IGC: kleinere Ernte 2014/15 - knapp durchschnittliche Versorgung
Der internationale Getreiderat hat in seiner jüngsten Schätzung der Weltgetreideernte etliche Korrekturen nach unten gemacht. Die globale Weizenernte wurde um 3 Mio. t auf nur noch 697 Mio. t (Vorjahr 709 Mio. t) zurückgenommen. Die Maiserzeugung soll um 15 Mio. t auf 950 Mio. t niedriger als im Vorjahr ausfallen. Die gesamte Getreideernte wird nur noch auf 1.935 Mio.t (Vorjahr 1.973 Mio. t) geschätzt.
Auf der Nachfrageseite wird der Verbrauch auf 1.936 Mio. t (Vorjahr 1.916 Mio. t) höher veranschlagt.
Am Ende des Wirtschaftsjahres sollen die Endbestände mit 390 Mio. t auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr bleiben. Das Verhältnis von Endbestand zum Verbrauch verringert sich geringfügig von 20,35 % auf 20,1 %, bleibt also noch im Durchschnittsbereich.
Die Korrekturen der globalen Weizenernte sind insbesondere auf die erwartet schwache US-Ernte zum wiederholten Male unterhalb der 60 Mio. t Marke, geringer veranschlagten Ernteergebnissen in Russland und der Ukraine sowie der auf guten Durchschnitt reduzierten kanadischen Ernte mit 29 Mio. t (Vorjahr 37,5 Mio. t + 33 % Steigerung!!) zurückzuführen. Möglicherweise könnte das kanadische Ergebnis wegen der erst jüngst veröffentlichten Anbaukürzungen noch schwächer ausfallen. Die EU-Weizenernte wurde um 2,5 Mio. t höher als im Vorjahr eingestuft. Chinas Weizenernte wurde leicht nach unten korrigiert, während für Indien eine moderate Zunahme (unter Vorbehalt ausreichenden Monsunregens) geschätzt wurde.
Mit einem Verhältnis von 26,6 % Endbestand zum Verbrauch (nach IGC-Rechnung) bleibt die Versorgungslage auf dem globalen Weizenmarkt hinter den Durchschnittswerten zurückliegender Jahre. Das spricht für mindestens feste Preise, insbesondere weil die Überhangbestände in den exportorientierten Ländern ebenfalls zurückfallen.
Die Kürzungen bei der globalen Maisernte finden sich wieder in einer geringeren US-Ernte, die durch zurückgenommene Anbauflächen zugunsten von Soja und unterstellten Durchschnittserträgen unterhalb des Vorjahres niedriger geschätzt wird. Die ukrainische Ernte wird aufgrund der finanziellen Instabilitäten deutlich zurückgenommen. Auf Trendmaß gekürzt wurde auch die chinesische Maisernte im Vergleich zum überragenden Vorjahr.
Die globale Versorgungslage bei Mais ist im Wirtschaftsjahr 2014/15 trotz der Ernte-kürzungen immer noch gut durchschnittlich einzuordnen. Das „stock to use-ratio“ beträgt 17,2 %, über den Werten der letzten beiden Jahre.
Die Ergebnisse der IGC-Schätzung lassen sich in eine passende Übereinstimmung mit den zukünftigen Terminkursen im Spätsommer bzw. Herbst 2014 bringen.
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Stand 25. 04.2014 |
Mai.-14 |
Jul. - 14 |
Sept. - 14 |
Dez. - 14 |
| Weizen Chicago (in € je t) |
186,42 |
188,81 |
190,95 |
194,41 |
| Mais Chicago (in € je t) |
143,85 |
145,55 |
144,70 |
143,85 |
| Weizen, Paris (in € je t) |
217,25 |
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Nov. 2014: 207 Jan2015: 207 |
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