25.
09.13
15:45

EU-Körnermaisernte eher unterdurchschnittlich?

EU-Körnermaisernte 2013 mit unsicheren Vorschätzungen  (EU-MARS-Studie)

Im Gegensatz zur Weltmaisernte 2013/14 mit über 950 Mio t und einem Zuwachs von 90 Mio. t im Vergleich zum Vorjahr fallen die Schätzungen für die EU-28 wesentlich moderater aus.

Die EU-Maisernte 2013 wird  grundsätzlich etwas besser ausfallen als im schwachen Vorjahr mit einem Ergebnis von 58 Mio. t. Aber über die tatsächliche Höhe tappt man noch im Dunkeln. Die bisherigen Schätzungen schwanken in einer Spannbreite von 63 bis 68 Mio. t. Davon bestreiten die 4 großen EU-Anbaugebiete Frankreich, Rumänien, Italien und Ungarn allein schon rd. 40 Mio. t. 

Die in Deutschland letztlich für K.-Mais verbleibende Erntefläche dürfte in diesem Jahr aufgrund der im Durchschnitt nicht allzu üppigen Bestände als Restgröße eher kleiner ausfallen. Zuerst werden die Futtersilos gefüllt, dann kommen die Silos für die Biogasanlagen, anschließend die Option für CCM und der Rest ist K.-Mais.  Nach aktuellem Stand dürfte der Flächenbedarf für Futter- und Energiezwecke aufgrund der unterdurchschnittlich gewachsenen Bestände größer sein. Eine typisch deutsche Betrachtungsweise.  Je nach Dichte der Veredlung und der Biogasanlagen fällt  diese Rangordnung in den einzelnen Regionen ganz unterschiedlich aus.

In Spanien, Frankreich, Deutschland, Tschechei und Österreich rechnet das agro-meteorologische Institut der EU (MARS) mit Flächenerträgen, die +-5 % um den 5 jährigen Durchschnitt ausfallen können. Polen, Rumänien und Bulgarien sollen nach den schwachen Vorjahren aufgrund ausreichender Niederschläge mehr als 5 % über dem mehrjährigen Durchschnittswert liegen. In Italien, Slowakei, Ungarn und Kroatien war es zu trocken, so dass unterdurchschnittliche Erträge erwartet werden.  

Die Inlandsernte an Körnermais entscheidet maßgeblich über die Höhe der EU-Mais-Importe. Im letzten Jahr wurden 12 Mio. t eingeführt. Zu den großen Importeuren gehört vor allem Spanien mit Dimensionen  um die 2 Mio. t. Die bisherigen Schätzungen für das laufende Jahr begnügen sich mit 7 Mio. t. Ob das reicht?  

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