John Paulson: Der Trade des Jahrhunderts

63 Beiträge / 0 neu
Bild des Benutzers zorrie
Offline
Zuletzt aktiv: vor 2 Stunden 54 Minuten
John Paulson: Der Trade des Jahrhunderts
0

@ hardworker [#10]

"Lotto ist nur Dusel. Und sonst nichts."

Stimmt nicht ganz.

Wenn man gewinnt, sollte man auch viel gewinnen. Also die häufig getippten Zahlten-/Kombinationen vermeiden.

Bild des Benutzers hardworker
Offline
Zuletzt aktiv: vor Nie
John Paulson: Der Trade des Jahrhunderts
0

@ zorrie [#12]

Ohne extremen Dusel (über 4 Richtige) wirst Du auch mit gut gewählten Zahlen nicht reich.

MfG

hw

Bild des Benutzers JRM
Offline
Zuletzt aktiv: vor Nie
John Paulson: Der Trade des Jahrhunderts
0

Lassen wir doch Lotto Lotto sein. Nochmal John "in his own words":

mm: Sie sagten einmal, Sie hätten nie zuvor in Ihrem Leben eine Anlagemöglichkeit mit derart limitiertem Risiko und gleichzeitig nahezu unbegrenzten Chancen gesehen. Können Sie das erklären?

Paulson: Stellen Sie sich vor, Sie bauen eine Short-Position in Anleihen auf, spekulieren also darauf, dass deren Kurse fallen. Ihr Risiko ist dann, dass die Kurse während der Laufzeit steigen, denn dann machen Sie mit einer Short-Position Verluste. Nehmen wir weiter an, dass die Anleihen zum Zeitpunkt der Investition ungefähr bei ihrem Nominalwert, also 100 Prozent, notieren. Das war bei den Subprime-Papieren der Fall. Die Bonds hatten eine Laufzeit von drei Jahren, nach deren Ablauf sie zu 100 Prozent zurückgezahlt werden sollten. Das bedeutete, dass der Kurs der Bonds am Ende gar nicht über 100 steigen konnte. Unser Risiko beschränkte sich also selbst im Worst Case auf Zinskosten, die Sie als Inhaber einer Short-Position immer in Kauf nehmen müssen. Das war aber gerade mal ein Prozent pro Jahr auf das eingesetzte Kapital.

mm: Und die Chancen?

Paulson: Wenn der Kurs von 100 auf 50 fällt, haben Sie 50 Cent gewonnen - minus einen Cent für die Zinsen. Wir wussten: Es gab wenig zu verlieren, aber sehr viel Geld zu gewinnen.

Quelle: http://www.manager-magazin.de/magazin/artikel/0,2828,druck-562434,00.html

Bild des Benutzers autokor
Offline
Zuletzt aktiv: vor Nie
John Paulson: Der Trade des Jahrhunderts
0

@ JRM [#14]

Die Logik ist in etwa so wie wenn ich für 10 % meines Geldes eine Aktie kaufe und behaupte mein Upsidepotential ist unbegrenzt . Downside habe ich aber nur 10 % zu verlieren . Und danach freue ich mich über das unglaubliche Chance/risiko Verhältnis. Das klingt so naiv dass ich auch zur Lottonummer tendiere .Oder er wusste doch was er macht und möchte es möglichst bildhaft vermitteln.
Hm

Grüsse

Bild des Benutzers JRM
Offline
Zuletzt aktiv: vor Nie
John Paulson: Der Trade des Jahrhunderts
0

@ autokor [#15]

Ich bin etwas überrascht (als Laie), das scheinbar die Strategie, egal wie oft sie erklärt wird, nur unzureichend verstanden wird.

Dein Beispiel ist nämlich gar nicht zutreffend bzw. passend.

Paulson hatte ca 2% Downside, bei 100% Kapitaleinsatz! Und eben Upsidepotential, das deutlich höher war.

Bild des Benutzers autokor
Offline
Zuletzt aktiv: vor Nie
John Paulson: Der Trade des Jahrhunderts
0

@ JRM [#16]

Angenommen Daimler gibt eine Anleihe raus . Der Spread liegt bei 1 % gegenüber Bund ( vergleichbar mit der Beschreibung) Laufzeit 3 Jahre . Nominalwert 100 .
Stell Dir vor Du würdest die Anleihe shorten oder den cds . Dann wäre Dein maximaler Verlust ja ebenfalls lediglich bei 3 % ( 3 *1%) während Du im Falle eines Defaults sehr viel höheres Gewinnpotential hättest.

