Das Problem sind die Schuldenberge

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@ gautama2 [#11]

BIP ist nun einmal das statische Maß für die

wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft innerhalb eines
bestimmten Zeitrahmens.

Es ist halt mal so definiert und wird als grösse herangezogen.

Über den Sinn und Zweck und die Richtigkeit so mancher Wirtschaftszahlen
habe ich schon lange aufgehört mir da gedanken zu machen.

Wenn Du einen schönen Abend verbringen willst kannst ja mal in die Feinheiten des BIP vorstossen und dir einen Wolf lesen und anschliessend
ein Bier trinken um den ganzen Käse wegzuspülen.

Schau, die Statistiker erklären mir seit Jahren das sich die EZB an die von ihr vorgegebene Inflationsrate von 2 Prozent hält.
Dafür lassen die sich auch feiern. Nur Du und Ich und alle normalen Menschen auf der Strasse wissen das dies Scheissdreck ist.

Da spar ich mir dann auch jede weitere Diskussion wie denn das alles errechnet wird und mit welchen Zauberstab die Eurostat hier tätig war.

Ich nehms zur Kenntnis und auch mehr nicht.

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@ benedikt54 [#12]

"Entscheidend sind nicht die absoluten Zahlen, sondern die Schuldenquote.
Das heisst Schulden im Verhältnis zum BIP."

Du schreibst, dass diese Zahl entscheidend ist. Das hat mich halt gewundert. Runterspülen find ich auch gut.

Wenn man das hier liest, dann wird klar, dass die Wirtschaftler alle einen an der Waffel haben.
http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/:top-oekonomen-was-die-usa-unter-fiskalkonservativ-verstehen/70085636.html

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@ gautama2 [#13]

Es ging ja darum das ich die schulden nicht nur isoliert betrachten darf,
sondern auch den vermeintlichen Gegenwert.

Was man nun da hernimmt oder wie man das Bewertet ist ja wieder ein anderes Thema.

Nur entscheidend ist, der Schuldsaldo sagt nichts über die eigentliche Verschuldung aus.

So hat uns ja auch die Eurostat erklärt das Schulden nicht gleich Defizit ist.

Sollte ein Land Mittel aus dem ESM beziehen, so sind das keine Schulden, sondern einmalige Vorgänge, die zwar die Schuldenquote eines Landes erhöhen aber nicht deren Defizite.

Das ist das was ich ja gemeint habe mit Bilanzwahrheit und Klarheit.

Das ganze ist ein Haufen Mist der uns da jeden Tag verkauft wird und wir , also nicht wir, sondern der Rest schluckt den Mist täglich ohne zu fragen was er da eigentlich konsumiert.

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@ benedikt54 [#10]

Bilanzen und G+V sind ja auf dem Vorsichtprinzip aufgebaut gewesen. Dafür nur einmal im Jahr. zu erstellen. Da finde ichs besser kurzfristig Quartalsbilanzen mit den Möglichkeiten der Zuschreibung zu lesen. Schummeln konnte man auch früher , weil Bilanzen kaum strukturiert sein mussten. So gut wars in der alten Zeit auch nicht, meint SPOMI

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@ SPOMI [#15]

Also sowas wie Enron hätte es nicht gegeben

Zweckgesellschaft ausgliederen die nicht in Bilanzen erscheinen müssen usw.

Klar gabs auch immer die Möglichkeiten zu tricksen, aber erst seit man in den 80er Jahren den

Accounting Information Standart eingeführt hat und auch den deutschen Unternehmen die Möglichkeit gegeben hat zu wählen ist doch die Kacke erst losgegangen.

Bilanzen sollten die Wahrheit zeigen, nur mittlerweile sind sie die Spielwiese kreativer Verschleierungstaktiken geworden die kein Schwein mehr durchblickt.

