Aug 2024: USDA kürzt Weltgetreideversorgung 2024-25
Das US-Agrarministerium (USDA) hat in seiner jüngsten Aug.-24- Ausgabe die weltweite Getreideernte gegenüber dem Vormonat um rd. 6 Mio. t auf 2.302 Mio. t niedriger eingeschätzt. Der globale Verbrauch wird auf 2.310 Mio.t veranschlagt. Dementsprechend werden die Vorräte gegenüber dem Vorjahr auf 592 Mio. t bzw. nur noch 25,6 % Endbestand zum Verbrauch zurückgenommen. Das ist so niedrig wie zuletzt im Jahre 2015/16.
Die Weltweizenernte hat das USDA um rd. 2 Mio. t auf 698 Mio. t zum Vormonat angehoben. Die Höherschätzung kommt durch etwas bessere Ernten in der Ukraine, Australien und Kasachstan zustande, werden aber teilweise wieder aufgehoben durch niedrigere Ergebnisse in den USA und der EU-27. Der globale Verbrauch wird um rd. 4 Mio. t auf 804 Mio. t angehoben. Dementsprechend fallen die Endbestände auf 256 Mio. t zurück.
Die Maisernte auf Weltebene wird im Vergleich zum Vormonat um 5 Mio. t niedriger auf 1.220 Mio. t gekürzt. Ausschlaggebend ist die niedrigere EU-Ernte mit 60,5 Mio. t (Vormonat 64 Mio. t). Für Russland wurde das Ergebnis in geringem Umfange gekürzt, während in den USA die Maisernte höher eingestuft wird. Die Endbestände werden um -1,5 Mio. t auf 310 Mio. t zurückgenommen.
Die restliche Getreideernte fällt im Vergleich zum Vorjahr um +3,6 % auf knapp 285 Mio. t höher aus, wird aber durch den gesteigerten Verbrauch wieder aufgefangen.
Die neue USDA-Schätzung bestätigt die mehrjährig anhaltende Entwicklung einer weltweit enger werdenden Versorgungslage - gemessen an den Jahresendbeständen im Verhältnis zum Verbrauch.