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08.15
08:25

Deutsche Getreideernte unter Vorjahresniveau

Abschließende Ernteschätzung des DRV

Der deutsche Raiffeisenverband hat Mitte August seine letzte Ernteschätzung für Deutschland veröffentlicht. Die Ergebnisse beruhen auf den amtlich ermittelten Anbauflächen des Statistischen Bundesamtes, aber DRV-eigenen Ertragsschätzungen.

Die bundesdeutsche Getreideernte wird auf 47,3 Mio. t eingestuft im Vergleich zum Vorjahr mit rd. 52 Mio. t. Bei einer 1 % größeren Anbaufläche kommt der Unterschied im Wesentlichen durch einen um -10 % niedrigeren Ertrag von 72,5 dt/ha im Vergleich zum Vorjahr mit 80,5 dt/ha zustande.  

Die vollständige Weizenernte beansprucht  mit rd. 27,7 Mio. t  mehr als die Hälfte der deutschen Gesamternte. Das diesjährige Ergebnis liegt witterungsbedingt um rd. -7,5 % unter dem Vorjahr. Die Weizenerträge werden mit 78,2 dt/ha (Vorjahr 86,3 dt/ha) veranschlagt.

Das Ernteergebnis für Roggen fällt um -13,8 % schlechter aus als im Vorjahr. Entscheidend sind die schwächeren Flächenerträge von -12,7 % auf durchschnittlich 53,4 dt/ha. Die Bandbreite auf den unterschiedlichen Standorten reicht in diesem Jahr von unter 30 dt/ha bis über 80 dt/ha.

Die deutsche Gerstenernte verfehlt das Vorjahresergebnis mit 11,2 Mio. t  nur um -3 %. Höhere Anbauflächen mit Schwerpunkt bei der Sommergerste haben einen Teil des Ertragsrückganges wieder wettgemacht.

Mit fast 24 % Ernterückgang wird beim deutschen Mais gerechnet. Neben einer um knapp 5 % reduzierten Anbaufläche schlägt insbesondere der fast -21 % Ertragsrückgang zu Buche.

Hafer und Triticale verlieren ebenfalls -10 % bzw. -13 % gegenüber dem Vorjahr.

Die deutsche Rapsernte schätzt der DRV nochmal niedriger ein auf 4,9 Mio. t bzw. -21 % unter dem Vorjahresergebnis. Dazu hat eine um knapp -8 % niedrigere Anbaufläche und ein um -14,6 % deutlich schwächerer Flächenertrag in Höhe von -38,3 dt/ha beigetragen.

Die größten Rückschläge bei der Rapsernte mit jeweils fast - 33 % mußten Baden-Württemberg und Hessen hinnehmen. Bayern, Thüringen und Rheinland-Pfalz verzeichneten jeweils Einbußen in Höhe von  rd. -25 %  Mecklenburg–Vorpommern, das größte deutsche Erntegebiet mit 0,95 Mio. t bzw.  20 % Anteil,  erreicht fast gleichwertig über eine geringere Anbaufläche und fallenden Ertrag eine Gesamtminderung von -13,4 %.

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