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11:25

Die CFTC-Daten bei Weizen und Mais vom 25. November 2014

Die Weizen-Spekulanten in Chicago sind immer noch mit 12.103 Netto-Short-Positionen (minus 222 geg. Vorwoche) über wiegend auf der Verkäuferseite, d. h. die (knappe) Mehrzahl erwartet sinkende Kurse. Ganz im Gegensatz dazu steigen die Kurse in Chicago und Paris deutlich an. Über die Höhe des Anstiegs sind alle in der Branche überrascht. Letztlich gibt es keine fundamental stichhaltigen Gründe. Klar, man berichtet von schwachen Weizenbeständen in Russland und der Ukraine und auch in den USA setzt der frühe Frosteinbruch der neuen Einsaat und den noch knapp 10% stehenden Maisbeständen zu. Die Gerüchte um russische Export-Restriktionen spielen dann eher schon eine „preistreibende“Rolle. Auch die Chinesen kaufen kräftig, was auf dem Markt zu finden ist. Teilursache sind auch die weltweit knappen guten Weizenqualitäten, während reichlich Futterweizen vorhanden ist. Die in den USA günstigsten Weizen- und Maiskurse seit 2010 hatten dem Handel und Verbrauch (u. a. Ethanol) seit Anfang Oktober kräftigen Auftrieb verliehen. Hier zeigt sich der funktionierende Markt, niedrige Kurse aktivieren den Verbrauch/die Bevorratung, mit der Folge, dass bei steigender Nachfrage die Kurse wieder steigen. Diese Phase kann der Erzeuger zu einem Teilverkauf nutzen, da nach wie vor die Weltgesamternte überdurchschnittlich ist und die Endbestände ein deutliches Plus gegenüber den letzten Jahren aufweisen. Beim Gesamtgetreide beträgt die „Stock to use Ratio“ (Anteil der Vorräte am Verbrauch) beruhigende 21 % (Weizen 27%, Grobgetreide 18%).

Die rheinischen Händler und Verarbeiter suchen verstärkt Ware der neuen Ernte, was man auch an der verbesserten Basis erkennen kann (siehe Grafik). Aktuell erzielt der Futterweizen knapp 10 Euro/t weniger als Brotweizen und die Wintergerste „hinkt“ noch weitere 2-3 Euro/t hinterher.

Die Mais-Spekulanten in Chicago setzen den Trend zum Aufbau den Netto-Long-Positionen fort. Ein sattes Plus von 20.242 Netto-Long-Positionen auf jetzt insgesamt 207.196 Netto-Long-Positionen zeigt deutlich die Richtung, denen die Kurse willig folgen.

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