DRV mit 3. Schätzung der deutschen Getreide- und Rapsernte 2025
Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) schätzt die deutsche Getreideernte 2025 im 3. Ansatz auf 40,7 Mio. t im Vergleich zum Vorjahr mit rd. 39 Mio. t höher ein. Ausschlaggebend sind die gestiegenen Anbauflächen mit +3,1 % und die höheren Ertragserwartungen mit +1,0 %. Im Durchschnitt sollen knapp 69 dt/ha (Vorjahr 68,3 dt/ha) gedroschen werden.
Die Steigerungen fallen vor dem Hintergrund der schwachen Vorjahresergebnisse vergleichsweise noch hoch aus. In einem 5 Jahresvergleich wird die geschätzte Ernte 2025 jedoch den mittelfristigen Durchschnitt um -3,45 % verfehlen.
Der Weizenanbau findet auf 48 % der Gesamtgetreidefläche statt. In diesem Jahr 2025 sollen aufgrund einer um 10,5 % vergrößerten Anbaufläche und 2,8% höherer Hektarerträge eine Ernte von 21,02 Mio. t eingefahren werden. Gegenüber dem schwachen Vorjahr wären das +13,6 %. Im 5-Jahresvergleich sind es jedoch -0,92 % weniger..
Der Anbau von Gerste ist um -6,6 zum Vorjahr zurückgegangen. Die diesjährigen Erträge soll jedoch um +0,9 % höher ausfallen. Insgesamt ergibt sich daraus eine Erntemenge von 9.994 Mio. t -5,7 % unter Vorjahr. Im 5-Jahresvergleich liegt das Ergebnis jedoch um -8,3 % niedriger.
Die Maisanbaufläche soll geringfügig kleiner sein (-1,3 %). Die Ertragsprognosen liegen mit -3,3 deutlich unter Vorjahresniveau. Dennoch bleibt das geschätzte Ergebnis um +6,9 % unter den mehrjährigen Durchschnittsergebnissen.
Für Roggen wird flächen- und ertragsbedingt von einer um +1,1 % höheren Ernte zum Vorjahr ausgegangen, bleibt aber mit -24 % deutlich unter dem 5-Jahresmittel.
Die Ernte von Triticale wird gleichermaßen durch unveränderte Flächen und niedrigere Ertragserwartungen um -0,4 % niedriger eingeschätzt. Im mehrjährigen Vergleich fällt das Ergebnis jedoch mit -24 % erheblich zurück.
Eine um 18 % größere Fläche, aber um -6 % geringere Erträge sollen zu einer um +10,5 % größeren Haferernte führen.
Die deutsche Rapsernte veranschlagt der DRV auf rd. 3,83 Mio. t im Vergleich zum Vorjahr mit 3,6 Mio. t. Ausschlaggebend ist eine um +1,5 % größere Anbaufläche und 4,1 % höheren Ertrag/ha.
Die Grundlagen für die Schätzung sind einerseits die vom Stat. Bundesamt ermittelten Wintersaaten-flächen sowie DRV-Berechnungen für den Sommergetreideanbau. Die Ertragsprognosen beruhen auf statistischen Auswertungen sowie ergänzenden Schätzungen auf der Grundlage des Saatenstandes.