DRV mit 4. Schätzung der deutschen Getreide- und Rapsernte 2025
Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) schätzt die deutsche Getreideernte 2025 im 4. Ansatz auf 41,4 Mio. t im Vergleich zum Vorjahr mit rd. 39 Mio. t höher ein. In der Mrz.-Prognose lag das Ergebnis noch bei 40 Mio. t. Ausschlaggebend sind die gestiegenen Anbauflächen mit +3,1 % und die heraufgesetzten Ertragserwartungen mit +2,8 %. Im Durchschnitt sollen knapp 70,2 dt/ha (Vorjahr 68,3 dt/ha) gedroschen werden.
Die Steigerungen fallen vor dem Hintergrund der schwachen Vorjahresergebnisse vergleichsweise günstig aus. In einem 5 Jahresvergleich wird die geschätzte Ernte 2025 jedoch den mittelfristigen Durchschnitt um rd. -1,4 % verfehlen.
Der Weizenanbau findet auf 48 % der Gesamtgetreidefläche statt. In diesem Jahr 2025 sollen aufgrund einer um 10,5 % vergrößerten Anbaufläche und 5,3% höherer Hektarerträge eine Ernte von 21,52 Mio. t eingefahren werden. Gegenüber dem schwachen Vorjahr wären das +16,3 % mehr; im 5-Jahresvergleich beträgt die Steigerung jedoch nur +1,43 %.
Der Anbau von Gerste ist um -6,6 zum Vorjahr zurückgegangen. Die diesjährigen Erträge sollen jedoch um +2,1 % höher ausfallen. Insgesamt ergibt sich daraus eine Erntemenge von 10.112 Mio. t bzw. -4,6 % unter Vorjahr. Im 5-Jahresvergleich liegt das Ergebnis jedoch um -7 % niedriger.
Die Maisanbaufläche soll geringfügig kleiner sein (-1,3 %). Die Ertragsprognosen liegen mit -4,4 deutlich unter Vorjahresniveau. Die Gesamternte wird um -5,7 % % unter dem Vorjahresergebnis geschätzt. Im Mehrjahresvergleich errechnet sich jedoch ein Plus von 7,5 %.
Für Roggen wird von einer um -1,1 % kleineren Anbaufläche und +2,7 % höheren Hektarerträgen zum Vorjahr ausgegangen: Die Gesamternte soll +1,6 % über Vorjahr liegen. Im 5- Jahresvergleich bleibt das Ergebnis aber um knapp -20 % unter dem Mittelwert.
Die Ernte von Triticale wird bei fast unveränderter Fläche und höheren Ertragserwartungen um +1,1 % höher vorausgesagt (insgesamt +1,2%). Im mehrjährigen Vergleich fällt das Ergebnis jedoch mit -22 % erheblich zurück.
Eine um 18 % größere Fläche, aber um -4,4 % geringere Erträge sollen zu einer um +12,5 % größeren Haferernte im Vergleich zum Vorjahr führen.
Die deutsche Rapsernte veranschlagt der DRV auf rd. 3,92 Mio. t im Vergleich zum Vorjahr mit 3,6 Mio. t. Ausschlaggebend sind eine um +1,5 % größere Anbaufläche und +6,6 % höherer Ertrag/ha.
Die Grundlagen für die Schätzung sind einerseits die vom Stat. Bundesamt ermittelten Wintersaaten-flächen sowie DRV-Berechnungen für den Sommergetreideanbau. Die Ertragsprognosen beruhen auf statistischen Auswertungen sowie ergänzenden Schätzungen auf der Grundlage des Saatenstandes.