20.07.2026
Der europäische Düngemittelmarkt präsentiert sich Mitte Juli in einer ruhigen Sommerphase mit nur geringen Preisbewegungen. Stickstoff-, Phosphat- und Kalidünger entwickeln sich überwiegend seitwärts, wobei das Preisniveau trotz der Korrektur der vergangenen Monate weiterhin deutlich über dem langjährigen Durchschnitt liegt. Die Versorgungslage ist gut und die Nachfrage bleibt saisonal verhalten. Gleichzeitig erhöhen die jüngsten Spannungen an der Straße von Hormus erneut das Risiko steigender Energie- und Transportkosten sowie möglicher Lieferunterbrechungen für Stickstoffdünger. Kurzfristig bleibt der Markt zwar stabil, mittelfristig könnten geopolitische Entwicklungen jedoch wieder für stärkere Preisbewegungen sorgen.
16.07.2026
Düngemittelmarkt in ausgeprägter Sommerruhe – Preise stabilisieren sich auf hohem Niveau, Impulse fehlen.
- Stickstoff: ➡ bis leicht ↘
- Phosphat: ➡
- Kali: ➡
Stickstoff:
- Harnstoff: ~650–730 €/t
- KAS: ~380–430 €/t
- AHL: ~370–420 €/t
➡ leichte Abschwächung im unteren Bereich
Phosphat:
- DAP: ~740–830 €/t
➡ stabil, vereinzelt leicht schwächer
Kali:
- Kornkali: ~310–410 €/t
➡ unverändert stabil
Marktlage
Angebot:
- vollständig gedeckt
- stabile Importströme
- keine Engpässe
Nachfrage:
- sehr schwach (Sommerphase)
- kaum Vorwärtskäufe
- Fokus auf Minimalbedarf
Markt ist im Gleichgewicht bei niedriger Aktivität
ZMP Expertenmeinung
Der Düngemittelmarkt hat nach der Korrekturphase ein stabiles Preisniveau erreicht, das deutlich über historischen Durchschnittswerten liegt.
Die Abwärtsbewegung ist weitgehend abgeschlossen, da die schwache Nachfrage zwar preisdämpfend wirkt, aber gleichzeitig keine strukturelle Entlastung auf der Kostenseite erfolgt.
Ohne neue Impulse aus Energie, Geopolitik oder Nachfrage ist kurzfristig keine klare Marktrichtung erkennbar.
Der Markt bietet aktuell keine klaren Kaufimpulse.
Die Preise sind stabil, aber weiterhin hoch, während das Risiko nach unten begrenzt erscheint.
Entscheidend bleibt: neue Impulse werden erst nach der Sommerphase erwartet.