Markus Frick Finanzseminar - Pennystockraketen fürs Volk

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Richard Ebert's picture
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Markus Frick Finanzseminar - Pennystockraketen fürs Volk

In diesem Beitrag geht es nicht wirklich um Markus Frick, sein Name steht nur als Beispiel für eine Reihe von Aktienpromotern.

Financial Times Deutschland leistet erfreulicherweise Aufklärungsarbeit. Heute auf w:o entdeckt:

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Agenda Lockangebot

FTD (13.02.06) - Als Markus Frick die Stimme hebt, zücken seine Jünger erwartungsvoll die Stifte. " Bei ONA steht ein Indonesien-Deal an, die Aktie wird weiter steigen" , ruft der Investmentberater in den rappelvollen Saal des Bielefelder Tagungszentrums Bethel.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: Financial Times Deutschland, http://www.ftd.de)

JRM's picture
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Markus Frick Finanzseminar - Pennystockraketen für...

" Das ist eine Klitsche" , sagt von Korff über seine eigene Firma...
endlich mal ein legaler Insider-Tip:))).

Von Klopfenstein's picture
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Markus Frick Finanzseminar - Pennystockraketen für...

Kaufe niemals die Publikumslieblinge!!!!!!!!!!!!!!

Ich würde aber trotzdem nicht alle Börsenbriefe in einen Topf werfen. Und dumm sind diese Leute auch nicht. Bei den Branchen sollte man sich doch prozyklisch verhalten? Im Moment weisen Energie und Rohstoffe das stärkste RSI auf, also investiere ich prozyklisch in einen Energie- und Rohstoffwert? (Abgeshen mal von der Überhitzung, das ist ein anderes Problem).

Es gibt ja auch seriösere Briefe, Zeitungen (Finanz und Wirtschaft) usw... Die empfehlen dann aber auch mal kleinere Titel. Und ich muss zugeben, dass ich in einer Hausse die kleineren Titel bevorzuge. In einer Hausse investiere ich nicht in Schlachtschiffe. Da nehme ich lieber was kleines.

Das Problematische bei Frick&Co ist meiner Meinung nach, dass er mit dem Unglück der Leute spielt. Ich vermute mal, dass nicht wenige Arbeitslose seine Seminare besuchen. Die kaufen für ein wenig Hoffnung vermutlich alles und verhalten sich dann auch nicht sehr klug.

Von Klopfenstein's picture
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Markus Frick Finanzseminar - Pennystockraketen für...

Ich hab übrgiens die Briefe von Frick auch schon gelesen. Aus neugierde versteht sich. Gibt genug Leute in Foren, die den abonniert haben. Die kann man schonmal anfragen für ein "Probeexemplar". Frick fokussiert sich klar auf marktenge Titel. Interessanterweise empfiehlt er dann aber immer wieder andere Sachen wie: Puma, Adidas usw... Werte, die auch von seriösen Börsianern empfohlen werden. Wenn man diesen Leuten etwas zugute halten kann, dann, dass sie ein gutes Gespühr für den Markt haben und wissen, wo die Trends sind.

Ich vermute aber mal, dass diesen Leuten die nötigen volkswirtschaftlichen Grundlagen fehlen und diese auch nicht über die nötige Gesamtmarktsicht verfügen, um vor einem Crash rechtzeitig auszusteigen. Deshalb endet sowas immer im Debakel.

limitup's picture
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Hallo,

es läuft doch immer nach dem gleichen Spiel. Diese kleinen Buden machen IR-Veträge mit dubiosen Firmen. Dann wird ein private Placement durchgeführt. Naja ratet mal wer die Aktien aus dem PP bekommt: genau die IR-Firmen. Dann werden die Dinger in FFM gelistet. Tja und dann oh wunder: Werden die Dinger von Pusherblättern empfohlen und die deutschen Lemminge kaufen wie dumm.
Und dann wird abgeladen, denn zufälligerweise gehören die IR-Buden den Herausgebern der Pusherblättchen usw.usw.

