IGC-schätzt Weizen-und Maisernte 2017/18 niedriger ein – dennoch weiterhin gute Versorgungslage
Der Internationale Getreiderat (IGC) in London hat nach seiner Jan-17-Schätzung der Weltweizenernte 2017/18 jetzt eine Prognose für die globale Maisernte abgegeben. Aus beiden Ergebnissen lässt sich überschlägig eine Weltgetreideernte ableiten, die unter dem Vorjahresergebnis liegen dürfte.
Die Weizenernte 2017/18 wird von 753 Mio. t auf 735 Mio. t niedriger eingestuft. Wesentlichen Anteil daran haben die anbaubedingt geringeren Weizenernten in den USA, China sowie die Annahme mittlerer Erträge anstelle der Höchsterträge des letzten Jahres. Auswinterungsschäden in Russland, der Ukraine und anderen osteuropäischen Staaten sind nicht in vollem Umfange berücksichtigt, weilverlässliche Zahlen darüber noch fehlen.
Dem steht die Erwartung wieder durchschnittlicher Ernteergebnisse in der EU gegenüber. Die gestiegene Anbaufläche in Argentinien wurde berücksichtigt. Dagegen wird in Australien wieder mit einer durchschnittlichen Ente gerechnet.
Die kommende Maisernte 2017/18 schätzt der IGC auf knapp über 1 Mrd. t etwas niedriger als im ablaufenden Jahr. Anbaubedingt werden geringere Ernten in den beiden großen Erzeugungsregionen USA mit rd. ein Drittel Anteil und China mit rd. einem ViertelAnteil. In den USA wird der Maisanbau aufgrund der preislichen Unterlegenheit gegenüberüber dem Sojaanbau deutlich zurückgenommen. Das USDA hat auf dem Agricultural Outlook-Forum Ende Febr.17 diese Erwartung nochmal deutlich untermauert. In China wird zwecks Abbau der vom Verderb bedrohten Lagerbestände der Maisanbau reduziert. Die staatlichen Preisgarantien wurden deutlich heruntergesetzt. In einigen Provinzen werden Umstellungsprämien gezahlt, wenn statt Mais Sojabohnen angebaut werden.
Demgegenüber wird der Trend zum vermehrten Maisanbau in der Ukraine und Südamerika weiter voranschreiten, wenn auch nicht in dem bisherigen Tempo.
Auf der Verbrauchsseite wird angesichts hoher Viehbestände in den USA und unverminderter Nachfrage aus dem Bioethanolsektor mit steigenden Tendenzen gerechnet. Im Ergebnis schätzt der IGC etwas weniger hohe Endbestände, die aber immer noch über dem mehrjährigen Durchschnitt erwartet werden.