11.
02.14
21:25

Die aktuellen USDA-Daten vom 10.02.2014

Laut aktueller Schätzung des USDA vom gestrigen Montag haben sich die Getreideüberschüsse im WJ 2013/14 gegenüber der Schätzung im letzten Monat um 4 Mio. t auf 35 Mio. t verringert. Diese Veränderung liegt im „normalen Bereich“ und bedeutet keineswegs eine Trendumkehr. Verantwortlich dafür ist in erster Linie der um 5 Mio. t höher eingeschätzte Maisverbrauch der Mais-Importländer wie EU, Korea, Nordafrika und China aber auch der höhere Verbrauch beim Exporteur Kanada.

Bei der Weizenbilanz blieb weitgehend „alles beim Alten“, wenn auch die Kurse an den Börsen in den USA und Europa sich leicht nach oben bewegten.

Betrachtet man sich die Grafik „Weltgetreide – Erzeugung und Verbrauch“, so kann man unschwer erkennen, dass die Jahresbilanz die Börsenkurse maßgeblich beeinflusst. In den zwei Wirtschaftsjahren mit einer deutlich höheren Erzeugung gegenüber dem Verbrauch – WJ 2008/09 und WJ 2009/10 – fielen die Kurse auf ein niedriges Niveau, während in den drei Wirtschaftsjahren WJ 2010/11 bis 2012/13 ein in der Jahresbilanz höherer Verbrauch die Kurse nach oben trieb. In 2013/14 haben wir jetzt mit Sicherheit wieder ein Überschussjahr – die genaue Höhe kann bis zum Schluss noch um ein paar Tonnen variieren, wird aber nicht mehr gänzlich „kippen“. Es stellt sich die Kernfrage: Wie entwickelt sich das nächste Wirtschaftsjahr 2014/15? Während die Weizenbestände weltweit auf dem Vorjahresniveau bewertet werden, steht beim „Mainplayer“, dem Mais noch alles in den „Sternen“. Klar, der Mais ist noch nicht gesät und die Frühjahrs- und Sommerentwicklung kann noch lange nicht seriös geschätzt werden. Wir werden also noch ein paar Monate auf nachhaltige Impulse auf dem Getreidemarkt warten müssen, es sei denn, die Chinesen ändern schon vorher ihre Importpolitik. In jedem Fall darf gespannt gewartet werden, ob es im zweiten Wirtschaftsjahr hintereinander wieder Überschüsse, ein Patt oder ein Jahresdefizit geben wird. Die eingangs genannte Grafik zeigt in welche Richtung die Kurse bei den ersten verlässlichen Schätzungen (im Mai des Jahres) der Jahresbilanz für das WJ 2014/15 gehen können.

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