Man kann auch sagen: Die Pusherblättchen werden von den AG bezahlt, das sie Promotion für Ihre Aktien machen

San's picture
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Also gut, ich gebe es zu: Ich bin hauptberuflicher Trader der seriöseren Sorte und verdiene meine Brötchen für ein halbwegs komfortables Leben. Außerdem bin ich ein ausgesprochener Angsthase und scheu hohe Risken wie der Teufel das Weihwasser. Damit kann ich zwar ganz gut leben, aber zum Multimillionär werde ich es wohl nicht bringen.
Und jetzt zum Geständnis: Ich wollte diesen Gurus einmal auf den Grund gehen und habe insgesamt 1.000 Euronen investiert, einmal ein halbes Jahr bei Herrn Frick und einmal bei einem anderen Guru, der Optionsscheine empfiehlt und sagenhafte Gewinne verspricht.
Bei Herrn Frick habe ich seit Ende Februar bei 7 Zocks mitgemacht. Davon vier Gewinner und drei Verlierer, wegen der offensichtlichen Marktenge der Werte habe ich jedes Mal nur € 1.000 eingesetzt. Alle Trades sind abgeschlossen, der Gesamtertrag beträgt € 1.288. Bei einem Einsatz von € 7.000 und einer Haltedauer von durchschnittlich 6 Wochen nicht ganz so schlecht, wenn es auch zugegebenermaßen Zockerpapiere sind. Ich frage mich allerdings, ob die Redakteure der FT Deutschland oder der erwähnte Börsenprofessor oder all die anderen im Artikel zitierten Schlaumeier bei ihren eigenen Trades einen ähnlichen ROI innerhalb von sechs Wochen erreichen.
Bei dem Optionsschein-Guru bin ich seit Anfang September mit € 60.000 dabei und das Ergebnis traf mich unerwartet. Gekauft wurden im Laufe des November 15 Optionsscheine, alle auf höchst solide HDAX-Werte, daher auch der relativ hohe Einsatz. Zum Jahresende waren es dann 100% Gewinn und Ende Februar 200%. Da habe ich die Hälfte verkauft, d.h. ich habe auf jeden Fall, selbst wenn – was extrem unwahrscheinlich ist – der ganze Rest den Bach hinuntergehen sollte immerhin 50% Gewinn auf den Gesamteinsatz sowie den gesamten Einsatz bereits in der Scheune und zusätzliche 150% als nicht realisierten Gewinn zu Buche. Und auch da erlaube ich mir die Frage, ob die Redakteure der FT Deutschland oder der erwähnte Börsenprofessor oder all die anderen im Artikel zitierten Schlaumeier bei ihren eigenen Trades auch nur annähernd auf ähnliche Erfolge innerhalb von drei Monaten zurückblicken können.
Mit anderen Worten: Es ist mir völlig egal, ob ein Kurs steigt, weil die fundamentalen Daten so überragend sind, oder weil er hochgejubelt wurde und völlig „grundlos“ immer weiter steigt. Da teile ich die Meinung unseres verehrten Herrn Ex-Bundeskanzler: „Wichtig ist, was hinten herauskommt.“ Und solange nach 6 Wochen auch „nur“ 18% oder gar 100% und nach 10 Wochen 200% als Gewinn hinten herauskommen, bin ich ganz zufrieden, auch wenn alle unsere höchst seriösen Experten ihr weises Haupt schütteln und sich voll Grauen abwenden. Und ob Herrn Frick und die anderen Gurus bei dem Spiel sich goldene Nasen verdienen oder nicht, interessiert mich dabei überhaupt nicht.
Im Übrigen frage ich mich schon manchmal, warum Empfehlungen von Optionsscheinen auf HDAX-Werte des Teufels sein sollen und der Kauf oder Verkauf eines Futures beispielsweise auf einen Index eine höchst seriöse Sache.

Anonym's picture
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@ San [#6]

Bei dieser Performance bist Du für mich der neue Optionsschein-Guru. Zumindest für dieses Quartal.

Walter's picture
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@ San [#6]

Im Übrigen frage ich mich schon manchmal, warum Empfehlungen von Optionsscheinen auf HDAX-Werte des Teufels sein sollen und der Kauf oder Verkauf eines Futures beispielsweise auf einen Index eine höchst seriöse Sache.

Solche Fragen kann man sich nur stellen, wenn man vom Traden keine Ahnung hat.
Sie sind sicherlich kein Trader, und von der seriösen Sorte sind Sie auch nicht. Wären Sie das nämlich, wüssten Sie die Antwort auf ihre eigenen Fragen.