Klingt gut ist aber eine Milchmädchenrechnung . Die Wahrscheinlichkeit 3 % zu verlieren ist nämlich um ein Vielfaches höher als der Default. Um wieviel höher das preist der Markt genau über den Spread ein. Den Spread jetzt einfach als zu billig oder teuer einzuschätzen ist genauso schwierig wie eine Aktie als zu billig /teuer einzustufen.

Grüsse

Das ist in etwa so wie wenn Du mit 10 Euro ins Casino gehst . 1 Euro auf eine Zahl setzt und dann sagst wie clever das war weil du konntest ja nur 10 % verlieren aber dein Gewinnpotential lag bei über 200 %

Bild des Benutzers autokor
Offline
Zuletzt aktiv: vor Nie
John Paulson: Der Trade des Jahrhunderts
0

@ autokor [#17]

Als kleiner Nachtrag noch folgendes.

In gewisser Weise war das Investment schon clever. Und zwar war erkennbar dass der Spread aufgrund der regulatorischen Unzulänglichkeiten die ja final zur Finanzkrise führten vermutlich niedriger war als "fair". Sofern das ganze als Arbitrage der Regulierungsunzulänglichkeiten gesehen wurde ist das schon clever. Aber da stehen die Wetten leicht zu Deinen Gunsten verschoben und nicht wie der Artikel weiss machen will als supertolles Chancerisikosuperduperding.

Grüsse

Bild des Benutzers JRM
Offline
Zuletzt aktiv: vor Nie
John Paulson: Der Trade des Jahrhunderts
0

@ autokor [#18]

Ja, natürlich war Ausgangspunkt der Wette, das eben das Risiko schlichtweg nicht eingepreist war.

Und seiner Analyse folgend, die wir leider nicht ins letzte Detail kennen, war es ein
"supertolles Chancerisikosuperduperding".

Das das nicht allgemein der Fall ist, stand ja nie zur Debatte.

Bild des Benutzers JRM
Offline
Zuletzt aktiv: vor Nie
John Paulson: Der Trade des Jahrhunderts
0

Neues vom Meister:

John Paulson, the hedge-fund manager who bet against the U.S. housing market before its collapse, doubled his stake in Cadbury Plc the day Kraft Foods Inc. declined to increase its takeover bid.

New York-based Paulson & Co. yesterday bought almost 14.8 million Cadbury shares at an average price of 759.59 pence, according to a filing today, boosting his stake to 2.1 percent, or 28.5 million shares. That implies a price of 112 million pounds ($187 million) for yesterday’s purchase. The filing didn’t say when he bought his previous holding.

Kraft made a formal bid for Cadbury yesterday with the same mix of cash and stock as its original unsolicited approach two months ago, disappointing investors who hoped for an increased offer and prompting the U.K. maker of Dairy Milk chocolate to call the proposal “derisory.” The bid, originally worth 745 pence a share, has fallen to about 717 pence, or 10.2 billion pounds, as Kraft’s shares have declined.

Cadbury’s shares, which closed at 763 pence today, had traded above 800 pence at the beginning of October amid speculation Kraft would make a higher formal bid or counterbidders would be drawn into a takeover battle.

Other long-term investors and hedge funds doing takeover arbitrage have lost money on some of their Cadbury investments. Eric Mindich’s Eton Park Capital continued buying Cadbury shares in September at levels above 800 pence. Franklin Resources Inc., which has become the largest Cadbury shareholder since Kraft disclosed its approach, continued to build its stake at levels above 790 pence.

Martin Deboo, an analyst at Investec Securities in London, yesterday said Kraft likely plans a “long and patient siege” and will raise its bid eventually.

Quelle: http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=newsarchive&sid=a7Z_AyfY4q2g

Bild des Benutzers zentrader
Offline
Zuletzt aktiv: vor Nie
John Paulson: Der Trade des Jahrhunderts
0

Da bin ich jetzt aber beruhigt, dass Herrn Paulson's "crystal ball" auch nicht immer funktioniert:

http://www.manager-magazin.de/finanzen/artikel/0,2828,769640,00.html

Sportliche Gruesse,
zentrader

Seiten

Zurück zu Forum