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Die CFTC-Zahlen bei Weizen und Mais vom 10.11.2015

Auch in der letzten Berichtswoche haben die Netto-Short-Positionen bei den Weizen-Spekulanten in Chicago zugenommen. Ein Plus von 2.704 Kontrakte ergab insgesamt 20.945 Netto-Short-Positionen. Dieses führte zu weiterem Kursdruck.

Einen "Erdrutsch" gab es quasi bei den Mais-Spekulanten in Chicago. 83.169 Kontrakte wechselten vom Käufer- ins Verkäuferlager was zu 58.404 Netto-Short-Positionen führte.

In den letzten Wochen waren die Börsenkurse für Weizen hierzulande erfreulicherweise etwas angestiegen. Der niedrige Euro/Dollarkurs und auch das Niedrigwasser auf unseren Schifffahrtsstraßen „half“ den Preisen. Die Meldungen über eine Trockenheit in der Ukraine und in Teilen Russlands betrafen eher die 16er Ernte und sind zwischenzeitlich wieder überholt. Aufgrund der anziehenden Börsennotierungen hat sich die Basis für Brotweizen für Lieferung der alten Ernte im kommenden Jahr verschlechtert, so dass der Erzeugerpreis nur wenig von den anziehenden Börsenkursen profitieren konnte. Für die weitere Entwicklung der Preise sind die jüngsten USDA-Zahlen vom November 2015 wegweisend.

Auffällig sind die reduzierten Verbrauchserwartungen, die auch durch die schwächelnden Weizenexporte der USA und der EU - die bisher hinter den Erwartungen zurück blieben - dokumentiert werden. Insbesondere in China wurden die Anfangsbestände beim Mais deutlich erhöht und gleichzeitig die Verbrauchserwartung reduziert. Aber auch bei uns im Inland befürchten die Futtermittelhersteller schwächere Absatzmöglichkeiten. Die schon längere Zeit anhaltende Phase schlechter Preise bei der Milch und im Schweinebereich zeigen Wirkung indem die Landwirte mit Verkaufszurückhaltung beim Futter reagieren. Während sich die Endbestände beim Weizen gegenüber dem Vormonat um 1 Mio. t verringerten sind die Endbestände beim Grobgetreide - insbesondere beim Mais - um 24 Mio. t angestiegen. Es ist davon auszugehen, dass der Anstieg der Mais-Endbestände auch den Weizenmarkt - für den Ackerbauern nicht gerade positiv - beeinflusst. Der Stock to use Ratio beim gesamten Getreide ist gegenüber dem letzten Monat um über 1% angestiegen und liegt mit 23,9% erheblich über dem Durchschnitt von 21,1% der letzten fünf Wirtschaftsjahre. Da braucht man schon viel Phantasie und einen noch heftigeren EL Nino oder Ähnliches um den Anstieg der Endbestände auf dem Weltgetreidemarkt gegenüber dem letzten Jahr zu bremsen.

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