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19:23

Markttrend Getreide 28.11.2025

Weizen / Wheat

Fundamentale Fakten

  • USDA: Für 2025/26 US‑Weizen: Angebotsseite erhöht → Versorgung steigt, Endbestände angehoben. USDA: Weltweite Weizenversorgung auf 1.090,3 Mio t geschätzt, Endbestände auf 271,4 Mio t (Zunahme gegenüber Vormonat).

  • IGC: Weltweite Weizenernte 2025/26 auf ca. 830 Mio t erhöht (+31 Mio t gegenüber Vorjahr).

  • Region EU/Deutschland: Zwar nicht alle Detailzahlen veröffentlicht, aber höhere globale Ernte und Wettbewerb durch Exporteure wie Russland/Ukraine belasten.

  • Region Russland/Ukraine: Während Russland gute Produktion erwartet, ist bei der Ukraine die Exportlage durch Konflikte/Wetterrisiken weiterhin relevant für EU‑Marktimpulse.

Trendbeurteilung

Weizen: Durch wachsende Versorgung und höhere Bestände fundamental tendenziell leicht fallend bis stabil. Für EU‑Markt besteht Druck durch globale Überangebote; jedoch könnte eine Versorgungseinschränkung der Ukraine kurzfristig stützend wirken.

2–4‑Wochen Prognose

  • In den nächsten 2–4 Wochen rechnen wir mit einer leichteren Abwärtsbewegung oder Seitwärtsverlauf. Solange keine größere Störung in der Schwarzen‑Meer‑Region auftritt, dürfte Überangebot dominieren.

Bullish / Bearish Punkte

Bullish 

  • Mögliche Export‑ oder Produktionsprobleme in der Ukraine/Schwarzen Meer‑Region könnten EU‑Markt stützen.

  • Höhere Nachfrage (z. B. Lebensmittel oder Futter) könnte kurzfristig Preise stabilisieren.

Bearish

  • Globale Ernte‑ und Vorratszuwächse drücken Preispotential.

  • Konkurrenzangebot, insbesondere aus USA und Russland, erhöht Export‑Druck auf EU.


Mais / Corn / Maize

Fundamentale Fakten

  • USDA: US‑Mais für 2025/26: Angebot erhöht (Beginn‑Bestände + Produktionsrevision), Endbestände steigen auf ca. 2,2 Mrd Bushel. USDA: Produktion global erhöht (z. B. IGC sieht 1.576 Mio t bei Grobgetreide).

  • EU/Deutschland: EU‑Maisproduktion leicht gesenkt bei IGC, EU → ca. 56,4 Mio t (‑5 % y/y) im Szenario. 

  • Region Russland/Ukraine: Ukraine Mais‑Ernte 2025/26 bei ca. 31,5 Mio t (+17 % y/y) geschätzt.

Trendbeurteilung

Mais: Fundamentale Daten zeigen leicht fallende Tendenz – hohes Angebot, große Endbestände, Nachfrage‑Zuwachs moderat. In der EU besteht zusätzlicher Wettbewerbsdruck durch starke Ukraine‑Prognose.

2–4‑Wochen Prognose

  • Wir erwarten für die nächsten 2–4 Wochen einen seitwärts bis leicht rückläufigen Trend. Ohne überraschende Nachfrage oder Produktionseinbrüche bleibt Abwärtsrisiko gegeben.

Bullish/Bearish

Bullish

  • Witterungsprobleme oder logistische Ausfälle in Exportregionen könnten kurzfristig Angebot einschränken.

  • Starke Exportnachfrage, insbesondere aus Drittstaaten, könnte Unterstützung bringen.

Bearish

  • Sehr hohe weltweite Vorräte mindern Preiserwartungen.

  • Starke Konkurrenz aus der Ukraine und USA senkt die Margen im EU‑Handel.


Rohöl Marktdatenanalyse & Prognosen

Aktuelle Lage / Current Situation

  • Preisniveau: Brent notiert aktuell um 63–64 USD/bbl; z. B. 63,19 USD/bbl am 28.11.2025. Das sind ca. –1,8 % im Monatsvergleich und rund –12–13 % unter Vorjahr – also ein moderat schwächerer Markt.

  • US-Bestände: US-Rohöl-Lager (exkl. SPR) liegen per Woche zum 21.11.2025 bei 426,9 Mio. Barrel, leicht +0,7 % WoW, aber immer noch rund 4 % unter dem 5-Jahres-Schnitt. Gesamte Erdölprodukte (inkl. Benzin, Destillate etc.) bei 1,682 Mrd. Barrel

  • Fundament: Überangebot droht: Die IEA-Prognose sieht für 2026 ein globales Überangebot von gut 4 Mio. Barrel/Tag; Öl-Lagerbestände sind bereits auf fast 8 Mrd. Barrel gestiegen.

  • OPEC+: OPEC+ hat am 30.11.2025 beschlossen, die aktuellen Fördermengen bis Ende 2026 konstant zu halten; die bestehenden Kürzungen von rund 3 % der globalen Nachfrage (3,24 Mio. bpd) bleiben, aber zusätzliche Kürzungen gibt es vorerst nicht.

Kurztrend:

  • Preise: leicht fallend bis seitwärts.

  • Bestände: leicht steigend.


Zusammenfassung

Die aktuellen Berichte von USDA und IGC zeigen insgesamt eine komfortable Versorgungslage bei Weizen und Mais – mit entsprechendem Preisdruck. Für den EU‑Markt bleibt die Region Schwarzes Meer (Ukraine/Russland) ein bedeutender Signalgeber: Jede Versorgungseinschränkung dort kann kurzfristig stützen. Dennoch dominieren derzeit die ausreichenden globalen Bestände und das Angebot.

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