Ende Juni: EU-KOM erhöht Ernteschätzung 2025/26
Nach 3 zurückliegenden Jahren unterdurchschnittlicher Ernten soll die diesjährige Getreideerzeugung wieder an das Niveau früherer Perioden anknüpfen. Die EU-Kommission schätzt das Ergebnis auf 282,9 Mio. t um rd. 11 % höher als im schwachen Vorjahr. Dazu tragen eine höhere Anbaufläche und Hektarerträge gleichermaßen bei.
Der Inlandsverbrauch wird jedoch nur um +1,2 % höher auf 260 Mio. t veranschlagt. Dafür werden die Importe im Vergleich zum Vorjahr um knapp 19 % reduziert, während die Exporte um 26,7 % steigen sollen. Draus errechnen sich höhere Endvorräte mit +3,2 % bzw. 38,2 Mio. t.
Die EU Weizenerzeugung wird auf 136,2 Mio. t geschätzt im Vergleich zum Vorjahr mit niedrigen 118,8 Mio. t. Der Inlandsverbrauch steigt nur wenig auf 112 Mio. t. Dafür soll der Export von vorjährigen knapp 24 auf diesjährige 31 Mio. t steigen. Es wird davon ausgegangen, dass die Vorratsbestände abnehmen werden.
Die Gerstenproduktion wird auf 53 Mio. t (Vorjahr 49 Mio. t) vorausgesagt; davon werden im EU-Binnenmarkt knapp 43 Mio. t verbraucht. Man rechnet daher mit einem leichten Exportüberschuß.
Die erst im Herbst anstehende Maisernte schätzt die EU-KOM auf 64,6 Mio. t (Vorjahr 59,5 Mio.t) Für den geschätzten Inlandsverbrauch in Höhe von 78 Mio. t sind daher noch Nettoeinfuhren von rd. 13 Mio. t erforderlich.
Die übrigen Getreidearten (Roggen, Triticale, Hafer, Menggetreide) erreichen nach der jüngsten Schätzung zusammen rd. 28 Mio. t (Vorjahr 26,6 Mio. t); das Ergebnis deckt den Inlandsverbrauch von 26,3 Mio. t ausreichend ab.
Schätzergebnisse im Vergleich:
| In Mio. t | EU-KOM 27.06.25 |
IGC 26.06.2025 |
Strategie Grains 12.06.25 |
COCERAL 04.06.25 |
| Gesamternte | 282,9 | 281,4 | 280,1 | 278,7 |
| Dar Weizen | 136,2 | 137,2 | 138,2 | 137,3 |
| Gesamtverbrauch | 260,06 | 261,4 | -- | --- |
| Exporte | 45,4 | 46,3 | -- | -- |
| Veränd. Endbestände | + 3,1 | +5 | -- | -- |