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@ gautama2 [#8]
Ich frage mich warum Schulden bezogen auf das BIP eigentlich eine Rolle spielen sollen.
Wichtig ist doch die Liquidität, die die Schulden bedienen soll

Klar sind die Steuereinnahmen entscheidender. Aus denen müssen die Schulden zurückgezahlt werden. Aber die Steuereinnahmen schwanken viel stärker als das BIP. Und grundsätzlich richtet sich die Höhe dieser Einnahmen an der Höhe des BIP.
Das wird von Staat zu Staat unterschiedlich sein. Der eine wird historisch prozentual mehr Steuereinnahmen aus dem BIP ziehen, als der andere Staat. Auf der anderen Seite werden dann auch höhere Ausgaben gegenüberstehen.

Ergo: ich halte mich der Einfachheit halber ans BIP. So ähnlich wie die Value-Anleger, die eher auf das KBV und das KUV gehen, als auf das KGV.

@ Richard Ebert [#5]
Die Zahlen zu den gegenüberstehenden Vermögen, siehe http://www.usdebtclock.org :

"Small business assets": 7,4 Bio. USD
"Corporation assets": 17,6 Bio USD
"Household assets": 67,9 Bio USD
"Total national assets" (Die Summe): 92,9 Bio. USD
"Assets per citizen": 295.676 USD

Demgegenüber "US unfundet liabilities": 120,5 Bio USD

Das sind keine Zahlen, die Mut machen.

Sicher steht jeder Forderung jemand gegenüber, der daraus noch eine Zahlung erwartet und das als Guthaben verbucht.
Aber jede Schuld soll irgendwann einmal zurückgezahlt werden. Je mehr Menschen hohe Schulden haben, desto mehr fallen in Zukunft zumindest teilweise als Konsument aus. Und das werden die Zahlungsempfänger im Zweifel nicht ausgleichen.

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Auch wenn ich mich wiederhole, beim betrachten der Defizitzahlen , auf was immer bezogen, sollte man folgendes nicht ignorieren:

1) die Zahlen der USA stehen für Ei Imperium, dass auch nach Irak- und Afganistanaktivitaeten immer noch mit 20 - 40 k Soldaten nebst modernem unbemannten kapfrobottern überall auf der Welt eingreifen kann, was hat der Rest insbesondere die EU da gegen zu setzten? Papiertiger!

2) die USA sind netto Gasexpoteure! und werden durch unkonventionellste Oel auch bald kaum noch Erdöl importieren. man sieht es doch schon an den unterschiedlichen Notierungen für Nordseeöl und Us-Oel. dieser Unterschied ist wohl nicht mehr durch den Qualitaetsunterschie (Schwefelgehalt Usw.) begründet.

3) die Staatsquete /Steuerlast ist wesentlich niedriger als bei uns

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@ rodeonrwdeo [#18]

Das würde für einen steigenden USD sprechen.

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@rodeo

Das kann sich auch schnell wieder umdrehen, das Problem bei Frackingbohrungen ist der hohe Abfall der Produktion (depletion rate) schon nach kurzer Zeit. Nach 1 Jahr muss nachgefrackt werden, nach 5 Jahren ist das Loch nicht mehr profitabel zu betreiben. Hier z.B. zu sehen am Beispiel einer oil fracking Bohrung:

http://www.peak-oil.com/wp-content/uploads/2012/07/overestimated_bakken_well_production.jpg

Diese steile Abfall ist bei einer gas fracking Bohrung analog.

Aktuell sieht man bei hugher badges (Größter Vermieter/Lieferant von Öl- und Erdgasbohrequipment) unter der rig counts statistik auch eine Verlagerung der Bohrtürme von Erdgas (Grund dafür ist der niedrige HenryHub Natural Gas Future) hin zu Erdöl (vorallem zur Bakken Formation in North Dakota,Montana und Wyoming)

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@ StoxxDude [#20]

bedeutet Ihre Aussage, dass die zur Zeit genannten Reserven für Schiefer-Gas und -Öl nicht zu realisieren sein werden? Gibt es dafür belastbare Quellen?

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