Abschließende Ernteschätzung des DRV
Der deutsche Raiffeisenverband hat Mitte August seine letzte Ernteschätzung für Deutschland veröffentlicht. Die Ergebnisse beruhen auf den amtlich ermittelten Anbauflächen des Statistischen Bundesamtes, aber DRV-eigenen Ertragsschätzungen.
Die bundesdeutsche Getreideernte wird auf 47,3 Mio. t eingestuft im Vergleich zum Vorjahr mit rd. 52 Mio. t. Bei einer 1 % größeren Anbaufläche kommt der Unterschied im Wesentlichen durch einen um -10 % niedrigeren Ertrag von 72,5 dt/ha im Vergleich zum Vorjahr mit 80,5 dt/ha zustande.
Die vollständige Weizenernte beansprucht mit rd. 27,7 Mio. t mehr als die Hälfte der deutschen Gesamternte. Das diesjährige Ergebnis liegt witterungsbedingt um rd. -7,5 % unter dem Vorjahr. Die Weizenerträge werden mit 78,2 dt/ha (Vorjahr 86,3 dt/ha) veranschlagt.
Das Ernteergebnis für Roggen fällt um -13,8 % schlechter aus als im Vorjahr. Entscheidend sind die schwächeren Flächenerträge von -12,7 % auf durchschnittlich 53,4 dt/ha. Die Bandbreite auf den unterschiedlichen Standorten reicht in diesem Jahr von unter 30 dt/ha bis über 80 dt/ha.
Die deutsche Gerstenernte verfehlt das Vorjahresergebnis mit 11,2 Mio. t nur um -3 %. Höhere Anbauflächen mit Schwerpunkt bei der Sommergerste haben einen Teil des Ertragsrückganges wieder wettgemacht.
Mit fast 24 % Ernterückgang wird beim deutschen Mais gerechnet. Neben einer um knapp 5 % reduzierten Anbaufläche schlägt insbesondere der fast -21 % Ertragsrückgang zu Buche.
Hafer und Triticale verlieren ebenfalls -10 % bzw. -13 % gegenüber dem Vorjahr.
Die deutsche Rapsernte schätzt der DRV nochmal niedriger ein auf 4,9 Mio. t bzw. -21 % unter dem Vorjahresergebnis. Dazu hat eine um knapp -8 % niedrigere Anbaufläche und ein um -14,6 % deutlich schwächerer Flächenertrag in Höhe von -38,3 dt/ha beigetragen.
Die größten Rückschläge bei der Rapsernte mit jeweils fast - 33 % mußten Baden-Württemberg und Hessen hinnehmen. Bayern, Thüringen und Rheinland-Pfalz verzeichneten jeweils Einbußen in Höhe von rd. -25 % Mecklenburg–Vorpommern, das größte deutsche Erntegebiet mit 0,95 Mio. t bzw. 20 % Anteil, erreicht fast gleichwertig über eine geringere Anbaufläche und fallenden Ertrag eine Gesamtminderung von -13,4 %.