1. Regulatorisches Umfeld & Politische Signale
CBAM bleibt der dominierende Systemfaktor
Der Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) der
Europäische Kommission
bestimmt weiterhin maßgeblich die europäische Düngemittelpreisbildung.
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Erste Rückmeldungen aus der Industrie zeigen, dass CBAM-Meldepflichten und CO₂-Faktoren komplexer sind als erwartet, was die Importaktivität weiter verlangsamt.
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In mehreren Mitgliedstaaten (v. a. Frankreich, Italien, Polen) verstärken sich politische Forderungen nach einer temporären Suspendierung des CBAM auf Düngemittel, um Kostensteigerungen in der Landwirtschaft abzufedern.
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Die EU-Kommission verweist weiterhin auf die Notfallklausel (Art. 27a), will aber vor März keine Entscheidung treffen.
Marktwirkung:
Die Unsicherheit führt zu gedämpfter Handelsaktivität, Preise für Landwirte hoch, weswegen kaum gekauft wird. Das führt kurzfristig zu stabilen, teils leicht fallenden Preisen.
2. Preisniveau & Kostenentwicklung 19.02.2026
Stickstoffdünger (Urea, KAS, AHL)
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Urea (EU-Importbasis): leichte Korrektur nach unten. Typische Rückgänge: –3 bis –8 €/t gegenüber Vorwoche.
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KAS (CAN/AN): weitgehend stabil, minimal rückläufig.
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AHL: konstantes Niveau, kaum Bewegung.
Hauptgrund:
Lagerbestände aus dem 4. Quartal 2025 wirken weiterhin preisdämpfend, während die Nachfrage moderat bleibt.
Phosphate (DAP/MAP)
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Preisniveau weiterhin auf erhöhtem Plateau, aber ohne neue Impulse.
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Händler melden leichte Nachlassverhandlungen, da die saisonale Nachfrage erst ab März/April stärker anzieht.
Kali (MOP/KCl)
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Weiterhin einer der stabilsten Düngemittelmärkte.
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Nur geringe Preisbewegungen, häufig ±1–2 €/t je Woche.
Gesamtbild Preise
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Keine Preissprünge,
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keine nennenswerten Preisrückgänge,
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stattdessen: ruhige Seitenwärtsbewegung auf hohem Niveau.
3. Angebots- & Nachfrageentwicklung
Angebot
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Importströme bleiben zurückhaltend, da Händler CBAM-Kosten exakter kalkulieren müssen.
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Nordafrika und Nahost bleiben wichtigste Alternativlieferanten zu Russland/Belarus.
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Europäische Produktion ist stabil, leicht gestützt durch niedrigere Gaspreise im Februar.
Nachfrage
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In KW 8 zeigen sich erste Saisonvorbereitungen bei Landwirten, jedoch ohne starke Einkaufswellen.
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Viele Betriebe warten auf:
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finale CBAM-Kostensätze,
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März-Angebotslisten großer Händler,
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witterungsabhängige Düngeplanung.
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Stimmung:
Vorsicht und abwartendes Verhalten dominieren weiterhin. Nachfrage wird erst ab KW 10–12 spürbar anziehen.
5. Zusammenfassung
Preisniveau und Trend
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Die Preise bewegen sich seitwärts-abwärts, jedoch ohne Dynamik.
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Der Markt wartet auf klare Signale – vor allem regulatorische Marktstruktur
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Der EU-Düngemittelmarkt befindet sich in einer Phase geringer Liquidität, weil viele Händler „auf Zeit spielen“.
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Importvolumen bleiben niedrig, aber (noch) ausreichend, um die Saison zu decken.
Risiken
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Politische Eingriffe (CBAM-Aussetzung oder Verschärfung) können jederzeit kurzfristige Volatilität erzeugen.
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Ein mögliches Wiederanziehen der Gaspreise stellt das größte externe Risiko dar.
Basisszenario (kurzfristig bis Mitte März):
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Leicht nachgebende Stickstoffpreise
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Stabile bis leicht sinkende Phosphatpreise
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Sehr stabiles Kali
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Fortgesetzte Zurückhaltung bei Großabnehmern