13.
05.25
09:33
Trotz höherer Ernten bleibt Versorgung knapp

USDA mit 1. Schätzung zum Weltgetreidemarkt 2025-26

USDA: 1. Prognose zum Weltgetreidemarkt 2025/26

In seiner 1. Vorschau auf den Weltgetreidemarkt 2025/26 schätzt das US-Agrarministerium (USDA) eine Gesamternte in Höhe von 2.358 Mio. t Im Vergleich zum zu Ende gehenden Jahr mit 2.295 Mio. t. Der Verbrauch soll nicht ganz so stark von 2.336 auf 2.375 Mio. t steigen. Damit setzt sich der seit rd. 10 Jahren zu beobachtende globale Vorratsabbau fort. Die Schätzung liefert eine Minderung um rd. 10 Mio. t auf 571 Mio. t im Jahresvergleich. Die Versorgungszahl rutscht auf 24,1 % Endbestand zum Verbrauch weiter ab; ohne China sind es nur 14,3 %. Der höchste Betrag lag mal bei knapp 31 %: 

Die weltweite Weizenerzeugung steigt auf 808,5 Mio.t (Vorjahr knapp 800 Mio.t). Höhere Ernten werden vor allem in der EU (+14 Mio. t), Indien (+4 Mio. t), China (+2 Mio. t), Russland (+2 Mio. t) und Argentinien (+1,5 Mio. t) erwartet. Dagegen wird mit teils deutlichen Abschlägen in Australien, Pakistan, Kasachstan, Iran und einer Reihe kleinerer Produktionsgebiete gerechnet.

Der globale Weizenverbrauch wird auf 808 Mio. t veranschlagt Vorjahr (803,6 Mio. t). Damit ist rein rechnerisch eine Bedarfsdeckung erreicht. Mit 265 Mio. t Endbestand bleibt zwar mengenmäßig die niedrige Versorgungsstufe erhalten, aber in Relation zum steigenden Verbrauch wird die Versorgungslage krisenanfälliger. 

Die Maiserzeugung auf Weltebene wird auf rd. 1.265 Mio. t (Vorjahr 1.221 Mio. t) geschätzt. Zu der Steigerung tragen insbesondere die USA mit einem Zuwachs von knapp 24 Mio. t auf insgesamt 402 Mio. t. bei.  Dazu trägt aus Gründen der Preisrelation maßgeblich die höhere Anbaufläche zu Lasten der Sojafläche bei. Auch die übrigen Maisernten in anderen Erzeugungsgebieten mit Ausnahme Kanadas sollen tendenziell etwas höher ausfallen.

Die weltweite Maisverwendung wird auf 1.274 Mio. t (Vorjahr 1.250 Mio. t) veranschlagt.

Im Gegensatz zur Weizenernte ist die Schätzung für Mais deutlich risikoanfälliger, weil im Wesentlichen vorerst nur die Anbauflächen die Grundlage bilden. Die Vorratsbestände sollen deutlich zurückgehen, insbesondere mit dem Schwerpunkt in China mit einem Abbau von rd. 16 Mio. t bzw. – 8 %.  

Für die restlichen Getreidearten wird von einer Erzeugung in Höhe von knapp 285 Mio. t und einem Verbrauch von 287 Mio. t ausgegangen.

Beim Vergleich der bisherigen Schätzergebnisse anderer Institutionen fällt auf, dass die FAO Anfang Mai im Falle von Weizen nur von 795 Mio. t ausgeht, während der IGC im April 2025 eine Weizenernte von 806 Mio. t und eine Maisernte von 1.274 Mio. t voraussieht. 

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