08.
02.16
19:57

Die CFTC-Zahlen bei Weizen und Mais vom 02.02.2016

Trotz sinkender Netto-Short-Positionen (minus 2.014 Kontrakte) bei den Weizen-Spekulanten in Chicago blieben die Kurse dies und jenseits des Atlantiks unter Druck. Von einer Trendumkehr zu sprechen scheint dennoch zu früh.

Der Euro wird stärker und setzt damit genau wie die wachsenden US-Ethanolbestände die Getreidekurse unter Druck. Der notwendige Export des EU-Weizens wird durch vielfältige Ursachen gehemmt, insbesondere die Schwarzmeeranrainer „dumpen“ mit niedrigen Angeboten (schwacher Rubel) die Preise an unseren traditionellen Absatzmärkten. In den USA liegt der Stock to use Ratio beim Weizen weit über 40% und damit auf einem Rekordhoch, in Konsequenz soll der künftige Weizenanbau dort zur Ernte 2016 deutlich und zwar um ca. 9% eingeschränkt werden. Südafrika, Indien und die Maghreb-Länder melden Trockenheit und damit geringere Ernteerwartungen/höheren Importbedarf. Dennoch: Trotz niedriger Produktionserwartungen bauen sich die Vorräte aus heutiger Sicht auch im nächsten Wirtschaftsjahr 2016/17 voraussichtlich nicht maßgeblich ab. Die Getreidekurse zur Ernte 2016 und 2017 liegen deutlich über den aktuellen Kursen, so dass einige Landwirte wieder verstärkt über eine Teilvermarktung dieser Ernten nachdenken. Die Ernte 2015 ist je nach Region mehr oder weniger stark gegenüber den Vorjahren unterdurchschnittlich verkauft und man spricht offen von einer Überlagerung. Ob das hilft oder das Problem nur verschiebt/vergrößert darf hinterfragt werden, irgendwann kommt man am Verkaufen doch nicht vorbei. Die Erzeugerpreise für Brotweizen sind in den letzten Wochen deutlich gefallen. Gegenüber dem Brotweizen notierte der Futterweizen nur geringfügig niedriger und auch die Futtergerste verkauft sich keine 10 Euro/t schlechter als der Brotweizen.

Bei den Mais-Spekulanten in Chicago haben sich die Netto-Short-Positionen in der letzten Berichtswoche zum 02.02.2016 deutlich um 27.718 Kontrakte verringert. Bei nunmehr noch 59.479 Netto-Short-Positionen konnten sich die Kurse in Chicago leicht erholen, während es in Paris weiter abwärts ging.

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