Das Problem sind die Schuldenberge

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Ausufernde Staatsschulden führen zu keiner Geldentwertung.

Wo ist denn die Geldentwertung?, Wo ist denn die Inflation,? Was haben denn die 60 Mrd monatlich von Seiten der EZB bewirkt? 

Solange die Gelder innerhalb des EZB Kreislaufs bleiben und nicht in Giralgeld konvertiert werden, solange gibt es keine Inflation.

Und Inflation gibt es nur wenn die Löhne, sprich die Kaufkraft steigen und das ist nicht der Fall und wird um jeden Preis vermieden.

Ich weis nicht wie oft ich das jetzt schon geschrieben habe, aber keinerlei Antwort erhalten habe. Vermutlich weil es nicht gelesen wird, oder offenbar nicht verstanden  und weil es nichts ins Weltbild passt.

Typische Beispiel Japan. Die Anzahl der QE Programme sind seit den 90er Jahre nicht mehr zu zählen und die Staatsverschuldung liegt bei 220 Prozent des BIP und trotzdem haben die massive Deflation und kaum Wachstum.

Warum ist das so?

Ein Blick auf die Lohnentwicklung reicht. Das ist eine Flatline. 

Das die Staaten natürlich weiter gern niedrige Zinsen haben wollen um Ihren Scheiss günstig finanzieren zu können und nicht mit höheren Steuern an das wohlhabende Schmarztertum angehen zu müssen ist ja klar. Also geht es weiter wie gehabt. 

Auf keinen Fall Inflationsfördernde massnahmen , sprich keine höheren Löhne  und alles weiter fördern was höhere Löhne verhindert.

Im Gegenteil, jetzt fordert man Frankreich ins gleiche Horn zu blasen und die tun das auch. Nur ob die sich das so klaglos gefallen lassen wie wir glaube ich nicht.

 

 

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Guten Abend Benedikt.

Doch. Es wurde gelesen. Ich gebe Dir meine persönliche Antwort darauf. Meine neutrale Meinung.

Vergleichen wir es einmal ganz abstrakt mit dem Preissystem der DDR.

Die Preise für Mieten, Bücher, Grundlebensmittel, Bekleidung, Transport, Dienstleistungen etc. blieben jahrzehntelang stabil. Die monatlichen Löhne und Gehälter drehten sich bei der Mehrzahl der Bevölkerung auch "stabil" um die 1000 Mark der DDR. Selbstredend funktionierte das Preissystem auch, allerdings "staatlich subventioniert". Das "versteckte" Schuldenkonto, über welches diese Subventionierungen finanziert wurden, wuchs allerdings immerweiter. Die schreckliche Wahrheit, dass die DDR wirtschaftlich ruiniert bzw. bankrott war zeigte sich dann nach der Wende 1989/1990.

Das an dem Preissystem etwas nicht stimmte merkte man, wenn man "spezielle" Waren und Dienstleistungen nachfragte. Kaffee, Farbfernseher, Autos, Reisen in das Ausland etc. Da waren schnell einmal einige Monatsgehälter zu zahlen.

Die Rechnung kam allerdings nach der Wende, als man merkte, dass ein Monatslohn nicht mehr wert als 200-300 DEM war. Die grosszügige Umstellung der Mark der DDR auf DEM -damals von Bundeskanzler Kohl trotz der Ablehnung von Bundesbankpräsident Pöhl durchgesetzt- war nötig gewesen um Proteste der Bevölkerung zu vermeiden.

Wie gesagt, ein abstrakter Vergleich zu der heutigen Praxis der Zentralbanken, die Zinsen zu subventionieren und auf diesem niedrigen Level zu halten. Allerdings ist dieser Zustand nicht ewig zu halten. Irgendwann wird (!) die Rechnung präsentiert und bezahlt werden müssen. Guten zehn Jahre sind schoneinmal um...wielange so eine "kostspielige" Praxis durchgehalten werden kann ?.....schaun wir einmal in die Vergangenheit. Ähnliche Konstellationen hielten nicht solange durch...

Höhere Lohnabschlüsse - kommen meines Erachtens noch.....

Dein Beispiel Japan sollte man separat betrachten. Vergessen wir nicht, dass Japan der wichtigste globale Finanzier war bzw. ist.

Bis bald. Viele Grüsse.

 

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ich lese mir gerne die volkswirtschaftlichen Einschätzungen durch und habe nach soviel Beiträgen schon mitbekommen, dass benedict das Lohngefüge als entscheidend für Inflation hält. ich denke wir haben so starke Recessionstendenzen durch Abwanderung oder Auslagerung vieler Wirtschaftszweige, dass genau dieser Effekt eine Inflation in Zaum hält. da spielt natürlich das ausländische Lohniveau als Kostensenker eine Rolle. in einer abgeschotteten Volkswirtschaft, die keine Auslagerungen vornimmt, würde sehr wohl Inflation herrschen, meint SPOMI.

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PBOC's Zhou Warns Of "Sudden,
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PBOC's Zhou Warns Of "Sudden, Complex, Hidden, Contagious, Hazardous" Risks In Global Markets

http://www.zerohedge.com/sites/default/files/images/user3303/imageroot/2...

In der Grafik sieht man, dass ab irgendeinem Schuldenstand, im Verhältnis zum BIP, Schluss zu sein scheint --> Krise

Obwohl den Schulden an anderer Stelle Guthaben gegenüber stehen. Aber - wenn ein guter Teil der Bevölkerung verschuldet ist, fällt der als Nachfrager aus. Das gleichen die mit den Guthaben nicht aus. Die werden nicht in den Kaufhof gehen und x mal denselben Kram in die Einkaufstüte stecken.

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zorrie
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zorrie

Obwohl den Schulden an anderer Stelle Guthaben gegenüber stehen. Aber - wenn ein guter Teil der Bevölkerung verschuldet ist, fällt der als Nachfrager aus. Das gleichen die mit den Guthaben nicht aus. Die werden nicht in den Kaufhof gehen und x mal denselben Kram in die Einkaufstüte stecken.

Genauso ist es. Die Superreichen geben lieber   450 MIo Euro für ein Gemälde aus. Das hängt dann im Keller eines russischen Oligarchen während viele seiner Mitbürger im Winter Russlands frieren.

Das gleiche Problem ergibt sich bei uns, in London usw.   Das Geld treibt abstruse Wertsteigerungen vor sich her, wie eben Kunst, Immobilien in Spitzenlagen usw.

Irgendwann wird es das zerlegen, und es trifft keine falschen, allerdings können Superreiche sich Global bewegen was der kleine Mann nicht kann.

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