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08.14
16:32

Die CFTC-Daten beim Weizen und Mais vom 12. August 2014

In der letzten Berichtswoche haben die Netto-Shortpositionen beim Weizen um 5.909 Stück auf 61.124 Netto-Short-Positionen abgenommen. Damit lässt der Druck auf die Notierungen in Chicago etwas nach, während Paris mit knapp über 170 Euro/t einem neuen Tiefststand entgegen fiebert. Das Kapital ist wie ein scheues Reh und der Kanonendonner in der Ostukraine verhindert zurzeit ein weiteres Absinken der Kurse, da in diesen Zeiten viele Anleger wieder in die vermeintlich sicheren Agrarrohstoffe investieren. Die neuen USDA-Zahlen geben keine Argumente für steigende Kurse. Im Gegenteil: Die Welt-Endbestände beim Weizen (+ 3 Mio. t geg. Vormonat) und Grobgetreide (ebenfalls + 3 Mio. t geg. Vormonat) wurden wieder erhöht. Diese Erhöhung der Endbestände wurde insbesondere durch eine höhere Produktion (insbesondere in Russland, China und der Ukraine) und nur teilweiser Kompensation durch eine Erhöhung des Verbrauchs hervorgerufen. Die geänderte Schätzung hatte sich schon länger angedeutet und wurde daher von den Spekulanten schon vorher in die Kurse eingepreist. Daher zeigten auch die Börsenkurse in Chicago nach der Veröffentlichung der Zahlen kaum Reaktionen. Dennoch muss man feststellen, dass die Gesamtgetreide-Endbestände gegenüber dem Vorjahr langsam aber stetig auf nunmehr 24 Mio. t angestiegen sind (im Mai 14 lag die Schätzung erst bei 7 Mio. t). Nach dem Anstieg der Endbestände im WJ 2013/14 von 46 Mio. t sind die gesamten Getreide-Endbestände von nunmehr 415 Mio. t ein relativ stabiles Polster. Es bleibt für den hiesigen Ackerbauern zu hoffen, dass die in diesem Jahr zwar schwächeren - aber im weltweiten Vergleich relativ guten - Qualitäten auf dem Weltmarkt weiterhin eine gute Nachfrage erfahren. Auch aufgrund der handelspolitischen Unsicherheiten bei den Schwarzmeeranrainern dürfte EU-Weizen verstärkt gefragt bleiben.

Beim Chicago Mais haben die Netto-Long-Positionen leicht um 4.023 Stück auf 67.665 Netto-Long-Positionen abgenommen. Die Kurse verharren dies- und jenseits des Atlantik auf unverändertem Niveau.

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