Der Internationale Getreiderat (IGC) prognostiziert für 2025/26 mit 2.376 Mio. Tonnen die höchste globale Getreideproduktion aller Zeiten – getrieben durch Rekordernten bei Weizen (808 Mio. t, +8 Mio. t) und Mais (1.276 Mio. t, +48 Mio. t) im Vergleich zum Vorjahr.
Der Gesamtverbrauch steigt damit ebenfalls auf 2.376 Mio. t (+1,5 %), was einer ausgeglichenen globalen Bilanz entspricht. Die Endlagerbestände verharren bei 582 Mio. t, was 24,49 % des Verbrauchs entspricht (−0,33 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr).
Trotz rückläufiger Preise bei Weizen und Reis führten Preissteigerungen bei Mais und Sojabohnen zu einem leichten Anstieg des IGC-Preisindex (GOI) um 0,9 % gegenüber Juni. Im Jahresvergleich bleibt der Index jedoch um 3,4 % unter dem Vorjahresniveau.
Der IGC belässt seine Prognose für den weltweiten Getreidehandel 2025/26 bei 430 Mio. t (+1,6 % zum Vorjahr). Haupttreiber ist die steigende Nachfrage aus Asien, insbesondere durch eine leichte Importausweitung Chinas bei Mais (+1,0 Mio. t auf 8,0 Mio. t) und Weizen (+2,0 Mio. t auf 6,2 Mio. t) nach dem Einbruch 2024/25.
Trotz dieser Dynamik erwartet der IGC bei den acht führenden Exportländern (u. a. Argentinien, EU, Russland, USA) einen Lageraufbau um 12 Mio. t auf 140 Mio. t, was 24,1 % der weltweiten Getreidereserven entspricht.
Der Weizenexport der EU wird im Vergleich zum Juni um 1,0 Mio. t auf 32,0 Mio. t nach unten korrigiert, bleibt aber deutlich über Vorjahresniveau (+4,8 Mio. t). Gleichzeitig reduziert der IGC die Importprognose um 2,1 Mio. t auf 6,9 Mio. t, was die Handelsbilanz stabilisiert.
Die Ernteschätzung bleibt bei 137,2 Mio. t (+17,8 Mio. t zum Vorjahr), der Binnenverbrauch steigt leicht. Das EU-Endlager sinkt um 1,9 Mio. t auf 10,9 Mio. t; die Lagerquote (stock-to-use) liegt mit 7,6 % weiter auf einem sehr niedrigen Niveau.
Trotz einer kleineren Weizenernte (−1,2 Mio. t auf 52,5 Mio. t) steigen die US-Endlager auf 24,3 Mio. t, was einer hohen Lagerquote von 44,6 % entspricht. Global liegt diese Quote bei 32,6 %, bei den Top-Exporteuren bei 15,5 %.
Auch beim Mais prognostiziert der IGC einen deutlichen Lageraufbau in den USA um 9,0 Mio. t auf 43,1 Mio. t. Die Ernte soll auf 398,9 Mio. t steigen, bei vergleichsweise geringem Exportwachstum.
China reduziert zwar seine Lagerbestände, bleibt aber dominanter Vorratsakteur:
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Weizen: Rückgang um 2,3 Mio. t auf 134,7 Mio. t = 90,7 % Eigenbedarf, 50,9 % der Weltlager
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Mais: Rückgang um 5,8 Mio. t auf 178,4 Mio. t = 56,9 % Eigenbedarf, 64,1 % der Weltlager
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Brasilien bleibt der zweitgrößte Maisexporteur mit 39,0 Mio. t
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Ukraine:
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Weizenexport 2025/26: 16,0 Mio. t (−0,8 Mio. t zum Vorjahr)
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Maishandel: Exportsteigerung auf 23,9 Mio. t bei höherer Ernte (28,6 Mio. t) und reduziertem Binnenverbrauch
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Der IGC senkt die Ernteprognose um 1,7 Mio. t auf 60,3 Mio. t, belässt den Import bei 20,5 Mio. t. Der Verbrauch sinkt leicht auf 78,4 Mio. t, die Endlager auf 7,0 Mio. t.