Weizen / Wheat
Fundamentale Fakten
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USDA: Für 2025/26 US‑Weizen: Angebotsseite erhöht → Versorgung steigt, Endbestände angehoben. USDA: Weltweite Weizenversorgung auf 1.090,3 Mio t geschätzt, Endbestände auf 271,4 Mio t (Zunahme gegenüber Vormonat).
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IGC: Weltweite Weizenernte 2025/26 auf ca. 830 Mio t erhöht (+31 Mio t gegenüber Vorjahr).
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Region EU/Deutschland: Zwar nicht alle Detailzahlen veröffentlicht, aber höhere globale Ernte und Wettbewerb durch Exporteure wie Russland/Ukraine belasten.
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Region Russland/Ukraine: Während Russland gute Produktion erwartet, ist bei der Ukraine die Exportlage durch Konflikte/Wetterrisiken weiterhin relevant für EU‑Marktimpulse.
Trendbeurteilung
Weizen: Durch wachsende Versorgung und höhere Bestände fundamental tendenziell leicht fallend bis stabil. Für EU‑Markt besteht Druck durch globale Überangebote; jedoch könnte eine Versorgungseinschränkung der Ukraine kurzfristig stützend wirken.
2–4‑Wochen Prognose
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In den nächsten 2–4 Wochen rechnen wir mit einer leichteren Abwärtsbewegung oder Seitwärtsverlauf. Solange keine größere Störung in der Schwarzen‑Meer‑Region auftritt, dürfte Überangebot dominieren.
Bullish / Bearish Punkte
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Mögliche Export‑ oder Produktionsprobleme in der Ukraine/Schwarzen Meer‑Region könnten EU‑Markt stützen.
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Höhere Nachfrage (z. B. Lebensmittel oder Futter) könnte kurzfristig Preise stabilisieren.
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Globale Ernte‑ und Vorratszuwächse drücken Preispotential.
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Konkurrenzangebot, insbesondere aus USA und Russland, erhöht Export‑Druck auf EU.
Mais / Corn / Maize
Fundamentale Fakten
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USDA: US‑Mais für 2025/26: Angebot erhöht (Beginn‑Bestände + Produktionsrevision), Endbestände steigen auf ca. 2,2 Mrd Bushel. USDA: Produktion global erhöht (z. B. IGC sieht 1.576 Mio t bei Grobgetreide).
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EU/Deutschland: EU‑Maisproduktion leicht gesenkt bei IGC, EU → ca. 56,4 Mio t (‑5 % y/y) im Szenario.
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Region Russland/Ukraine: Ukraine Mais‑Ernte 2025/26 bei ca. 31,5 Mio t (+17 % y/y) geschätzt.
Trendbeurteilung
Mais: Fundamentale Daten zeigen leicht fallende Tendenz – hohes Angebot, große Endbestände, Nachfrage‑Zuwachs moderat. In der EU besteht zusätzlicher Wettbewerbsdruck durch starke Ukraine‑Prognose.
2–4‑Wochen Prognose
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Wir erwarten für die nächsten 2–4 Wochen einen seitwärts bis leicht rückläufigen Trend. Ohne überraschende Nachfrage oder Produktionseinbrüche bleibt Abwärtsrisiko gegeben.
Bullish/Bearish
Bullish
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Witterungsprobleme oder logistische Ausfälle in Exportregionen könnten kurzfristig Angebot einschränken.
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Starke Exportnachfrage, insbesondere aus Drittstaaten, könnte Unterstützung bringen.
Bearish
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Sehr hohe weltweite Vorräte mindern Preiserwartungen.
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Starke Konkurrenz aus der Ukraine und USA senkt die Margen im EU‑Handel.
Rohöl Marktdatenanalyse & Prognosen
Aktuelle Lage / Current Situation
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Preisniveau: Brent notiert aktuell um 63–64 USD/bbl; z. B. 63,19 USD/bbl am 28.11.2025. Das sind ca. –1,8 % im Monatsvergleich und rund –12–13 % unter Vorjahr – also ein moderat schwächerer Markt.
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US-Bestände: US-Rohöl-Lager (exkl. SPR) liegen per Woche zum 21.11.2025 bei 426,9 Mio. Barrel, leicht +0,7 % WoW, aber immer noch rund 4 % unter dem 5-Jahres-Schnitt. Gesamte Erdölprodukte (inkl. Benzin, Destillate etc.) bei 1,682 Mrd. Barrel.
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Fundament: Überangebot droht: Die IEA-Prognose sieht für 2026 ein globales Überangebot von gut 4 Mio. Barrel/Tag; Öl-Lagerbestände sind bereits auf fast 8 Mrd. Barrel gestiegen.
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OPEC+: OPEC+ hat am 30.11.2025 beschlossen, die aktuellen Fördermengen bis Ende 2026 konstant zu halten; die bestehenden Kürzungen von rund 3 % der globalen Nachfrage (3,24 Mio. bpd) bleiben, aber zusätzliche Kürzungen gibt es vorerst nicht.
Kurztrend:
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Preise: leicht fallend bis seitwärts.
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Bestände: leicht steigend.
Zusammenfassung
Die aktuellen Berichte von USDA und IGC zeigen insgesamt eine komfortable Versorgungslage bei Weizen und Mais – mit entsprechendem Preisdruck. Für den EU‑Markt bleibt die Region Schwarzes Meer (Ukraine/Russland) ein bedeutender Signalgeber: Jede Versorgungseinschränkung dort kann kurzfristig stützen. Dennoch dominieren derzeit die ausreichenden globalen Bestände und das Angebot.