28.
09.13
13:02

Ernteschätzung des internationalen Getreiderates (IGC)

Neue IGC-Schätzung ohne Überraschung, aber teils mit abweichenden Ergebnissen

Der internationale Getreiderat hat in seinen monatlichen Schätzungen zum Getreide- und Ölsaatenmarkt keine unerwarteten Veränderungen vorgenommen.

Die Weltgetreideernte wird auf 1,93 Mrd. t  (Vorjahr 1,79 Mrd. t) geschätzt. Im Vergleich zu anderen Schätzinstitutionen liegt der IGC mit seiner Methode eher am unteren Ende der Bandbreite von Ernteergebnissen.

Bei einem steigendem Verbrauch auf 1,89 Mrd. t  (Vorjahr 1,82 Mrd. t) errechnet sich am Ende des Wirtschaftsjahres eine Bestandsaufstockung um rd. 37 Mio. t auf 367 Mio. t Endbestand. Im Verhältnis zum Verbrauch ergibt sich ein „stock to use ratio“ von 19,4 %. Diese Kennzahl signalisiert eine knapp unterdurchschnittliche Versorgungslage auf dem Weltmarkt. Ähnliche  Ergebnisse werden auch von anderen Prognoseinstituten im Wesentlichen bestätigt.

Im Falle der Weizenschätzung bleibt der IGC mit 793 Mio. t deutlich hinter anderen Schätzern zurück, die mittlerweile alle über 700 Mio. t liegen. Auch der Weizenverbrauch wird mit 687 Mio. t deutlich niedriger eingeschätzt. Bei der Versorgungszahl „stock to use ratio“ errechnet der IGC mit 26,2% gut durchschnittliche Ergebnisse, ganz im Gegenteil zu anderen Schätzern, die den Weizenmarkt eher knapp versorgt sehen.

Ähnlich günstig fällt auch die Versorgungsschätzung für die Weltmaisernte (stock to use ratio 16,1 %) aus, auch wenn mit deutlich niedrigeren Zahlen gerechnet wurde als von anderen Schätzeinrichtungen.

Die Sojabohnenernte soll nach IGC-Rechnungen sehr günstig ausfallen. Die Produktions-zunahme übersteigt den Verbrauchszuwachs, so daß am Ende die Vorräte wieder ein wenig aufgebaut werden können. Diese Beurteilung wird auch von anderen Institutionen vorgenommen.

Ein direkter Vergleich mit anderen Schätzinstitutionen ist u.a. aufgrund der unterschiedlichen Zuordnung der Wirtschaftsjahre Juli/Juni bzw.  Okt/Sept. je nach örtlichen Erntegegebenheiten nicht möglich. Eine sinnvolle Auswertung der Schätzungen besteht darin, die Veränderungen zu den vorhergehenden Ergebnissen aufzuzeigen und mit zunehmender Verbesserung der Datengrundlage einer gemeinsamen Beurteilung näher zu kommen. Es geht mehr um die grundlegende Richtung als um die Details.

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