Mars bescheinigt günstige Bestellungsbedingungen für die EU-Wintersaat
Das Agrarmeteorologische Institut bei der EU-Kommission (MARS) kommt aufgrund der Klimadaten im Herbst 2015 zu dem Schluss, dass die Bestellung der Wintersaaten in der EU überwiegend unter günstigen Bedingungen stattgefunden hat.
Bei der Gegenüberstellung von Temperaturen und Niederschläge 10 Tage vor und nach den üblichen regionalen Aussaatterminen ist festzustellen, dass einerseits ausreichend lange Trockenperioden für die Bodenbearbeitung andererseits auch genügend Feuchtigkeit für einen günstigen Feldaufgang zur Verfügung stand.
Im Zeitablauf stellt sich heraus dass, der Monat Okt.15 ein wenig zu kühl gemessen am langjährigen Durchschnitt ausgefallen ist. Demgegenüber war der bisherige größere Teil des Novembermonats überdurchschnittlich warm. Die hohen Temperaturen haben zu einer günstigen Saatenentwicklung beigetragen.
Etwas abweichende Verhältnisse von der günstigen Herbstentwicklung sind im nördlichen Teilen Frankreichs mit nur knappen Niederschlägen zu beobachten. Das trifft auch für große Teile Polens zu. Der Feldaufgang läßt in schwierigen Lagen zu wünschen übrig. Auch die Ukraine ist betroffen. Dort sollen 18 % der Weizenflächen unbestellt geblieben sein. Es wird mehr Sommergetreide erwartet.
Dagegen fiel in den südosteuropäischen Gebieten der EU überdurchschnittlich viel Regen. Der war allerdings auch notwendig, um das vorangegangene Niederschlagsdefizit wieder auszugleichen.
Ebenfalls hohe Niederschlagsmengen erhielt der nordwestliche Großbritanniens, allerdings einer Region mit wenig Getreideanbau. Dafür wäre in den Hauptanbaugebieten Englands etwas mehr Niederschlag wünschenswert gewesen. Auf der Insel wirkt sich jedoch das milde Seeklima über den Winter hin im Allgemeinen fördernd aus.
Überwiegend wird von einem günstigen Start in die neue EU-Getreideperiode 2015/16 hinein ausgegangen.