Aug 2024: DBV schätzt Getreideernte auf 39,3 Mio. t bzw. -7 % unter Vorjahr
Der Deutsche Bauernverband hat in seiner jüngsten Aug.-24-Ausgabe die deutsche Getreideernte auf 39,3 Mio. t bzw. -7 % unter Vorjahr geschätzt. Grundlage sind eine -5 % verringerte Anbaufläche sowie um -2 % niedrigere Hektarerträge. Bei einem 5-Jahresvergleich liegt das Ergebnis sogar -8% niedriger.
Die Weizenernte 2024 erreicht mit 18,7 Mio. t nicht mehr ganz die Hälfte der Gesamternte. Insbesondere beim Winterweizen ist aufgrund der ungünstigen Wetterbedingungen zur Aussaatzeit die Fläche um -12 % zurückgefallen. Die Erträge liegen um -3 % unter Vorjahr, insgesamt sind Ernteeinbußen von -15 % zu verzeichnen. Darüber hinaus läßt die Qualität mit regionalen Unterschieden erheblich zu wünschen übrig. Brotweizen ist knapp.
Die Gerstenernte wird mit knapp 11 Mio. t nur wenig unter Vorjahresniveau veranschlagt. Die starken Ertragseinbußen bei der Wintergerste wurde durch den verstärkten Sommergerstenanbau zum größten Teil wieder wettgemacht.
Ein Rückgang des Roggenanbaus um -13 % konnte durch die höheren Flächenerträge von +7 % nicht voll aufgefangen werden. Beim Triticale wurde die Fläche um -14 % zurückgenommen; die Erträge lagen jedoch um +2 % über Vorjahr. Beide Getreidearten zusammen erreichen die Größenordnung von 4,3 Mio. t.
Beim K.-Mais wird eine Ernte von 4,4 Mio. t erwartet, die in 1. Linie durch die vergrößerte Anbaufläche (+8%) erreicht werden soll, aber gemindert wird durch -9 % geringere Ertragserwartungen im Vergleich zum Vorjahr.
Auffallend ist die 81 %-ige Steigerung der Haferernte infolge größerer Anbaufläche und höherer Erträge im Vergleich zum katastrophalen Ergebnis des Vorjahres. Allerdings ist die Erntemenge mit 0,8 Mio. t von untergeordneter Bedeutung.