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03.15
15:08

Die CFTC-Daten beim Weizen und beim Mais vom 10. März 2015

Soll man sich freuen oder nicht? Die Probleme in der Euro-Zone wie z. B. das Thema Griechenland oder das sogenannte „Fluten“ durch die EZB schwächen den Euro und helfen den aktuellen Getreidepreisen. Ohne diese externen Hilfen wäre der Export nicht so gut gelaufen und die Kurse deutlich niedriger. Dennoch dürfte sich der Aufwind für die alterntigen Kurse langsam legen. Wer noch 2014er Ware zu vermarkten hat, darf sich langsam darüber Gedanken machen.

Die aktuelle USDA-Schätzung für das Wirtschaftsjahr zeigt beim Weizen gegenüber dem Vormonat keine Veränderungen. Der Endbestand wächst gegenüber dem Vorjahr um 11 Mio. t. auf 198 Mio. t.

Beim Grobgetreide hingegen verringert sich der Endbestand um 5 Mio. t gegenüber dem Vormonat auf nunmehr 219 Mio. t (gegenüber Vorjahr dennoch ein Plus von 10 Mio. t).

Insgesamt bleibt es beim Getreide mit einem Plus von 21 Mio. t im Wirtschaftsjahr 2014/15 bei einem deutlichen Überschuss.

Beim Weizenmarkt gerät das Wirtschaftsjahr 2015/16 d. h. die Ernte 2015 auf der Nordhalbkugel zunehmend in den Fokus. Die ersten Schätzungen verschiedener Organisationen gehen weltweit von einer etwas rückläufigeren Weizen- und Maisernte aus. Bei der in etwa gleich großen weltweiten Anbaufläche werden im Wirtschaftsjahr 2015/16 keine Rekorderträge wie zum Beispiel beim Mais im letzten Jahr in den USA erwartet. Auch aus der Ukraine werden geringere Ernte- und damit Exportmengen geschätzt, da aufgrund der politischen Unruhen keine optimale Produktion stattfinden kann. Die ersten Schätzungen des Getreideverbrauchs gehen aufgrund der rückläufigen Weltkonjunktur von geringeren Verbrauchs-Steigerungsraten gegenüber den letzten Jahren aus. In der Summe erwartet man im WJ 2015/16 leicht rückläufige Endbestände, so dass der Stock to use Ratio (Anteil Endbestand am Verbrauch) beim Getreide gegenüber der aktuellen USDA-Schätzung für das Wirtschaftsjahr 2014/15 um 1% auf ca. 20% sinken könnte. Dieser gegenüber den letzten fünf Jahren leicht unterdurchschnittliche Wert bedeutet im Gegenzug dieErwartung von leicht überdurchschnittlichen Kursen. Betrachtet man die Weizenkurse an der Pariser Matif ab 2010, so kann man eine „gewaltige“ Spanne von 120 bis 270 Euro/t erkennen. Aus dieser Spanne ergeben sich durchschnittliche Kurse von um die 200 Euro/t. Die Stock to use Ratio-These bedeutet, dass sich die Weizenkurse für die kommende Ernte wieder in Richtung 200 Euro/t - ja sogar leicht darüber - bewegen könnten.

In der Berichtswoche zum 10.03.2015 haben sich die Netto-Short-Positionen der Weizen-Spekulanten in Chicago um 10.995 Kontrakte auf insgesamt 67.410 Netto-Short-Positionen erhöht und erreichen damit fast dem Höchststand in den letzten zwei Jahren.

In der Berichtswoche zum 10.03.2015 haben sich die Netto-Long-Positionen der Mais-Spekulanten in Chicago um 17.533 Kontrakte auf insgesamt 32.660 Netto-Long-Positionen verringert.

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