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01.15
16:25

Die CFTC-Daten bei Weizen und Mais vom 13. Januar 2015

Bei den Weizen-Spekulanten in Chicago scheint ein Umdenken stattzufinden. In der Berichtswoche zum 13. Jan. 2015 verloren die Netto-Long-Positionen 4.712 Kontrakte auf nunmehr 9.430 Netto-Long-Positionen. Die Kurse insbesondere in Chicago gerieten stark unter Druck und verloren in den letzten Wochen umgerechnet 20 Euro/t. Die Kurse in Paris halten sich auf einem 24 Euro/t höheren Niveau. Der niedrige Ölpreis, die russischen Rubelprobleme, aber auch der schwache Euro helfen den europäischen Ackerbauern und fördern die Weizenpreise. Doch Vorsicht: Wenn der Ölpreis weiter niedrig bleibt, kommt der Non-Food-Absatz insbesondere beim Mais ins Stocken. Auch die Weizenendbestände und der Stock to use Ratio geben keinen Anlass zu weiteren Kurssteigerungen.

Die jüngsten USDA-Zahlen brachten gegenüber dem Vormonat kaum Veränderungen. Beim Weizen gab es eine Erhöhung um 1 Mio. t geg. dem Vormonat, während die geschätzten Endbestände beim Grobgetreide um 3 Mio. t reduziert wurden. Insgesamt immer noch eine komfortable Versorgungsituation mit einem Jahresplus beim Weizen von 11 Mio. t und 14 Mio. t beim Grobgetreide. Das Gesamt-Jahresplus von 25 Mio. t beim Getreide führt zu Getreide-Endbeständen von 420 Mio. t. Der Stock to use Ratio (Anteil Endbestand am Verbrauch) liegt bei 21% und damit leicht über dem Fünf-Jahres-Durchschnitt von 20%. Von daher sind überdurchschnittliche Kurse über alle Getreidearten nur schwer ableitbar (Der Weizendurchschnittskurs der letzten fünf Jahre lag an der Matif bei ca. 210 Euro/t), aber wesentlich tiefere Kurse sind aus dieser Betrachtung auch nicht ablesbar.

Auch beim Chicago-Mais steigen die Spekulanten in Scharen aus den Netto-Long-Positionen aus. Ein Minus von 22.024 Kontrakten in der Berichtswoche zum 13. Jan. 2015 führte zu weniger aber immerhin noch 204.611 Netto-Long-Positionen. Die Kurse in Chicago und Paris gaben nach, befinden sich aber mit umgerechnet 129 Euro/t in Chicago und 159 Euro/t in Paris gemessen an der Situation innerhalb der letzten 12 Monate immer noch auf einem guten Niveau.

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