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04.16
11:42

Die CFTC-Zahlen bei Weizen und Mais vom 12.04.2016

Bei den Weizen-Spekulanten in Chicago haben sich die Netto-Short-Positionen in der letzten Berichtswoche zum 12.04.2016 deutlich um 38.425 Kontrakte auf insgesamt 106.163 Netto-Short-Positionen erhöht. Die Kurse an der Börse gerieten dadurch stark unter Druck und liegen auf dem niedrigen Niveau wie in den Jahren 2009/2010.

Auch die jüngsten USDA-Zahlen vom 12. April 2016 bestätigen den Anstieg der Endbestände im aktuellen Wirtschaftsjahr. Der Jahresüberschuss von 25 Mio. t ist fast ausschließlich auf den Weizen zurückzuführen, während Grobgetreide nur um 1 Mio. t zulegte. Mit hohen Getreide-Endbeständen von 484 Mio. t und weit überdurchschnittlichem Stock to use Ratio - beim Weizen 33,7% (5-Jahres-Schnitt 29,3%), beim Grobgetreide 19,4% (5-Jahres-Schnitt 17,0%) - geht es demnächst in das neue WJ 2016/17. Das ist eine der Hauptursachen dafür, dass sich die Weizen-Kurse in Chicago auf dem niedrigsten Stand seit 2006 befinden. Mit Spannung darf jetzt auf die nächsten USDA-Zahlen im Mai, erstmalig mit der Schätzung für das Wirtschaftsjahr 2016/17, gewartet werden. Es darf im nächsten Wirtschaftsjahr durchaus mit einer geringeren Weizenproduktion gerechnet werden, aber auch die Verbrauchserwartung lässt zu wünschen übrig. Aus heutiger Sicht ist daher im nächsten Wirtschaftsjahr keine extreme Stock to use Ratio-Änderung beim Weizen zu erwarten. Aber auch der Mais spielt eine große Rolle für die übrigen Getreidepreise. Wie sich die Maisproduktion im WJ 2016/17 entwickeln wird steht noch „in den Sternen“ bzw. die Maisaussaat hat in den letzten Tagen erst begonnen. Die Marktlage ist somit extrem unübersichtlich, so dass der Einsatz einer relativ kostengünstigen „Worst-Case-PUT-Option“ für eine Teilmenge ernsthaft in Erwägung gezogen werden kann. Eine Option ersetzt keine Verkaufsentscheidung am Kassa- oder Terminmarkt, begrenzt aber die Risiken bei einer negativen Kursentwicklung und lässt an einer eventuell positiven Kursentwicklung partizipieren. Eine Option eignet sich daher insbesondere für eine Teilabsicherung bei einer unübersichtlichen Marktlage, die gleiche Chancen und Risiken für fallende oder steigende Kurse bietet, also im Prinzip für die aktuelle Situation. Im Gegensatz zu vielen Mindestpreiskontrakten, die am Kassamarkt angeboten werden sind direkt gehandelte Optionen an der Börse günstiger und bieten insbesondere die Möglichkeit nicht nur zu einer 1:1 Absicherung (Strikekurs beim aktuellen Terminmarktkurs), sondern zu einer sogenannten „Worst Case Absicherung“ (Strikekurs 10 bis 15 Euro/t unter aktuellem Terminmarktkurs).

Bei den Mais-Spekulanten in Chicago haben sich die Netto-Short-Positionen in der letzten Berichtswoche zum 12.04.2016 deutlich um 26.160 Kontrakte auf insgesamt 135.705 Netto-Short-Positionen verringert. Die Kurse konnten sich leicht erholen.

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