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03.16
15:29

Coceral schätzt EU-Getreideernte 2016 auf 306,5 Mio. t

Coceral schätzt EU-Ernte 2016 niedriger als EU-Kommission

Der Dachverband der europäischen Getreide- und Ölsaatenhändler COCERAL hat seine 1. Schätzung zur neuen EU-Ernte vorgelegt. Das Ergebnis lautet auf 306,3 Mio. t. Die EU-Kommission hat einige Zeit zuvor eine Prognose mit 310,3 Mio. t abgegeben.

Die Unterschiede zwischen den beiden Vorhersagen bestehen einmal in den unterschiedlich hohen Einschätzungen  beim Weizen, Mais und sonstigen Getreide.  Die EU erwartet eine Maisernte in Höhe von 67 Mio. t, während Coceral nur auf 63,1 Mio. t tippt. Beim übrigen Getreide prognostiziert die EU-Kommission eine Größenordnung von 92,4 Mio. t, während Coceral nur von 89,5 Mio. t ausgeht.

Dagegen liegen die Weizenschätzungen der EU-Kommission um 2,5 Mio. t niedriger.

Weitere Unterschiede bestehen bei den Ernteflächen von 57,1 Mio. ha im Falle von Coceral und 56,9 Mio. ha bei der EU-Kommission. Ausschlaggebend sind die unterschiedlichen Ertragserwartungen.  Coceral schätzt das Durchschnittsniveau um rd. 1 dt  je ha niedriger ein als die EU-Kommission, die gegenüber dem Vorjahr von rd. 2 dt/ha mehr ausgeht.

Für das abgelaufene Jahr 2015 schätzt Coceral ein Ergebnis von 308,8 Mio. t näherungsweise gleich hoch wie die EU-Kommission mit 309,3 Mio. t.

Die schwächere Ernte 2016 wird von Coceral  bei geringfügig größeren Anbauflächen in den um  1 dt/ha niedrigeren  Flächenerträgen gesehen.  Man geht für die Vorausschätzung von unterstellten mehrjährigen Durchschnittserträgen aus. Das Ergebnis lag 2015 deutlich darüber.  Allerdings fällt die Entscheidung darüber erst in den ertragsentscheidenden Monaten Mai-Juni-Juli-2016. Insoweit bleibt noch viel Spielraum für neue Einschätzungen.

Die ausschlaggebenden Ernteminderungen zum Vorjahr erwartet Coceral  in erster Linie in Frankreich mit -1,5 Mio. t und Großbritannien mit -1 Mio. t, während für Deutschland ein fast gleich hohes  Ergebnis geschätzt wird. Deutliche Verbesserungen erhofft man sich in Spanien nach dem vorjährigen schwachen Abschneiden. Leichte Erhöhungen werden nach den Trockenheitsbedingten Einbrüchen im Vorjahr für die osteuropäischen Länder vorhergesagt. Ausnahmen bilden die baltischen Staaten und Tschechien mit schwächeren Ernteprognosen.

Trotz der geringeren Ernteerwartungen bleiben die Ergebnisse über dem mehrjährigen Durchschnittsniveau.

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