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Die CFTC-Zahlen vom 01.12.2015 beim Weizen und Mais

Auch wenn es draußen wie im Frühjahr aussieht, an den Getreidemärkten ist die Weihnachtsruhe eingekehrt die voraussichtlich auch bis in die ersten Wochen des neuen Jahres andauert. Kassa- und Terminmarktkurse erfahren in diesen Tagen kaum nennenswerte Impulse und auch die Nachrichten aus Übersee oder anderen weiterer entfernt liegenden Regionen versprechen keine Impulse für steigende Kurse. Manchmal sogar das Gegenteil, die neue Ernte wächst schon bei ordentlichen Bedingungen und der El Nino Effekt auf der Südhalbkugel wird die überschüssige Weltgetreidebilanz der WJ 2015/16 nicht auf den Kopf stellen. Die aktuellste Meldung aus China, dass dort die Interventionsläger für Mais geöffnet und der Mais für den Inlandsverbrauch freigegeben wird hat dann eventuell schon größere Auswirkungen, als die „inflationären“ Meldungen über temporäre zu viel oder zu wenig Feuchtigkeit in einigen Regionen. Wenn die reichlichen Maisvorräte auf beiden amerikanischen Kontinenten nicht abfließen können wird sich der Druck auf den gesamten Getreidemarkt erhöhen, weil auch die Ethanolherstellung bei dem aktuellen Rohölkurs nicht gerade boomt.

Es fragt sich, inwieweit die Hoffnungen auf steigende Kurse Anfang nächsten Jahres erfüllt werden können. Es liegt noch einiges in den Hoflägern, bei den Exportzielen hängt man hinterher und der Absatz bei Futter lässt zu wünschen übrig. Dennoch bis zur nächsten Ernte kann noch viel passieren, man sollte sich nur nicht zu 100% darauf verlassen.

Die Netto-Short-Positionen bei den Weizen-Spekulanten in Chicago haben sich auch in der letzten Berichtswoche wieder deutlich um 29.971 Kontrakte erhöht. Insgesamt 77.324 Netto-Short-Positionen bewirkten beim Weizen weiteren Preisdruck.

In der letzten Berichtswoche haben sich bei den Mais-Spekulanten in Chicago die Netto-Short-Positionen um 21.668 Kontrakte auf nunmehr 78.140 Netto-Short-Positionen verringert. Analog dazu konnten sich die Börsenkurse erholen. Die aktuellsten Meldungen aus China dürften hier aber noch keine Berücksichtigung gefunden haben, so dass sich die Kursrichtung der letzten Wochen auch wieder ändern kann.

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