Weiterhin müssten Sie für die ganzen Heinis keine Lanze brechen.

Im übrigen sind derartige Geschäfte in den USA verboten. Konsorten wie Frick usw. wären da bereits im Knast.

Nur in Deutschland ist eben das alles noch möglich.

gruss

San's picture
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@Livetour
Ich bin überhaupt kein Guru. Ich hab mal was ausprobiert und das ist gut bis ausgezeichnet gelaufen. Du hast natürlich Recht, es kann im nächsten Quartal ganz anders laufen.

@Walter
Sehr überzeugend Ihre Auslassungen! Wenn einem eine Aussage nicht passt, dann hat eben der andere keine Ahnung. Dazu die Ferdiagnose: Kein Trader! Wie gesagt: Sehr überzeugend und voll seriös!!
Ich verteidige überhaupt niemanden und mache auch für niemanden Werbung. Ihre diesbezügliche Behauptung entspringt wohl Ihrer üppigen Phantasie.
In den USA ist vieles erlaubt, was bei uns verboten ist und umgekehrt. Na und?

bueschl's picture
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@ San

Sie sind erst seit heute angemeldeter User des Boards. Ich denke es gab in der Vergangenheit genug professionelle Themen und Beiträge hier im Board, die einen hauptberuflichen Trader veranlassen könnten einen Kommentar abzugeben. Was hat Sie dazu bewegt Ihren ersten Beitrag diesem Thema zu widmen?

PFTR's picture
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Ich habe bislang nur einen einzigen Menschen kennengelernt, der jemals mit diesen ganzen Empfehlungen und Tipps sehr viel Geld verdient hat. Und viel wichtiger, er hat es nicht wieder verloren. Er hat zu den Euphoriezeiten des neuen Marktes seinen Job aufgegeben und hat täglich alle Empfehlungen die es so tagtäglich gab- 0190 Nummern, Börsenfaxe, Börsenmails, Frick und Konsorten, die Kulmbach-gang um Mr. Dausend - genauestens verfolgt und entsprechend sehr früh in solche gepushten Werte investiert. Der Unterschied zu den restlichen 99,9% war seine Vita. Er hatte schon über 20 Jahre Börsenerfahrung und er hatte dabei 2x in solchen Boomphasen (1x Goldaktien und 1x Rußland) massiv Geld verloren. Er wußte also, dass dieses Kartenhaus zusammenbrechen wird und war darauf vorbereitet. Er hat regelrecht auf einen solchen Boom gewartet und hatte einen entsprechenden Plan. Als der Boom aufhörte ist er komplett in Cash gegangen. Die anderen 99,9% (und da zähle ich mal unser neues Boardmitglied dazu) hatten überhaupt keine Ahnung was da vor sich geht und sie haben auch jetzt wieder keine Ahnung. Während er schon schön auf seinem Cash hockte, hat der Rest immer noch auf die Gurus gehört und die "super-Empfehlungen" nachgekauft. Und nochmal nachgekauft.... Am Ende waren sie alle pleite! Ich habe mich mit dem damaligen Gewinner sehr lange unterhalten und er hat mir sehr viel beigebracht über die Abläufe solcher Booms. Das interessanteste war aber seine Meinung, warum er soviel Geld in solche kurzer Zeit gemacht hat: ...ich hatte einfach nur viel Glück und war nicht ganz so doof wie die anderern. Klug war ich nicht, sonst hätte ich lieber so ne Internetklitsche gegründet und für 100 Mios an die Börse gebracht...

Wer hier über das Thema schreibt: ...Und solange nach 6 Wochen auch „nur“ 18% oder gar 100% und nach 10 Wochen 200% als Gewinn hinten herauskommen, bin ich ganz zufrieden, auch wenn alle unsere höchst seriösen Experten ihr weises Haupt schütteln und sich voll Grauen abwenden... der zeigt, dass er einer der 99,9% ist. Walter hat es in seiner liebevollen Art mal wieder etwas deutlich, aber doch passend auf den Punkt gebracht. Der Beantwortung der Frage von bueschl sehe ich auch schon freudig entgegen, aber ich habe das komische Gefühl, dass uns Meister Ebert mal wieder den Spaß verdirbt und wir plötzlich lesen müssen ...unter falscher Adresse oder Namen angemeldet. :-)

Grüße
Jens

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