26.
06.15
17:12

COCERAL mit neuer EU-Ernteschätzung

Coceral  schätzt EU-Ernte niedriger ein – Kursauftrieb an den Börsen

In der jüngsten Monatsausgabe des Dachverbandes der europäischen Getreide- und Ölsaatenhändler wird die EU-Getreideernte 2015/16 nochmals tiefer gesetzt. Die gesamte Getreideerzeugung wird jetzt nur noch knapp über der 301 Mio. t Marke angesiedelt. Im Vergleich lag das Rekordergebnis des Vorjahres bei  323,6 Mio. t. Ausschlaggebend für die geringere  Prognose sind um 4 dt/ha niedrigeren Durchschnittserträge, wobei die  Anbaufläche geringfügig höher ausfällt.

Die Entwicklung ist in den Anbaugebieten durchaus unterschiedlich. Deutliche Ernteminderungen werden für Deutschland in Höhe von -13,5 % bzw. -7 Mio t, und in Ungarn mit -14,3 % vorhergesagt. Zwischen -6 bis -8 % fallen die Ernten in Italien, Spanien und Großbritannien aus. Es gibt kaum ein Gebiet, das nicht von der Niederschlagsarmut in diesem Jahr betroffen ist.

Die jüngsten Meldungen aus Frankreich sind noch nicht berücksichtigt. Die französische Fa. AgriMer  sagt eine Hitzewelle für Frankreich in der kommenden Woche voraus mit Temperaturen bis an die 40 Grad Celsius. Für den  ohnehin von Niederschlagsarmut geprägten Nordosten Frankreichs werden überdurchschnittliche  Ertragseinbußen erwartet.

Bei den Getreidearten treten die größten Ernteeinbußen beim Weizen mit -8 Mio. t auf. Die gesamte EU-Weizenernte erreicht jetzt nur noch 148,1 Mio. t. Die EU-Gerstenernte  wird jetzt um 3,6 Mio. t niedriger eingeschätzt. Die Maisernte fällt von 73,8 auf 65,7 Mio. t ab. Roggen und Triticale gehen ertragsbedingt jeweils um 1 Mio. t zurück.

Die für die kommenden 2 Wochen geltenden Wettervorhersagen fast ohne Regenfälle bei hohen Temperaturen werden auf den Frühdruschstandorten die Ernte beschleunigen. Möglicherweise werden dabei die spätreifenden Getreidearten und –sorten in der Kornfüllungsphase nochmal beeinträchtigt.

Die Ernterisiken dieses Jahres sind noch längst nicht alle überwunden. Wir stehen erst am Anfang.

Die seit 2 Monaten um einen  Mittelwert schwankenden Weizenkurse haben  wieder eine deutliche Aufwärtskursrichtung genommen. In Paris überschreiten die Kurse die Marke von 185 € je t und in Chicago werden umgerechnet  knapp 175 € je t erreicht.  Möglicherweise könnten die Notierungen ab jetzt auf einem höheren Niveau festsetzen.  An den Kassamärkten setzt sich ebenfalls eine Aufwärtsbewegung durch.  

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