Weizen
Trends:
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Ukraine’s Weizen‑Exportmengen in der Woche 3.–9. Nov wurden mit etwa 290 000 t ausgewiesen – deutlich unter der Vorwoche (ca. 399 000 t).
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In der European Commission Marktübersicht zeigen sich für Russland/Ukraine weiterhin relativ wettbewerbsfähige FOB‑Preise bei Weizen und Mais durch Exportsteuer‑Freigaben bzw. Änderung der Ausfuhrabgaben.
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In den USA steigt laut Marktbericht der Maisbestand trotz leicht reduzierter Erträge – für Weizen sind die Daten weniger aktuell, aber das globale Angebot bleibt solide.
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Für die EU ist der Wettbewerb durch Schwarzmeer‑Weizen weiterhin spürbar, was Druck auf EU‑Weizenpreise erzeugt.
2‑4 Wochen Forecast / Prognose:
Erwartung einer tendenziell seitwärts bis leicht fallenden Preisbewegung für Weizen in der EU und Deutschland – solange keine unerwarteten wetterbedingten Ernteprobleme auftreten oder logistische Exporthindernisse Schwarzmeerregion betreffen. Ein kurzfristiger Aufwärtsimpuls bleibt möglich, wenn z. B. ukrainische Ausfuhren weiter einbrechen.
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Bullish: + Potenzielle Unterbrechungen in der Schwarzmeerregion könnten EU‑Weizen unterstützen.
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Bearish: ‑ Schwaches ukrainisches Exportvolumen und starker Konkurrenzdruck durch Russland/Ukraine drücken die Preise. ‑ Global ausreichende Bestände mindern kurzfristiges Aufwärtspotenzial.
Mais
Trends:
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US‑Markt: Laut Bericht vom 17.11 steigt das US‑Maisangebot aufgrund höherer Anfangs‑Bestände, obwohl die Produktion nur leicht reduziert wurde.
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EU/Deutschland: Die EU‑Maisproduktion ist 2025/26 im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig geschätzt (z. B. –5 %) laut IGC‑Vorlage.
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Schwarzmeerregion: Ukraine exportiert aktuell weniger Getreide inklusive Mais; Transport‑/Logistikprobleme wirken belastend.
2‑4 Wochen Forecast / Prognose:
Eine moderate Seitwärtsbewegung mit leichter Abwärtsneigung bei Maispreisen im EU‑Raum erscheint wahrscheinlich. Ein stärkender Impuls käme, wenn US‑Exporte überraschend gesund bleiben oder Ukraine‑Logistik stark eingeschränkt wird.
Bullish / Bearish:
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Bullish: + Rückläufige EU‑Erzeugung könnte mittelfristig Unterstützungsfaktor sein.
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Bearish: ‑ Höhere US‑Anfangsbestände und Konkurrenz aus der Schwarzmeerregion belasten. ‑ Schwache Ukraine‑Ausfuhren bedeuten nicht zwingend Preisstütze, wenn andere Anbieter einspringen.
Rohöl
Trend (aktuell): leicht steigend, aber fundamental eher bearish
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Brent notiert aktuell um ~64,5 USD/Barrel (17.11.2025), etwa +6 % gegenüber vor einem Monat, aber rund –12 % unter Vorjahresniveau.
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Die US-Lagerbestände sind in der Woche bis 7. November um +6,4 Mio. Barrel auf etwa 427,6 Mio. Barrel gestiegen – deutlich mehr als vom Markt erwartet (≈ +2 Mio.).
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Die IEA warnt im jüngsten Oil Market Report vor einem wachsenden Überangebot: Für 2026 wird ein möglicher Überschuss von rund 4 Mio. Barrel/Tag und deutlich gestiegene Lager (nahe 8 Mrd. Barrel) skizziert.
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OPEC+ erhöht zwar die Förderung im November/Dezember 2025 moderat (+137 000 bpd), pausiert aber weitere Erhöhungen im 1. Quartal 2026, um den Markt zu stützen.
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Zusammenfassung
Für diese Woche gilt: Bei Weizen und Mais dominieren kurzfristig leichte Abwärts‑ bzw. Seitwärtstendenzen im EU/Deutschland‑Markt, gestützt durch starke globale Angebote und Wettbewerb aus der Schwarzmeerregion. Beim Rapssaatmarkt erscheint eine moderate Unterstützung möglich, vor allem durch Angebotsrisiken in der Ukraine, aber das Umfeld bleibt komplex.