Juli 2025: FAO aktualisiert Weltgetreideversorgung.
Die Agrar- und Ernährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hat in ihrer jüngsten Juli-Ausgabe die Schätzung der Weltgetreideversorgung 2025-26 auf den neuesten Stand gebracht.
Einer weltweiten Erzeugung (mit Reis) 2025/26 in Höhe von 2.925 Mio. t steht ein Verbrauch von 2.900 Mio. t gegenüber. Der Differenzbetrag trägt zum Aufbau der Vorratsbestände bei. Die Versorgungszahl verändert sich jedoch nur geringfügig auf 30,3 % Endbestand zum Verbrauch und bleibt damit im unteren Mittelfeld vorangegangener Jahre.
Im Falle der Weizenerzeugung wird von einer 0,9 %igen Verbesserung zum Vorjahr ausgegangen; die Ernte wird auf 805 Mio. t geschätzt (Vorjahr 798 Mio. t). Der weltweite Weizenverbrauch soll 801 Mio. t (Vorjahr 795 Mio. t) betragen. Die Vorratsbestände am Ende des Jahres errechnen sich um +3 Mio. t etwas höher als zum Jahresbeginn. Die Versorgung bleibt im guten Durchschnitt.
Im Falle von Grobgetreide mit Schwerpunkt Mais wird ein Erzeugungszuwachs von 3,45 % zum Vorjahr vorausgesehen. Der Verbrauch steigt mit +0,3 % weniger stark an. Daraus lassen sich zunehmende Vorratsbestände berechnen. Die Versorgungszahl bleibt jedoch mit 22,5 % Endbestand zum Verbrauch deutlich unter dem mehrjährigen Durchschnitt in Höhe von 24,5 %.
Im Falle des Reismarktes reicht die Erzeugungszunahme von +6 Mio. t nicht aus, um die voraussichtliche Verbrauchssteigerung von rd. 10 Mio. t auszugleichen. Entsprechend werden die Vorratsbestände kleiner ausfallen.
Der internationale Getreidehandel soll im Vergleich zum Vorjahr etwas höher ausfallen. Tendenziell rückläufige Ausfuhren aus Russland und der Ukraine werden durch Exportsteigerungen der EU, USA und Südamerika mehr als ausgeglichen
Insgesamt erwartet die FAO eine Versorgungslage auf dem Weltgetreidemarkt 2025/26, die sich nur geringfügig vom Vorjahr abhebt.
Die Getreidekurse an den führenden Börsen zeigen eine sehr instabile Entwicklung auf ermäßigten Niveau. Weizenpreise orientieren sich an der Pariser Börse knapp unter der 200 €/t Linie, Mais wenig darüber.