03.
04.14
18:13

Ernterisiken 2014/15 durch El Nino

Wetteranomalie EL Nino

Die Hinweise auf eine aufkommende Wetteranomalie EL Nino verdichten sich. Es muss damit gerechnet werden, dass sich über den Sommer 2014 hin eine typische Großwetterlage herausbildet, die ihre volle Wirkung im Winter 2014/15 (El Nino = „das Christkind“) entfalten könnte.

Typisch für diese ungewöhnliche Großwetterlage ist eine abweichende Erwärmung der Wassertemperaturen entlang des Äquators im Pazifischen Ozean in Richtung Südostasien. Gleichzeitig kühlen sich die Wassertemperaturen in Richtung Peru ab mit der Folge starker Niederschläge in diesem Gebiet. Die geänderte Temperaturverteilung führt zu Änderungen der Wasserströmungen im Pazifischen Ozean, die Auswirkungen auf die Luftströmungen und die regionale Niederschlagsverteilung verursacht.

Betroffene Gebiete sind während der Sommerphase insbesondere der Osten Australiens, Indien (fehlender Monsunregen) und Mittelamerika. In diesen Regionen kommt es zu einer ausgeprägten Trockenheit mit entsprechenden Folgen für die Landwirtschaft. Australische Farmer sorgen sich bereits jetzt um eine möglicherweise schwache Getreideernte und Futtervorratslage im Nov. /Dez. 2014. Nicht ausreichender Monsunregen in Indien reduziert die großen Hoffnungen auf eine Rekordernte.

In der Winterperiode sind weite Teile Chinas und Kanadas von Trockenheit betroffen.  In Nordostbrasilien besteht die Gefahr von Niederschlagsdefiziten. In Argentinien und Südbrasilien sowie im südlichen Teil der USA muss man Überschwemmungen befürchten.

Das Ausmaß des Wetterphänomens EL Nino ist unterschiedlich. Es gibt Jahre mit  geringen Wetterextremen und geringer Dauer und andere Jahre mit hoher Ausprägung und länger andauernden Wetterphasen. Vorhersagbar ist zunächst nur ein wahrscheinliches Auftreten, erst kurz vor bzw. mitten im Wettergeschehen kristallisiert sich das ganze Ausmaß der Wettererscheinung heraus.

Für das Jahr 2014/15 wird das Ernterisiko in Australien und Indien höher zu veranschlagen sein. Für Argentinien und Südbrasilien könnte die Soja- und Maisernte beeinträchtigt werden. Die Auswirkungen in China und Nordamerika werden erst im Verlauf des Frühjahres 2015 zu beurteilen sein.  

Rückrufservice
Beschreiben Sie bitte Ihr Anliegen, damit wir uns auf den Rückruf vorbereiten können.
Ja, ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen und willige ein, dass die von mir angegebenen Daten inklusive der Kontaktdaten zwecks Bearbeitung der Anfrage und für den Fall von Anschlussfragen elektronisch erhoben und gespeichert werden. Meine Daten werden dabei nur streng zweckgebunden zur Bearbeitung meiner Anfrage genutzt und nicht ohne Einwilligung weitergegeben. Diese Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.

Jetzt registrieren

Jetzt registrieren und ZMP Live+ 14 Tage kostenlos testen!
  • Dauerhaft kostenfrei
  • Keine Zahlungsinformationen erforderlich