15.
09.14
10:51

Die CFTC-Daten beim Weizen und beim Mais vom 09. September 2014

In der letzten Berichtswoche zum 09.09.2014 haben beim Chicago-Weizen die Netto-Short-Positionen um 10.026 Kontrakte zugenommen (minus 3.054 Netto-Long-Positionen, plus 6.279 Netto-Short-Positionen). Diese nicht unerhebliche Veränderung brachte die Kurse weiter unter Druck. Maßgeblich dafür dürften die schon im Vorfeld der jüngsten USDA-Zahlen erwarteten höheren Welt-Weizen-Endbestände gewesen sein. Da diese Erwartung auch eintrat, fielen die Kurse bis zum heutigen Montag erstmalig seit vielen Jahren wieder unter 500 $Cent/Bushel (entspricht ca. 140 Euro/t). Auch in Paris konnte man sich diesem Kursdruck nicht entziehen, so dass zwischenzeitlich nur noch 160 Euro/t für den Nov. 14 Future notiert wurden. Nach wie vor gibt es keine wesentlichen Impulse in die andere Richtung, im Gegenteil, sollten sich die Produktionszahlen bestätigen, muss aufgrund der weltweit schwierigeren Wirtschaftslage auch noch mit einem stagnierenden Verbrauch gerechnet werden.

Der Chicago-Mais konnte sich dem Weizen-Trend etwas entziehen und die Netto-Long-Positionen haben sogar um 1.350 Kontrakte auf insgesamt 81.446 Netto-Long-Positionen zu genommen. Vor dem Hintergrund der erwarteten riesigen Maisernte schon etwas erstaunlich, da sich die Kurse auch wieder rückläufig bewegten. Die Kursrückgänge in den letzten Tagen beim Getreide waren schon die Vorboten der im September höher eingeschätzten Endbestände im Wirtschaftsjahr 2014/15 gegenüber dem Vormonat. Dabei spielen die nach oben korrigierten Anfangsbestände die entscheidende Rolle gegenüber den in etwa gleichermaßen gestiegenen Produktions- und Verbrauchszahlen. Damit sind die geschätzten Überschüsse von nunmehr 51 Mio. t aus WJ 2013/14 und 24 Mio. t aus WJ 2014/15 auf einen Gesamtgetreide-Endbestand von 420 Mio. t ganz beachtlich und so hoch wie schon seit Anfang des Jahrtausends nicht mehr. Dieses Jahr zeigt auch deutlich wie sich Schätzungen ändern können. Wurden noch bei der ersten USDA-Schätzung für das WJ 2014/15 im Mai dieses Jahres Endbestände von 398 Mio. t angenommen, so sind diese kontinuierlich jeden Monat um insgesamt 22 Mio. t angewachsen. Die aktuellen Zahlen haben außerdem zunehmend Qualität, was die Sicherheit der Schätzung betrifft. Auch die etwas „unsicheren“ vorgesehenen Exportmengen aus der Ukraine (zurzeit 10 Mio. t Weizen und 20 Mio. t Mais) werden das „Blatt der Endbestand-Zuwächse“ nicht mehr wenden. Also von daher: Es gibt wenig Argumente für steigende Kurse.

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