Marktanalyse – 29.09.2025
1. Weizen
Aktuelle Entwicklungen & statistische Daten
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In den USA meldete der USDA-Export‑Sales‑Report für die Woche zum 18. September Nettowerte von 539.800 t Weizen – ein Anstieg von 43 % gegenüber der Vorwoche.
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Die wöchentlichen Futureskurse zeigten leichte Verluste – z. B. Soft Red Wheat fiel um einige Cents, Open Interest rückläufig.
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Händlerkommentare vermerken starke Exportnachfrage, insbesondere für Weißweizen (Philippinen, Bangladesch)
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Global stehen große Bestände gegenüber moderater Nachfrage, was Druck auf die Preise ausübt.
Trendbeurteilung
Trend: leicht fallend / neutral bis moderat abwärts
Die Preisdynamik ist aktuell leicht rückläufig, trotz starker Exportverkäufe. Die Angebotsseite und die hohen Lagerbestände wirken dämpfend, und technische Indikatoren zeigen auch Schwäche (z. B. Weizen Dec ’25 Futures unter kurzfristigen Durchschnitten).
2–4 Wochen Prognose
In den nächsten Wochen dürfte der Druck tendenziell weiterbestehen, es sei denn, es kommen unerwartete Nachfrageschübe (z. B. durch Witterungsprobleme in Anbieterregionen oder zusätzliche Käufe). Ein Rücksetzer um 1–3 % ist wahrscheinlich, gestützt wird der Markt allerdings durch Nachfrage aus Asien / Schwellenländern.
2. Mais / Maize
Aktuelle Entwicklungen & statistische Daten
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Der USDA‑Report meldet Nettowerkäufe von 1,923,400 t Mais für die laufende Saison, deutlich höher als in der Vorwoche.
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Exporte in der Berichtswoche erreichten 1,315,900 t, mit Hauptabnehmern wie Mexiko, Japan, etc.
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In historischen Daten ist zu erkennen, dass Maisbestände in den USA und global relativ hoch sind, wodurch Margen und Preisausblicke belastet sind
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Futures‑Markt begünstigt kurzfristige Abgaben (Corn-Kurse zu Wochenende tendentiell schwächer)
Trendbeurteilung
Trend: stabil bis leicht fallend
Der Markt zeigt aktuell kein starkes Aufwärtsmomentum: die starken Exportverkäufe stützen, aber das Überangebot und schwaches Wachstumstempo dämpfen weitere Kursschübe.
2–4 Wochen Prognose
In 2–4 Wochen dürfte Mais mehr oder weniger seitwärts tendieren mit leichter Tendenz zu Abgaben (‑1 bis ‑2 %). Ein positiver Impuls könnte durch Wetterprobleme in Hauptanbaugebieten (z. B. USA, Südamerika) kommen, aber aktuell gibt es keine starken Signale.
3. Rohöl (Crude Oil)
Aktuelle Entwicklungen & Marktdaten
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Rohölpreise sanken zuletzt durch Wiederaufnahme der Exporte aus Kurdenregion Irak und Erwartungen auf gesteigerte OPEC+-Produktion.
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Der IEA prognostiziert eine globale Nachfrageerweiterung von ca. +700.000 b/d in 2025/26, aber auch ein wachsendes Angebotsplus.
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Die EIA erwartet deutliche Lageraufbaue in 3Q25 bis 1Q26 und prognostiziert einen Rückgang des Brent‑Preises von aktuell ~ $68 auf ~$59 in 4Q25.
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Investoren revidieren Erwartungen nach Produktionssignalen von OPEC+ und globalen Angebotsrisiken.
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Marktanalysten (z. B. JPMorgan) sehen mittelfristig ein Rohölpensum zwischen $66 und $58. JPMorgan
Trendbeurteilung
Trend: moderat fallend
Der Markt ist derzeit geprägt von Angebotssorgen und Lageraufbau, welche den Preisdruck erhöhen. Energieversorgungspolitik und Geopolitik bleiben volatile Einflussgrößen.
2–4 Wochen Prognose
In den kommenden 2–4 Wochen dürfte sich der Preisabwärtstrend fortsetzen – mit Zielzonen zwischen $62–$70, wobei ein Rücksetzer in Richtung $60 möglich ist, falls Angebotssituation und Lagerdynamik weiter überwiegen. Ein starker Anstieg ist eher unwahrscheinlich, solange kein geopolitischer Schock (z. B. Förderausfall, Sanktionen) eintritt.