Laut dem aktuellen EU-MARS-Bulletin profitieren mehrere Mitgliedstaaten von günstigen Witterungsbedingungen und erzielen überdurchschnittliche Hektarerträge bei Winterungen. Dies gilt insbesondere für Rumänien, Bulgarien, Frankreich, Spanien, Irland sowie die nord- und baltischen Länder. Auch in Österreich werden Winterungen über dem Fünfjahresmittel erwartet – mit Ausnahme von Winterraps, dessen Erträge leicht unter dem Durchschnitt liegen dürften.
Für Deutschland, Polen und Ungarn prognostizieren die EU-Agrarmeteorologen Hektarerträge im Bereich des langjährigen Mittels. Dagegen haben Hitze und Trockenheit die Ertragserwartungen für Italien spürbar reduziert.
In Südosteuropa – vor allem in Ungarn, Rumänien und Bulgarien – wirkt sich die anhaltende Trockenheit zunehmend negativ auf das Ertragspotenzial der Sommerungen aus. Ähnliche Trends zeigen sich in mehreren weiteren EU-Mitgliedstaaten, wo sich die Aussichten für Sommerfrüchte ebenfalls abgeschwächt haben.
In Süddeutschland, insbesondere zwischen Rheinland-Pfalz und Bayern, bereitet der zunehmende Befall mit der von Zikaden übertragenen Stolbur-Krankheit Sorgen – vor allem in Reihenfrüchten wie Zuckerrüben und Kartoffeln. In Teilen von Finnland und Estland führt anhaltender Starkregen lokal zu einem erhöhten Krankheitsdruck.
Situation in angrenzenden Regionen
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Türkei: Trockenheit beeinträchtigt die Wintergetreideerträge.
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Ukraine: Im Süden bremst ein anhaltendes Niederschlagsdefizit die Entwicklung der Sommerungen; im Osten haben trockene Frühjahrsbedingungen die Winterungserträge bereits reduziert.
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Maghreb-Region: Hitze und Dürre führen zu deutlich schwächeren Ernteergebnissen.
Fazit: Diese Entwicklungen verdeutlichen die zunehmende Witterungsabhängigkeit der europäischen Landwirtschaft und unterstreichen die regionale Spreizung der Ertragspotenziale – ein zentraler Faktor für die Marktprognosen der kommenden Monate.