen. Im Gegensatz zum Artikel von Brack, welcher sich ausschließlich mit dem Unternehmen De Beira Goldfields befasste, wird Pollinger persönlich. Derartige Entgleisungen vertragen sich nicht mit seriöser Berichterstattung.

(Quelle: http://aktien-blog.com/bullvestor-geldanlage-report-brack-pollinger.html)

Chagall's picture
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@ Richard Ebert [#1]

Aufgrund der story habe ich mir den Chart mal angesehen und dann den Tag des Kursgipfels (15.6.) auf 5-Min.-Basis herausvergrößert (USA, Zeiten MEZ). Um 19.25 Uhr ging es los. Da war ja der Gewinn auch "auskömmlich" ...

Chagall

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5-Min.

zeno's picture
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@ Chagall [#9]

Interessanter ist eigentlich der Kurs in Frankfurt.

Am Tag des Absturzes (nach dem Split) hat der Frankfurter Makler über einen längeren Zeitraum nur runtergetaxt. Es gab aber keine Ausführungen.

zeno's picture
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Hier ist es. Man beachte die Lücke im Volumen am Vormitag.

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