Marktanalyse & Prognosen (WASDE wahrscheinlich abgesagt)
Weizen
Trend zuletzt: eher leicht fallend bis stabil
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Der IGC prognostiziert für 2025/26 eine höhere Getreideproduktion, inkl. Weizen, was den Angebotsdruck erhöht.
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Globale Lagerbestände (Carryovers) werden vom IGC um 17 Mio. t höher auf rund 606 Mio. t geschätzt, was einen Ausbau des globalen Pufferangebots signalisiert.
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US‑Seite: Im September‑WASDE wurden die Weizenexporte hochgesetzt, während die US‑Endbestände reduziert wurden – das Signal war leicht bullisch für den Exportmarkt.
Ergebnisse Bestands-/Exportänderungen:
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Globale Lager steigen moderat
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US‑Exportprognosen für Weizen im September‑WASDE erhöht
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US‑Endbestände bei Weizen im USDA‑Modell leicht gestrafft
2–4 Wochen Prognose (Weizen):
In den nächsten 2–4 Wochen wird mit einem stabilen bis leicht nachgebenden Weizenpreis gerechnet, sofern keine externen Schocks auftreten (z. B. Ernteprobleme, geopolitische Unterbrechungen). Die gestiegene Angebotsbasis und wachsende Lagerreserven setzen den Preis tendenziell unter Druck. Fehlen neue offizielle USDA‑Daten, könnte die Volatilität relativ hoch sein bei jeder Überraschungsinformation.
Mais / Maize
Trend zuletzt: moderat steigend, aber mit Risiko gedämpft
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Der IGC hat die Prognose für die Gesamtgetreideproduktion 2025/26 deutlich nach oben revidiert, maßgeblich getragen von optimistischeren Maisannahmen.
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USDA im September‑WASDE hob die US‑Maisproduktion an (durch ausgeweitete Erntefläche) und erhöhte die Exportprognosen.
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Allerdings sind Risiken vorhanden: Hitzestress, Krankheitsdruck (z. B. Southern rust) und Trockenheit in Teilen des Corn Belt werden bereits in Marktkommentaren genannt.
Ergebnisse Bestands-/Exportänderungen:
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Globale Maislager: Leichter Anstieg prognostiziert (IGC)
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US‑Exportschätzungen wurden im September‑WASDE deutlich nach oben gesetzt
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US‑Endbestände für Mais: im USDA‑Modell angehoben in bestimmten Szenarien (je nach Projektionsannahmen)
2–4 Wochen Prognose (Mais):
Trotz der Angebotszunahme werden in den kommenden Wochen leichte Aufwärtsimpulse oder zumindest stabile Unterstützung erwartet, vor allem wenn Feldschäden, Krankheitsmeldungen oder Ernteunsicherheiten auftreten. Ohne neue USDA‑Daten hängt der Markt stark von privaten Einschätzungen und regionalen Signalen ab.
Rohöl (Crude Oil)
Trend zuletzt: leicht steigend bis stabil
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In den Agrarkommentarquellen wird Rohöl eher indirekt gehandelt, aber der Einfluss über Biotreibstoffe, Energiepreise und makroökonomische Bedingungen bleibt relevant.
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Der US‑Shutdown verstärkt Unsicherheit: da viele USDA‑/NASS‑Daten ausfallen oder verschoben werden, haben Marktteilnehmer weniger Orientierungspunkte.
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Sollte sich die Nachfrage (z. B. für Diesel, Benzin, Biokraftstoffe) unerwartet entwickeln oder geopolitische Risiken sich zuspitzen, könnte Rohöl kurzfristig stärker reagieren.
2–4 Wochen Prognose (Rohöl):
Angesichts der Datenunsicherheit wird mit einer moderaten Aufwärtsbewegung bei Rohöl gerechnet, sofern Nachfrage stabil bleibt und keine Angebotsstörungen eintreten. Allerdings ist auch eine Seitwärtsphase möglich, insbesondere wenn Makrodaten ausfallen oder Unsicherheit über Nachfrage dominiert.